Creators-Update: Wie Windows 10 diskret werden soll

Creators-Update: Wie Windows 10 diskret werden soll

, aktualisiert 10. April 2017, 13:05 Uhr
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Der Manager richtet Microsoft neu aus – Teil dessen ist Windows 10.

von Christof Kerkmann und Axel PostinettQuelle:Handelsblatt Online

Windows 10, die dritte: Microsoft stattet das Betriebssystem mit neuen Funktionen aus. Das Creators-Update bietet 3D-Design und einen Nachtmodus. Besonders wichtig sind aber die Verbesserungen beim Datenschutz.

Nach dem Update ist vor dem Update: Microsoft will Windows 10 mit regelmäßigen Aktualisierungen auf dem Stand der Technik halten. Ab dem morgigen Dienstag verteilt der Softwarekonzern bereits das dritte Paket mit neuen Funktionen an die rund 400 Millionen Nutzer – dabei ist das Betriebssystem erst seit Sommer 2015 verfügbar.

Der Hersteller rückt in der Kommunikation die neuen Möglichkeiten in Sachen Augmented Reality und 3D-Design in den Mittelpunkt und spricht daher vom „Creators-Update“. Doch für die meisten Nutzer sind statt der Neuerungen für Kreative vermutlich zwei andere Dinge wichtiger: Das Unternehmen überarbeitet die vielfach kritisierten Datenschutzeinstellungen und erleichtert den Schutz gegen Hackerangriffe. Was Nutzer jetzt wissen müssen.

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Mehr Kontrolle über die Daten

„Überwachung bis zum letzten Klick“: Mit scharfen Worten kritisierte die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz den Umgang mit den persönlichen Informationen in Windows 10 kurz nach der Veröffentlichung des Betriebssystems 2015. Auch andere Behörden und Bürgerrechtsorganisationen warfen Hersteller Microsoft vor, zu viele Nutzerdaten zu erheben und in die Zentrale zu übertragen. Die Kritik zeigt offenbar Wirkung: Das Creators-Update soll für mehr Transparenz sorgen.

Eine neue Übersicht erleichtert Nutzern künftig, die Datensammlung nachzuvollziehen. Über einige Schalter können sie schnell und einfach Änderungen vornehmen – etwa um ortsbasierte Dienste oder die Spracherkennung ein- oder auszuschalten. Und mit einer neuen Grundeinstellung, „Basis“ genannt, lässt sich die Sammlung pauschal reduzieren. Ganz stoppen können Privatnutzer sie aber nicht – das ist nur Firmen vorbehalten. Microsoft argumentiert, dass es die Daten benötigt, um Windows 10 mit den vielen Cloud-Funktionen anbieten zu können.

Trotz der Verbesserungen hat der Konzern damit noch nicht alle Bedenken ausgeräumt. So erklärte die Gruppe der europäischen Datenschutzbehörden, die „Article 29 Working Party“, noch im Februar, dass sie über das Datenschutzniveau weiterhin besorgt sei. „Microsoft sollte klar erklären, welche Arten von personenbezogenen Daten zu welchen Zwecken verarbeitet werden.“ Ohne diese könnten Nutzer keine informierte und damit auch keine gültige Zustimmung geben. Mit anderen Worten: Die Datenschützer halten das Konstrukt weiterhin für rechtlich ungültig.

Nicht nur beim Datenschutz, sondern auch bei der Sicherheit hat Microsoft nachgebessert. Mit dem Update bekommen Nutzer eine neue Anwendung namens „Windows Defender Security Center“, in der alle Einstellungen rund um das Thema versammelt sind, inklusive der Anti-Virus-Programme anderer Hersteller. Auch die Leistung des Gerätes haben Nutzer damit im Blick. Ziel sei es, Sicherheit einfach zu machen, erklärt das Unternehmen.


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