Dekra-Award: Nachhaltig heißt wirtschaftlich denken

Dekra-Award: Nachhaltig heißt wirtschaftlich denken

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Mit dem DEKRA Award wurden die besten nachhaltigen Lösungen für Zukunftsfragen von Wirtschaft und Gesellschaft belohnt.

von Lothar Schnitzler

Nicht nur was für Träumer: Die Gewinner der vom Prüfkonzern Dekra und der WirtschaftsWoche vergebenen Auszeichnung zeigen vorbildhaft, wie man in Sachen Umwelt, Gesundheit und Liefersicherheit vorausschauend wirtschaften kann.

Die Chemieriesen Clariant und BASF tun es, der Saatguthersteller KWS, die Fast-Food-Kette McDonald’s, BMW oder Daimler sowieso: Sie bekennen sich zur Nachhaltigkeit, einem Begriff, der vor wenigen Jahren Träumern und Weltverbesserern vorbehalten war. Heute legt fast jedes große Unternehmen einen Nachhaltigkeitsbericht vor. Zunehmend überprüfen auch Mittelständler Bereich für Bereich auf Nachhaltigkeit.

Denn längst beschränkt sich der Begriff nicht mehr auf soziale oder ökologische Aspekte. Auch Lieferketten, Sicherheit oder Finanzierung sind Themen in der Nachhaltigkeitsdiskussion. Der kurzfristige Blick auf Quartalsgewinne ist zwar längst noch nicht verschwunden. Doch breitet sich auch in börsennotierten Konzernen ein Bewusstsein dafür aus, dass eine Drei-Monats-Denke die Zukunft gefährden kann.

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Wachsendes Bewusstsein für Nachhaltigkeit

„Bei der Finanzierung denken Unternehmen leider immer noch in kurzfristigen Zyklen“, sagt Diethard Simmert, Finanz- und Mittelstandsexperte an der International School of Management in Frankfurt und Dortmund. „Doch Ökologie oder die Sicherung der Lieferungen von Rohstoffen oder Vorprodukten spielen in der Managementdiskussion eine wachsende Rolle.“

Das erklärt die große Resonanz beim Dekra-Nachhaltigkeitspreis, den der Prüfkonzern zusammen mit der WirtschaftsWoche vergibt. 40 Unternehmen nahmen an dem aufwendigen Bewerbungsverfahren um die Auszeichnung teil, die Dekra-Chef Stefan Kölbl und WirtschaftsWoche-Chefredakteur Roland Tichy vergangene Woche vergeben haben. Kölbl: „Es gibt ein wachsendes Bewusstsein für die Bedeutung von Nachhaltigkeit als Option auf die Zukunft.“

Preisträger Umwelt

Das Unternehmen Hobart galt lange als schlafende Schöne: weltweiter Marktführer seit Jahrzehnten in einer komfortablen Nische, ein Ruf wie Donnerhall bei den Kunden. Hobart aus dem badischen Offenburg – Jahresumsatz 171 Millionen Euro – stellt Profi-Spülmaschinen für Kantinen, Krankenhäuser oder Kneipen her. Die 2500 bis eine Million Euro teuren Geräte können bis zu vier Millionen Teller im Monat spülen.

1999 wurde der Eigentümer des 900-Mitarbeiter-Betriebs, der amerikanische Maschinenbauer Premark, vom US-Mischkonzern ITW übernommen. Der baute um: Die Verwaltung wurde verkleinert, dafür gab es mehr Kundenbetreuer. Vor allem auf Innovationen legte die neue Führung Wert.

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