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Der Deutsche Innovationspreis 2010: Gewinner des Innovationspreises: Ideen schmieden

von Sebastian Matthes

Karies behandeln, ohne zu bohren, Messgeräte gegen Lebensmittelgifte und kühlende Hemden: mit welchen Ideen die Sieger und Finalisten die letzte Hürde des Deutschen Innovationspreises 2010 schafften.

Logo des Deutschen Inovationspreises
Logo des Deutschen Inovationspreises

Krisenzeiten sind Innovationszeiten. Während Aufträge ausblieben, sicher geglaubte Märkte verschwanden und unerwartet Wettbewerber auftauchten, besannen sich viele Unternehmen auf das, was sie groß gemacht hat: Innovationen. Viele haben in den vergangenen Monaten ihre Forschungsbudgets aufgestockt. "Doch sobald die Krise vorüber ist, verlieren Innovationen auf dem Wahrnehmungsradar von Managern an Bedeutung", sagt Bernd Kriegesmann vom Institut für Angewandte Innovationsforschung an der Ruhr-Universität in Bochum.

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Dabei eint erfolgreiche Unternehmen, dass Innovationen für sie zum Selbstverständnis gehören: Neue Ideen, Geschäftsmodelle und Produkte verstehen sie als minutiös geplante Entwicklung und harte Arbeit. Das belegen die Geschichten der Sieger und Finalisten des Deutschen Innovationspreises, den die WirtschaftsWoche zusammen mit Accenture, dem Energieversorger EnBW und dem Mischkonzern Evonik ausrichtet.

Es dauerte fast ein Jahrzehnt, bis es Schott gelang, alle Glasschmelzen für Ceran-Kochfelder auf die Produktion ohne giftige Schwermetalle umzustellen. Der Lohn: Heute ist die Glaskeramik aus Mainz Maßstab für eine ganze Branche. Jahrelang grübelten auch die Mitarbeiter des Hamburger Zahntechnikherstellers DMG, wie sie Karies mit einer Flüssigkeit behandeln können – ohne zu bohren. Die Lösung, die sie fanden, nimmt schon jetzt Tausenden Patienten die Angst vor dem Zahnarztbesuch. Nur ein Jahr nach der Markteinführung der neuen Technik.

Die Beispiele zeigen auch, wie wichtig es ist, "neue Entwicklungen und Technologien so zu nutzen, dass daraus marktreife Lösungen entstehen", sagt Frank Riemensperger, Deutschland-Chef von Accenture und Jurymitglied beim Deutschen Innovationspreis. Wer neben dem Accenture-Chef der hochkärigen Jury angehört, lesen Sie auf Seite 2.

Wie eindrucksvoll es den Gewinnern und Finalisten gelang, die neuen Entwicklungen und Technologien zu nutzen und wie bedingungslos in den Siegerunternehmen des Deutschen Innovationspreises Innovationen vorangetrieben werden, lesen Sie auf den folgenden Seiten. wiwo.de stellt die Gewinner und Finalisten vor.

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1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 01.05.2010, 12:41 UhrAnonymer Benutzer: Dr. Karl Weick, infsoft

    Wir haben selbst mit der iT-Lösung "indoornavigation in Gebäuden und GPS-freien Arealen" am innovationspreis teilgenommen. Dieser Wettbewerb ist eine fantastische Möglichkeit, neue Geschäftsideen und Anwendungslösungen zu präsentieren. Aber: sie zeigt auch nach wie vor die grossen Probleme der innovationen und deren inhaber. in Großkonzernen gibt es immer noch keine etablierte innovationskultur - Querdenken oder brainstorming hat oft den Geruch von "Spinnerei". in Zeiten von Wirtschaftskrise zieht man sich schnell auf "Kerngeschäft" zurück und verweist innovationen in den Papierkorb.
    Andererseits sind Finanzgeber (VC's, banken) fast ausschliesslich auf das Rating des Unternehmens bezogen - und wenn nun das Startup-Unternehmen (wo innovationen oft herkommen !) mal keinerlei Rating hat, zeigt man ihm auch schnell die Ausgangstür ! So gesehen, hat Deutschland auch heute noch keine optimale Gründer-und innovationskultur - neben Firmen und Finanzbranche könnten Regierung und Politiker ein wesentlich besseres Umfeld schaffen !

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