Der Test: Mehr als bloß heiße Luft: Actifry von Tefal

Der Test: Mehr als bloß heiße Luft: Actifry von Tefal

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Actifry von Tefal

Der Actifry von Tefal gart Fleisch, Fisch und Kartoffeln fast ohne Fett und unangenehme Gerüche. Selbst Laien gelingen in dem Heißluft-Topf köstliche Gerichte. WirtschaftsWoche-Redakteur Dieter Dürand hat probegekocht.

Pommes frites zählen seit früher Jugend zu meinen Leibgerichten. Nur zu Hause kamen sie so gut wie nie auf den Tisch. So viel Öl, um einmal zu frittieren. Und anschließend stundenlang lüften, um den Fettgeruch wieder aus der Wohnung zu vertreiben. Nein, danke. Und auch Fritten vom Backblech waren keine ernsthafte Alternative. Nicht einmal die Geburtstagsgäste meines Sohnes mochten die labberigen Kartoffelstäbchen aus dem Backofen essen.

Deshalb machte mich eine Ankündigung des Kochgeräteherstellers Tefal neugierig: Eine neuartige Fritteuse, hieß es dort, brutzele aus einem Kilogramm frisch geschnittener Kartoffeln mit nur gut einem Esslöffel Öl (1,4 Zentiliter) knusprige Pommes frites – im Handumdrehen und noch dazu völlig geruchsneutral. Hausgemachten Pommes stünde dann nichts mehr im Weg. Das klang fast zu schön, um wahr zu sein! Zumal bei einer solcherart fettarmen Zubereitung eigentlich kein neuer Hüftring drohen sollte.

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Um es kurz zu machen: Im Test erfüllte das 220 Euro teure Gerät die hochgesteckten Erwartungen. Nach – für Pommes frites unüblich langen – 40 Minuten Garzeit waren die Stäbchen außen kross, an den Ecken und Kanten leicht angebräunt, innen „bissig“ weich, und sie dufteten ganz und gar angenehm. Das Urteil der Familie fiel entsprechend einhellig aus: Ja, so müssen Pommes schmecken.

Wichtig fürs Gelingen ist allerdings die sorgfältige Vorbereitung der Zutaten. Die Kartoffeln müssen vor dem Frittieren mehrmals in viel Wasser gewaschen werden. Die Prozedur entfernt einen großen Teil der Stärke. Später sind die frisch geschnitzten Stäbchen sorgfältig abzutrocknen. Dann kleben sie später nicht aneinander.

In den nächsten Tagen probierten wir allerlei Gerichte aus dem mitgelieferten Rezeptebuch aus: Pommes mit Curry und Paprika bestreut oder mit Kokosraspeln und gemahlenen Mandeln gemischt. Sie schmeckten ebenso vorzüglich wie die in etwas Mehl, Olivenöl und Kräutern gewendeten Kartoffelviertel. Und alle konnten ohne allzu große Sorge um die Pfunde zulangen. Denn während Tiefkühl-Pommes aus dem Schnellimbiss nach Laboranalysen bis zu 16 Prozent Fett enthalten, beträgt der Fettanteil im Actifry nur drei Prozent. Das sind immerhin ein Drittel weniger Kalorien.

Diesen Light-Effekt verdankt das Gerät einer patentierten Rührvorrichtung, die auch den Ölbedarf für die Gerichte minimiert. Sie verteilt das Öl während des Frittierens gleichmäßig über die Oberfläche der Kartoffelstäbchen. Und indem sie die Pommes in dem von Heißluft durchströmten Topf beständig wendet, werden diese schön gleichmäßig knusprig.

Die Technik, das ist das eigentlich Revolutionäre, kann einen Kochherd ersetzen. Ob Schweinefilet süßsauer, Rindfleischeintopf, Garnelen, Gemüsepfanne, Rührei oder sogar Fischragout – all dies lässt sich mit dem Gerät auch von Laien unfallfrei zubereiten.

Man muss nur die Zutaten vorbereiten, in die Trommel kippen und am Gerät die korrekte Garzeit einstellen. Den Rest erledigt der Actifry von selbst. Ein transparenter Deckel am Gerät verhindert Fettspritzer in der Küche und der Heißluftkreislauf im Garautomaten, dass sich der Kochgeruch in Haus oder Wohnung ausbreitet.

Am Ende der Garzeit ruft ein Alarmton den Koch zurück an den Heißluft-Topf: Fertig ist das Mahl. Selbst köstliche Nachspeisen wie Sauerkirsch-Kompott oder Apfelstücke mit Zimt gelingen in dem Multitalent im Handumdrehen. Noch ein kleiner Tipp: Wann immer möglich frische Kräuter und Gewürze  verwenden: Die Zirkulation macht die Gerichte dann extrem aromatisch.

Wer also gerne gut isst,  aber wenig Spaß am Kochen hat und fettarme Gerichte bevorzugt, wird seinen Spaß haben. Zum Reinigen lässt sich der Actifry leicht auseinandernehmen und wieder zusammensetzen. Einziges Manko: Bestenfalls drei Personen kann die Maschine sättigen. Einen größeren Topf hat Tefal leider nicht im Angebot. Schade.

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