Die Technik-Highlights der Woche: Das Schweizer Messer wird digital

Die Technik-Highlights der Woche: Das Schweizer Messer wird digital

Gute Vorsätze gibt es auch in der IT-Branche, so beobachtet auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas. So produzieren viele Hersteller statt möglichst großen Fernsehern nun extrem flache Mattscheiben, die obendrein noch über einen Internet-Anschluss verfügen. Die Konkurrenz schläft indes nicht und wartet mit High-Tech-Notebooks, digitalen Schweizer Messern, hoch auflösenden Gemälden und schlauen Navigationsgeräten auf.

Hotel gebucht & mit dem Navi gefunden

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Garmin-Navigationsgeräte zeigen ab sofort die Lage des zuvor gebuchten Hotels an und weisen Reisende so sicher zum Ziel, Foto: Garmin

Gesucht und gefunden - mit mobilen Navigationsgeräten und aktuellem Kartenmaterial ist das kein Problem. Hersteller Garmin geht jetzt zusammen mit dem Online-Hotelreservierungsportal Hotel Reservation Service noch einen Schritt weiter. Wer über diese Webseite ein Hotel bucht, kann dessen Positionsdaten vom PC oder Laptop ohne weitere Kosten auf ein Garmin-Navigationsgerät übertragen. Anschließend genügt es, die Hoteladresse auswählen, um sicher ans gewünschte Ziel zu kommen. Keine Frage, es liegt am Online-Hotelreservierungsportal, damit die Fahrt nicht im Nirwana endet. Laut Anbieter umfasst dessen Datenbank jedoch mehr als 230.000 Hotels, sodass für sicheres Reisen gesorgt sein sollte.

Fernseher mit Internet-Verbindung

Geht es nach Yahoo, sollen Anwender künftig auch auf herkömmlichen TV-Geräten im Web surfen können. Pünktlich zur CES 2009 hat der Hersteller deshalb den so genannten Internet@TV-Content Service vorgestellt. Damit lassen sich bestimmte Internetapplikationen direkt über die TV-Fernbedienung aufrufen und auf dem Fernseher darstellen.

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Yahoo

Neue Fernseher von LG, Sony und Samsung sollen mit dem Internet@TV Content Service auch Webinhalte auf der Mattscheibe darstellen, Foto: Yahoo

Laut Yahoo holen sich Anwender damit beispielsweise Aktienkurse, die neuesten Nachrichten-Schlagzeilen sowie Flickr-Fotos oder Youtube-Videos auf die Mattscheibe. Als erste Fernseh-Hersteller wollen nun LG, Sony und Samsung den praktischen Dienst unterstützen und im Laufe dieses Jahres passende Modelle herausbringen. Leider verrät bislang keiner der Hersteller, um welche Produkte es sich dabei handelt noch was sie kosten werden.

High-End-Notebooks mit LED-Display

Dell

Die neuen Dell-Notebooks Studio XPS 13 (im Bild) und Studio XPS 16 gibt es wahlweise mit LED-Display, Foto: Dell

Notebooks mit LED-Displays sind echte Farbwunder. Im Gegensatz zu herkömmlichen LCD-Monitoren liefern sie brillantere Bilder und stellen einen deutlich größeren Farbraum dar. Auch Dell  hat nun entsprechende Notebooks für seine XPS-Reihe im Angebot. Die Modelle "Studio XPS 13" und "Studio XPS 16" sorgen bereits optisch für Furore und kommen in einem edlen Design mit Lederapplikationen und schwarzer Obsidian-Oberfläche. Im Dell-Shop kann man sich die Ausstattung der schicken Laptops selbst zusammenstellen. Die haben allerdings ihren Preis: Der "Studio XPS 13" fängt bei happigen 1049 Euro an, beim "Studio XPS 16" geht es ab 999 Euro los. Gegen einen Aufpreis von 100 beziehungsweise 200 Euro gibt es die Laptops mit einem LED-Display. Ansonsten gibt es jedoch wenig zu meckern, denn auch ohne die schicken Monitore sind beide Dell-Geräte technisch auf den neuesten Stand.

Das Schweizer Messer wird digital

Victorinox

Die neueste Version des Schweizer Taschenmessers kommt mit USB-Stick, Laserpointer und Fingerabdruckscanner, Foto: Victorinox

Das berühmte Schweizer Taschenmesser von Victorinox geht mit der Zeit. Die auf der CES 2009 vorgestellte Neuauflage "Presentation Pro" kombiniert die klassischen Ausstattungsmerkmale Messer, Schere, Nagelfeile und Schraubenzieher mit Hightech-Zubehör wie Laserpointer, Fingerabdruck-Scanner und USB-Stick. Die mobile Allzweckwaffe richtet sich in erster Linie an Geschäftsreisende, die häufig Präsentationen vorstellen. Diese finden auf dem bis zu 32 GByte großen Flash-Speicher des Taschenmessers Platz und lassen sich über die ebenfalls integrierte Fernbedienung samt Laserpointer stilvoll vorstellen. Das klappt allerdings nur, wenn man sich zuvor über den Fingerabdrucksensor authentifiziert hat. Damit der in 8, 16 und 32 GByte erhältliche Allzweck-Helfer nicht vom Zoll konfisziert wird, gibt es das Produkt für Vielflieger wahlweise auch ohne Messerklingen. Victorinox verlangt für den ab Mai 2009 erhältlichen "Presentation Pro" zwischen umgerechnet 130 Euro und 250 Euro.

Google Earth für Kunstliebhaber

google

Ein Augenschmaus für Kunstfreunde: Google Earth zeigt extrem hochauflösende Meisterwerke aus dem Prado Museum in Madrid, Foto: Google

Normalerweise dreht sich bei Google Earth sprichwörtlich alles um den virtuellen Globus. Jetzt macht das kalifornische Unternehmen nicht nur Landstriche, Straßen und Gebäude, sondern auch historische Gemälde über seine 3D-Weltkarte zugänglich. Den Anfang macht das Prado Museum in Madrid, aus dem 14 ausgewählte Meisterwerke fotografiert und in Google Earth eingestellt wurden. Darunter befinden sich zum Beispiel "Die drei Grazien" von Peter Paul Rubens oder "Die Erschießung der Aufständischen" von Francisco de Goya. Die digitalen Versionen sind dabei aus tausenden von Einzelbildern zusammengesetzt und sollen auch tausendfach präziser als herkömmliche Digitalkamera-Fotos sein. Für Kunstliebhaber ist der Blick mit Google Earth ganz klar Pflicht, denn sie können auf den Gemälden bei passender Zoomstufe auch winzige Details und selbst Pinselstriche deutlich erkennen.

Microsoft verschönert Windows 7

Windows 7

Mit kostenlosen Designs für Windows 7 lässt sich der Desktop stilvoll aufpeppen, Foto: Microsoft

Die öffentliche Beta-Version des neuen Betriebssystems Microsoft Windows 7 ist erst seit wenigen Tagen erhältlich, da legt der Redmonder Softwarekonzern bereits mit Verschönerungen nach. Auf einer eigens eingerichteten Webseite können sich Anwender insgesamt 15 Designs sowie zahlreiche Hintergrundbilder für die Aero-Oberfläche von Windows 7 kostenlos herunterladen. Jedes der Designs visualisiert eine bestimmte Region in Deutschland, Japan, den USA oder England und enthält dazu passende Bilder, Farben, Sounds, Symbole und andere Elemente. Wer regionale Designs installieren will, kann mit "Akademie der Künste" (in Dresden), "Niers" (am Niederrhein) und "Weinberg" gleich aus drei passenden Downloads wählen.

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