Die Technik-Highlights der Woche: Herrgottsakra: Navis mit neuer Sprachsteuerung

Die Technik-Highlights der Woche: Herrgottsakra: Navis mit neuer Sprachsteuerung

Falsch abgebogen? Bevor der Beifahrer - oder die Beifahrerin - Schutz unter dem Stadtplan suchen muss, um der Schimpftirade zu entgehen, sollten Ortsunkundige lieber zum Navi greifen. Prima, wenn sich das mit Sprachbefehlen steuern lässt - bislang jedoch eher kompliziert. Das soll nun anders werden.

Mit "One Shot" zur "Final Destination"

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Diese Eingabevariante war gestern. Heute kann der Fahrer sein Navi blitzschnell per Sprache steuern. Vielleicht versteht das Gerät irgendwann auch einmal Flüche, wenn man sich doch verfahren hat

Navi-Systeme mit Sprachsteuerung sind eigentlich nichts Neues. Doch wer es einmal ausprobiert hat, wird schnell feststellen, dass es in der Praxis oft anders aussieht, vor allem wenn man kein lupenreines Hochdeutsch spricht. Darum verwundert es auch nicht wirklich, dass gerade der bajuwarische Autohersteller BMW eine Kooperation mit dem Spracherkennungsspezialisten Nuance eingegangen ist. Vielleicht hatten konventionelle Systeme vor allem mit dem Idiom südlich des Weißwurst-Äquators so ihre Probleme.

Der Name der neuen Technik klingt dafür sehr Neudeutsch "One-Shot Destination Entry", doch keine Sorge: Der Beifahrer wird nicht erschossen, wenn Auto und Navi das Ziel verfehlen. Gemeinsam mit einer weiteren Technik, nicht weniger futuristisch "Music Search" genannt, wollen die Münchner das Verfahren in die für 2010 geplanten Modelle integrieren. Durch die neue Lösung soll es möglich sein, die Bordelektronik mit einem natürlicheren Sprachfluss zu bedienen. Schade eigentlich, denn früher konnte man sich richtig mit dem Navi "unterhalten", wenn der Fahrer einen Zielort eingeben wollte. Das geht bei den herkömmlichen System nämlich nur - zeitaufwändig - Schritt für Schritt. Nun genügt beispielsweise ein kurzes "München, Prinzregentenstraße 9", um den gewünschten Zielpunkt einzugeben.

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Und wer sein Auto als rollende Disco begreift, hat per "Music Search" auf Kommando Zugriff auf die gesamte Musiksammlung an Bord. BMW will beide Techniken in den eigenen iDrive-Controller integrieren, der alle serienmäßigen oder optionalen Unterhaltungs-, Kommunikations- und Navigationssysteme kontrolliert.

Das Konzept lässt beide Bedienmöglichkeiten - Spracherkennung und manuelle Eingabe - parallel zu. So kann der Fahrer kann etwa gleichzeitig manuell ein Ziel ins Navi einprogrammieren und simultan per Sprachbefehl ein Lied für die Musikanlage auswählen. Und auch wer sich per Auto nach Paris aufmacht, muss nicht fürchten, Straßennamen wie Champs Élysées auf Deutsch aussprechen zu müssen, damit das Navi pariert. Es lohnt sich also, die Französisch-Kenntnisse aus der Schulzeit wiederzubeleben. "One-Shot Destination Entry" versteht mehrere Sprachen.

Die verbesserte Spracherkennung wird in der kommenden Woche auf der Automesse IAA präsentiert.

Elektronisches Schmökern für Leseratten

Cybook Opus

Cybook Opus

Steve Jobs ist zwar der Meinung, dass sich reine Lesegeräte für E-Books nicht durchsetzen werden, aber so muss der Apple-Chef wohl denken. Denn das kalifornische Unternehmen setzt seit jeher auf "Multifunkti": So soll sich der iPod touch demnächst auch auf dem Spielekonsolen-Markt behaupten.

Andere Anbieter, wie die Buchplattform libreka sind anderer Meinung, zumindest was E-Book-Reader betrifft. Die Firma bringt gemeinsam mit französischen Hersteller Bookeen mit Cybook Opus einen neuen E-Book-Reader auf den deutschen Markt. Ein Schritt, den Amazon mit dem Kindle immer noch nicht wagt, und daher den Markt anderen überlässt - wie etwa Sony oder eben libreka/Bookeen.

Der Neuling kommt eher schlicht und kompakt daher. Schließlich kauft man ein Buch ja auch wegen des Inhalts und nicht wegen irgendwelchen zusätzlichen Schnickschnacks. 250 Euro soll der Reader kosten. Die beiden Kooperationspartner wollen es beim Cybook Opus nicht belassen. Weitere Modellen sollen folgen.

Das Cybook Opus besitzt einen Fünf-Zoll-Bildschirm auf und wiegt nur 150 Gramm. Der Akku reicht für 8000 Seitenumschläge und der interne Speicher bietet laut Anbieter Platz für rund 1000 Bücher.

Richtige Leseratten können den Speicher mit einer MicroSD-Karte noch erweitern. Unterstützt werden gängige Formate, darunter PDF und EPUB. Außerdem bietet das Cybook eine integrierte Lagesensorik, wodurch die Seitenwiedergabe automatisch entsprechend der Gerätehaltung auf Quer- und Hochformat angepasst wird.

Das Gerät soll ab dem 15. September erhältlich sein.

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