Die Technik Highlights der Woche: Internet für die Hosentasche

Die Technik Highlights der Woche: Internet für die Hosentasche

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Netwalker von Sharp

Desktop, Laptop, Notebook und Netbook - es geht aber auch noch kleiner, ohne dass es sich gleich um ein Handy handeln muss. Sharp bringt mit dem Netwalker PC-Z1 einen Mini-Computer mit fünf Zoll großem Display auf den Markt, mit dem man unterwegs einfach und schnell ins Internet gehen kann.

Als Betriebssystem verwendet der Hersteller eine modifzierte Version von Ubuntu 9.04.

Dadurch können Programme wie Firefox samt Flash-Unterstützung (das bietet noch nicht einmal Apples iPhone), Thunderbird oder Openoffice.org verwendet werden. Sharp plant außerdem, künftig Inhalte wie Wörterbücher, Romane und Comics für das Gerät anzubieten.

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Was bei Windows-Rechner oft mehrere Minuten dauert, erledigt der PC-Z1 innerhalb von nur drei Sekunden: Dann sind alle Programme gestartet, und das Surfvergnügen kann beginnen. Vor allem für komfortables Mailen ist der Winzling gedacht. Viel Platz für Anwendungen ist ohnehin nicht vorhanden - doch internetbasierte Programme werden immer populärer, so dass dem Nutzer dadurch prinzipiell auch so komplexe Applikationen wie Tabellenkalkulation und Textverarbeitung auf dem Mini mit ARM-Prozessor zur Verfügung stehen.

Zum Einsatz kommt dabei der i.MX51 von Freescale, der auf einem ARM-Cortex-A8-Kern basiert und speziell für Netbooks gedacht ist. Er wird mit bis zu 800 Megahertz angeboten, doch wie schnell die Version ist, die Sharp in seinem neuen Gerät ist, gibt der Hersteller nicht an. Mehr als 512 Megabyte fest verlöteter Speicher sind nicht drin, hinzu kommen noch vier Gigabyte Flash-Speicher, von dem die Häfte zur freien Verfügung steht. Immerhin gibt's noch einen Slot für MicroSD-Karten.

Online nur per WLAN

Der berührungsempfindliche Fünf-Zoll-Bildschirm besitzt eine Auflösung von 1024 mal 600 Bildpunkten. Schade, dass Sharp nicht bereits vorab einen Mobilfunkanbieter für das Gerät begeistern konnte.

So muss der Nutzer statt auf eine bereits integrierte Mobilfunk-Chipkarte stets auf WLAN (802.11b/g) zurückgreifen. Dafür ist die Ausstattung des Kleinen mit Schnittstellen nicht schlecht: Je ein MiniUSB- und USB-Port sowie analoge Audioschnittstellen sind vorhanden.

Auch Menschen mit dickeren Fingern dürften mit der Bedienung des PC-Z1 keine größeren Probleme haben: Die Tastatur des Geräts verfügt über 68 Tasten, die jeweils etwa 14 Millimeter groß sind und einen Abstand von 0,8 Millimeter zueinander haben.

Der Netwalker ist gut für unterwegs geeignet, misst er doch nur 161,4 mal 108,7 mal 19,7 bis 24,8 mm und wiegt 409 Gramm. Ende September will Sharp ihn zunächst in Japan anbieten. Ein Preis ist noch unbekannt. Bleibt zu hoffen, dass er auch in Europa angeboten werden wird.

Findet Maemo - Nokia war bei der Suche erfolgreich

Nokias Erstling mit Linux: das N900

Nokias Erstling mit Linux: das N900

Auch das zweite Produkte der wiwo.de-Technik-Highlights ist diesmal ein Mini-Computer.

Denn dieses Gerät dürfen wir unseren Lesern nicht vorenthalten. Immerhin verspricht der Hersteller bei der Nutzung dieses Neulings ein Erlebnis wie auf dem Desktop. Der Hersteller ist kein geringerer als der weltgrößte Handy-Produzent Nokia, die neueste Kreation der Finnen heißt N900 und läuft auf Maemo, einer mobilen Linux-Distribution. Damit wollen die Finnen einen Angriff auf Apples iPhone starten.

Anders als bei Sharps Netwalker gibt's das N900 mit direkter Mobilfunkanbindung via UMTS-Modem mit HSPA (zehn Megabits pro Sekunde im Downstream und zwei im Upstream) ausgestattet, das auch GSM (Quadband) und GPRS unterstützt. Auch über WLAN (802.11b/g) oder über Bluetooth kann der Nutzer online gehen.

Tastatur mit Macken

Die finnischen Techniker haben das Gerät mit einem ARM-Cortex-A8-Prozessor mit 600 Megahertz ausgestattet, der auf ein Gigabyte zurückgreifen kann.

Per Flash-Memory verfügt das Gerät über insgesamt 32 Gigabyte Speicher, der sich mit Hilfe einer MicroSD-Karte auf 48 Gigabyte erweitern lässt. Der 3,5-Zoll-Touchscreen erreicht eine Auflösung von 800 mal 480 Bildpunkte. Zur Farbanzahl machte Nokia keine Angaben. Ein GPS-Sensor und eine videofähige fünf-Megapixel-Kamera (2584 mal 1938 Bildpunkte) mit Carl-Zeiss-Linse, Autofokus, dreifachem Digitalzoom und zwei LED-Blitzen runden die Ausstattung ab.

Das N900 bringt 181 Gramm auf die Waage und misst 110,9 mal 59,8 mal 19,5 Millimeter.

Die QWERTY-Tastatur mit drei Tastenreihen (für Deutschland soll es eine QWERTZ-Tastatur geben) erinnert an Nokias Flagschiff N97. Damit haben die Finnen den Nutzern des Tablet-PCs keine Freude gemacht, denn über die Tastatur des N97 hat schon manch einer geschimpft, vor allem weil sich die Leertaste nicht mittig befindet und nur mit der rechten Hand erreichbar ist.

Tagelang Surfen non-stop

Im UMTS-Modus geht dem Akku des N900 nach einer Sprechzeit von bis zu fünf Stunden der Saft aus, im GSM-Netz kann man vier Stunden länger plaudern.

Wenn man nur mobil ins Internet geht, muss der Akku nach zwei bis vier Tagen ans Ladegerät. Wird das N900 in die senkrechte Haltung gedreht, wechselt es vom Desktop oder Dashboard in den Telefonmodus. Kurznachrichten (SMS) werden ähnlich wie beim Treo, iPhone oder Palm Pre als Konversationen angezeigt. Damit lassen sich Antworten leichter nachvollziehen.

Natürlich ist auch ein E-Mail-Client mit an Bord. Dieser unterstützt HTML-E-Mails sowie Exchange und erlaubt auch den Zugriff auf beliebige Postfächer.

Das N900 soll ab Oktober 2009 ohne Vertrag für rund 600 Euro erhältlich sein. Wer schon Lust hat, das Gerät vorher unter die Lupe zu nehmen: Anfang September gibt's den Neuling schon auf der Nokia World in Stuttgart (maemo.nokia.com).

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