Die Technik-Highlights der Woche: Kaiserpalast in 3D

Die Technik-Highlights der Woche: Kaiserpalast in 3D

Keine Armbanduhr, kein Designer-Notebook und keine Stereoanlage – die wiwo.de-Redaktion hat Technik-Neuheiten herausgesucht, die keinen Cent kosten. Es sei denn, Sie wollten 6500 Dollar für eine Gitarre ausgeben.

Verbotene Stadt als 3D-Modell

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Die verbotene Stadt gibt es nun auch als Online-Version

Der chinesische Kaiserpalast in Peking stammt aus dem 15. Jahrhundert und ist ein Meisterwerk zeitgenössischer Architektur. Für das gemeine Volk war der weitläufige Komplex jedoch nicht zugänglich, weshalb dieser auch als "verbotene Stadt" bekannt war. Wer sich heutzutage ein Bild des Kaiserpalastes machen will, kann das ohne Probleme vor Ort tun oder alternativ einen virtuellen Rundgang unternehmen. IBM hat ein 3D-Modell der verbotenen Stadt entwickelt und ins Web gestellt. Das 720.000 Quadratmeter große Gelände im Herzen der chinesischen Hauptstadt können sowohl Windows- und Linux-Nutzer als auch Anwender von Mac OS X virtuell erforschen. Der virtuelle Rundgang entstand in Zusammenarbeit mit den chinesischen Behörden. Für den 3D-Blick ins alte China ist allerdings ein neuzeitlicher PC nötig. IBM empfiehlt einen Rechner mit schnellem Pentium-4-Prozessor (2,4 Gigahertz oder besser) sowie mindestens ein Gigabyte Arbeitsspeicher.

Die Moog-Gitarre

Moog E-Gitarre Quelle: Moog

Die E-Gitarre vom Synthesizer-Spezialisten soll neuartige Klangeffekte ermöglichen

Bild: Moog

Der Name Moog steht eigentlich für Synthesizer. Das von Robert Moog in den 60er Jahren erfundene elektronische Instrument hat den Sound der Popmusik revolutioniert und Generationen von Musikhörern fasziniert. Drei Jahre nach dem Tod des legendären Tüftlers hat dessen Firma Moog Music eine E-Gitarre vorgestellt. Diese ist aber nicht etwa ein Synthesizer mit Saiten, sondern eine richtige Gitarre mit edlem Mahagoni-Korpus und einigen technischen Extras. Die Extras haben es aber in sich. Damit können Musiker beispielsweise das sogenannte Sustain manipulieren. Bei Sustain klingt die Saite ohne neues Anzupfen nach. Bisher war dafür aber Zusatzhardware nötig. Jetzt ist diese Funktion ins Instrument integriert. Der Gitarrist kann damit mehrere Saiten gleichzeitig schwingen lassen und zwar endlos. Oder auch unerwünschte Saiten ausblenden.

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Für Hobbymusiker ist die Hightech-Gitarre mit knapp 6500 Euro sicher zu teuer. Vermutlich werden sich Studios ein Exemplar und für Musikproduktionen einsetzen. In der Musikwelt hat die Moog offenbar eingeschlagen. Beim Hersteller sind bis September Vorbestellungen in Höhe von 1,3 Millionen US-Dollar eingegangen.

Display mit Sichtblende

Notebook-Besitzer hassen so was: Man sitzt mit dem Notebook im Zug, feilt an der Powerpoint-Präsentation, und der Sitznachbar sieht ungeniert zu. LG will fremde Blicke nun bei seiner neuen Panelserie aussperren, die demnächst in Massenproduktion gehen soll. Die 14,1 Zoll großen Bildschirme arbeiten mit einer Technik namens Viewing-Angle Image Control. Damit kann der Nutzer den Blickwinkel auf Knopfdruck von rund 175 Grad auf 60 Grad reduzieren. Neugierige Sitznachbarn müssen dann wohl wieder mit ihrer Zeitung vorliebnehmen.

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