Die Technik-Highlights der Woche: Sparsame Hardware

Die Technik-Highlights der Woche: Sparsame Hardware

Brauchen bald nur noch Rechenzentren teure Hardware? Ein US-amerikanischer Online-Dienst will High-end-Spiele auf Billigrechnern flüssig zum Laufen bringen. Das Geld, das Sie dann beim Hardwarekauf einsparen, können Sie in die anderen hier vorgestellten Technik-Highlights investieren.

iPhone-Videobrille

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Videobrille Cinemizer Plus spielt alle auf dem iPhone gespeicherten Videos ab

Das Kult-Handy Apple iPhone stellt Videos zwar schon problemlos auf seinem 8,9 Zentimeter durchmessenden Display dar. Mit dem Carl Zeiss Cinemizer Plus lässt sich die Bilddiagonale aber nun deutlich erweitern. Die Videobrille spielt alle auf den iPhone gespeicherten Videos ab und simuliert dazu eine in zwei Meter Entfernung aufgestellte Leinwand, die eine Diagonale von 115 Zentimetern besitzt. Um das virtuelle Sehvergnügen so angenehm wie möglich zu gestalten, verfügt die Brille über verstellbare Bügelenden und Ohrhörer und lässt sich getrennt für jedes Auge in einen Dioptrienbereich zwischen -3,5 und +3,5 schalten. Funktionen für Lautstärke, Wiedergabe, Pause sowie 2D- und 3D-Modus  stehen über die mitgelieferte Fernbedienung zur Verfügung. Der integrierte Akku bezieht seine Ladung über eine USB-Schnittstelle und soll laut Hersteller bis zu vier Stunden durchhalten. Carl Zeiss will den auf 400 Euro veranschlagten Cinemizer Plus ab Mai 2009 verkaufen.

Teure PC-Hardware bald überflüssig?

Für aufwändig inszenierte Computerspiele wie Crysis kann der PC eigentlich gar nicht schnell genug sein. Doch die US-Firma OnLive schickt sich nun an, die berüchtigten Hardwarefresser auch auf Billigrechnern zum Laufen zu bringen. Dazu hat der Hersteller ein Verfahren entwickelt, das Games über das Internet streamt. Die Spiele liegen dabei nicht mehr auf der Festplatte der Anwender, sondern werden je nach Bedarf per Web-Anbindung geladen. Selbst die aufwändigen Grafiken von Crysis sollen sich mit dem Verfahren innerhalb von Millisekunden übertragen lassen und so flüssiges Spielen unabhängig von der gerade eingesetzten Hardware ermöglichen. Einzige Voraussetzung ist laut OnLive eine 2 MBit starke Internetverbindung. Ende 2009 soll der Dienst an den Start gehen. Zahlreiche Branchen-Schwergewichte stehen hinter diesem Projekt und wollen ihre Spieletitel zur Verfügung stellen. Sollte sich OnLive etablieren, steht der Branche ein Umbruch bevor: Es bräuchte weder Spielekonsolen, teure Hardware noch Einzelhändler, um die Spiele zu vertreiben.

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Videospielkonsole für Entwicklungsländer

Zeebo will mit der gleichnamigen Konsole vor allem Kunden in Schwellen- und Entwicklungsländern ansprechen Quelle: Zeebo

Zeebo will mit der gleichnamigen Konsole vor allem Kunden in Schwellen- und Entwicklungsländern ansprechen

Bild: Zeebo

Eine Videospielkonsole wie die Xbox 360 oder die Playstation 3 ist hierzulande nichts Ungewöhnliches, allerdings auch nicht ganz billig. In anderen Erdteilen sind die Daddelkisten aber oftmals unerschwinglich teuer. Die Startup-Firma Zeebo will das nun ändern und hat mit seinem gleichnamigen Produkt eine Spielkonsole vorgestellt, die vor allem Kunden in Schwellen- und Entwicklungsländern ansprechen will. Mit rund 200 US-Dollar Einführungspreis ist das Gerät nur etwa halb so teuer wie eine Xbox 360. In punkto Leistung kommt Zeebo zwar nicht an die aktuellen High-end-Konsolen heran, soll aber das Performanceniveau einer Playstation 2 erreichen.  Die Zeebo-Games kosten zwischen fünf und 15 US-Dollar und sollen nur per UMTS-Download erhältlich sein. Der für 2009 angekündigten Konsole kann durchaus Erfolg beschert sein, denn zahlreiche bekannte Spielehersteller wie Electronic Arts oder Activision Blizzard haben bereits ihre Unterstützung angekündigt. 

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