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Ägypten: YouTube soll einen Monat lang gesperrt werden

Weil einige Inhalte den Islam beleidigen, soll die Internetplattform YouTube in Ägypten für einen Monat gesperrt werden. Das ordnete ein Verwaltungsgericht am Samstag in Kairo an.

Nordkorea

Nordkorea gilt als das Land mit der weltweit striktesten Internetkontrolle, steht laut Machthaber Kim Jong Un aber vor einer "industriellen Revolution". In seiner Neujahrsrede kündigte der Machthaber mehr Investitionen in Forschung und Technologie sowie Computer in allen Schulen an. Bisher haben lediglich ein paar tausend Privilegierte Zugang zu einer stark zensierten Version des Internets. Unter den zugelassenen Seiten befinden sich 30 Portale, die die großen Führer "Kim Jong-il" und "Kim Il Sung" preisen.

Bild: dapd

Mit dieser Entscheidung, die Videoplattform für einen Monat zu sperren, stellt sich ein ägyptisches Verwaltungsgericht gegen die Regierung: Das Gericht bezog sich unter anderem auf den umstrittenen Film „Unschuld der Muslime“, der den Propheten Mohammed als Frauenheld, Homosexuellen und Päderasten verunglimpft. Versehen ist das Video mit dem Hinweis, dass der Inhalt von der YouTube-Community als potenziell beleidigend oder unangemessen eingestuft wurde.
Das nun verhängte Verbot soll auch für andere Internetseiten gelten, die den Film veröffentlicht haben. Das Gericht folgte der Argumentation eines Anwalts, der gegen den Beschluss der Regierung klagte, die Seite nicht zu sperren. Er argumentierte, der Zweck des Films sei, das Bild des Propheten zu verzerren und einen Krieg gegen den Islam zu provozieren. Zuvor hatte ein ägyptisches Gericht sieben Verantwortliche für das Videos in Abwesenheit zum Tode verurteilt.

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Aus Protest gegen ein US-Gesetz schalten Wikipedia und andere Anbieter ihre Seiten ab. Der Streit um Netzsperren spitzt sich so noch einmal zu, selbst Barack Obama und Rupert Murdoch duellieren sich öffentlich.

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Der Film war im Sommer 2011 in der Nähe von Los Angeles gedreht worden. Im Internet veröffentlichte Ausschnitte lösten im vergangenen September massive Proteste in der islamischen Welt aus. Dabei gab es mehrere Tote.

Am Montag jährt sich der Rücktritt von Husni Mubarak zum zweiten Mal. Er wurde später inhaftiert und wegen der Tötung von Demonstranten zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Urteil ist jedoch nicht rechtskräftig. Der Prozess soll demnächst wiederholt werden.

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