Android-Apps: Viren-Risiko bei Apps variiert nach Region

Android-Apps: Viren-Risiko bei Apps variiert nach Region

von Meike Lorenzen

Die Gefahr, sich virenverseuchte Apps herunterzuladen, steigt stetig. Die meiste Schadsoftware droht Handynutzern aus China, der Ukraine und Russland.

Obwohl das Risiko in den letzten Jahren gestiegen ist, sich durch das Herunterladen von Apps auf Android-Geräte Viren einzufangen, ist die Gefahr in Deutschland noch überschaubar. Das ergab eine Studie des Smartphone-Sicherheits-Experten Lookout. Für den Bericht “Mobile Sicherheit 2012 - Eine Bestandsaufnahme” wertete das Unternehmen Daten von mehr als einer Million Apps und mobilen Endgeräten aus. Dabei kam vor allem heraus, dass sich die sogenannte mobile Malware zu einem lukrativen Geschäft entwickelt hat.

700.000 mal verseuchte Apps heruntergeladen

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Laut Studie sind innerhalb der letzten zwölf Monate sechs Millionen Menschen in Kontakt mit schädlichen Apps gekommen, Tendenz steigend. Die Zahl der neu entdeckten infizierten Android-Apps hat sich vom ersten zum zweiten Quartal dieses Jahres verdoppelt. Allein 17 verseuchte Apps wurden 700.000 mal aus dem Goolge Play Store heruntergeladen. Allerdings fallen die Ergebnisse der Studie je nach Region sehr unterschiedlich aus. Besonders gefärdet sind Nutzer in der Ukraine, China und Russland. In Russland liegt die Wahrscheinlichkeit angegriffen zu werden bei 41,6 Prozent. Im Vergleich dazu sind Smartphone-User in Japan nur zu 0,04 Prozent betroffen. Auch Deutschland steht mit einem Wert von 0,2 bis 0,4 Prozent laut Studie der Experten relativ gut dar.

Die sogenannte schädliche Malware verbreitet sich meist über ganz normale Appstores. Im Mantel seriöser Installer werden Versionen häufig gekaufter Applikationen im Shop platziert. Dabei sehen diese so echt aus, dass sie für den Käufer auf den ersten Blick kaum von virenfreien Produkten zu unterscheiden sind. Zudem haben sich die Abrechnungsmöglichkeiten bei Premium-SMS für Kriminelle als lukratives Geschäft entpuppt. Experten sprechen dabei von Toll Fraud. Diese Malware gibt sich ebenfalls meist als ein Installationsprogramm für seriöse und beliebte Apps wie Opera oder Whats App aus und ist entsprechend weit verbreitet. Laut Lookout-Studie gehören 78,5 Prozent der Gattung Toll Fraud an. Von einer Gruppierung ist bekannt, dass sie alleine auf diesem Weg rund zehn Millionen Dollar in Russland, Osteuropa und dem Nahen Osten erbeutet haben.

Viren kommen über Werbung

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Die schädliche Software wird meist via Drittanbieter, In-App-Werbung und webbasierten Pop-ups an den Kunden gebracht. Branchenkenner fordern Verbraucher schon lange auf, beim Kauf von Applikationen misstrauischer zu sein. Häufig lohne sich schon ein genauer Blick auf den Entwicklernamen oder die Bewertung der Apps auf Fach-Portalen. Auch die Zugriffsberechtigungen sollten genau geprüft werden. Will zum Beispiel eine Taschenrechner-App oder die Wasserwaage auf das Telefonbuch zugreifen, sollten Alarmglocken angehen. Zudem werden Nutzer immer wieder von Sicherheits-Experten aufgefordert, sich Gedanken über eine Sicherheitssoftware für ihr Endgerät zu machen. Lediglich 20 Prozent haben laut Studie eine Sicherheitssoftware auf ihrem Android-Gerät installiert.



http://blog.wiwo.de/look-at-it/2012/06/15/android-wachst-und-kommt-im-mobilen-internet-trotzdem-nicht-voran/

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