App oder Website: Der Browser ist tot, es lebe der Browser!

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App oder Website: Der Browser ist tot, es lebe der Browser!

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Handy-Nutzer verwenden verbringen viel Zeit in ihren Lieblingsapps.

von Katja Joho

So mancher hat schon die Grabrede auf den Browser geschrieben. Er sei veraltet, langsam und einfach keine Konkurrenz zu Apps. Warum aber auch beim Browser gilt, dass Totgesagte länger leben.

Wenn Sie wissen wollen, wie morgen das Wetter wird - was tun Sie? Checken Sie die Wetter-App auf dem Handy oder öffnen Sie den Browser und schmeißen die Suchmaschine an? Und wie sieht es mit der Zugverbindung aus? App oder Website?

Immer mehr Menschen weltweit beantworten diese Frage mit „App, natürlich“. Smartphone- und Tablet-Besitzer verbringen mittlerweile 90 Prozent ihrer Nutzungszeit mit Apps. Per mobilem Internet-Browser surfen sie dagegen nur noch zehn Prozent. Das geht aus einer Studie der amerikanischen Marktforscher von Flurry hervor. Das bringt viele zu der Frage, ob der Browser heute überhaupt noch eine Relevanz hat.

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Der Gesamtmarkt für Apps und der Anteil der B2B-Apps

  • 2014

    Weltweiter Gesamtumsatz mit mobilen Apps: 35,0 Milliarden Dollar

    Anteil von B2B-Apps: 20%

  • 2015

    Weltweiter Gesamtumsatz mit mobilen Apps: 45,4 Milliarden Dollar

    Anteil von B2B-Apps: 30%

  • 2016

    Weltweiter Gesamtumsatz mit mobilen Apps: 58,2 Milliarden Dollar

    Anteil von B2B-Apps: 40%

  • 2017

    Weltweiter Gesamtumsatz mit mobilen Apps: 76,5 Milliarden Dollar

    Anteil von B2B-Apps: 50%

Eines scheint klar: Mobil büßt er gegenüber den Softwareprogrammen aus dem App-Store Nutzer ein. „Mittlerweile spielen Apps die wichtigste Rolle für den User – oder sie werden sie zumindest sehr bald spielen“, sagt Jan Wolter, Geschäftsführer von Applause EU, einem Unternehmen das sich mit dem Qualitätsmanagement von Apps und Software beschäftigt.

Der Smombie schätzt den Browser nicht

Der Grund dafür liegt in den menschlichen Gewohnheiten, die sich in wenigen Jahren erheblich gewandelt haben. Ein Wort, das vergangenes Jahr zum Jugendwort des Jahres nominiert war, steht repräsentativ für diese Veränderung: „Smombies“ – eine Wortmischung von Smartphone und Zombie. Menschen also, die durch die Gegend laufen und nur noch auf ihr Handy starren.

„Man hat sein Smartphone immer dabei, wodurch es bei den Nutzern einfach zur Gewohnheit geworden ist“, sagt Wolter. „Egal, ob ich nach dem Wetter gucken oder meinen Kontostand prüfen möchte – ich nehme das Gerät dauernd in die Hand und verbringe immer mehr Zeit auf dem Smartphone als am Computer.“

Wer viel Zeit mit dem Smartphone im Internet verbringt, muss sich zuhause schließlich nicht mehr an den Computer setzen. Da scheint es geradezu natürlich, wenn die private Nutzung des großen Screens und damit des Webbrowsers zurückgeht und auch Unternehmen zwar nicht ihre Websites abschaffen, aber Kurs auf Mobil nehmen.

„Wir sehen bei unseren Kunden, dass die meisten Inhalte im Web mittlerweile mobil ausgespielt werden“, sagt App-Experte Wolter. „Auch die Investments gehen in den Mobile-Bereich. 80 Prozent unseres Neugeschäfts sind Mobile Apps.“

Ist der Browser schnell und praktisch genug?

Die Frage ist, muss der Browser zu einer Art mobilen App werden um auch auf dem Smartphone attraktiv zu sein? Muss er neben der Parallelität von vielen verschiedenen Websites in Tabs nebeneinander gereiht wirklich ähnliche Funktionen wie Apps heute schon bieten? Also Bildbearbeitung, Spiele, Telefonfunktion?

Bislang geht vieles auch mobil schon im Browser, frisst aber sehr viel Arbeitsspeicher und macht das Programm so häufig sehr langsam – und bringt es im schlimmsten Fall zum Absturz. Dagegen steht: „Die Nutzung in einer App ist einfacher. App-Nutzung ist im Vergleich zum Browser schneller und flüssiger und Apps binden Funktionen des Geräts mit ein, wie etwa die Kamera“, erklärt Wolter. „In einer gelungenen App sollte der Nutzer mit sehr wenig Aufwand, schnell und unkompliziert die Dinge machen können, die er möchte – ohne großen Lernaufwand“

Apps bieten also im Gegensatz zum Browser Schnelligkeit gepaart mit Einfachheit und Bequemlichkeit. Sie öffnen zwar nicht die Welt ins gesamte World Wide Web, wie es der Browser kann, aber sie öffnen die Welt, die man möchte, wenn man ihr Icon auf dem Tablet anklickt.

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