Apple: Die wichtigsten Antworten zum iPhone-Trojaner

Apple: Die wichtigsten Antworten zum iPhone-Trojaner

Bislang galten Apples iPhones als relativ sicher. Jetzt wurde eine hochentwickelte Spionagesoftware entdeckt, die lange unbemerkt gleich drei Sicherheitslücken ausnutzte. Was Sie zum Pegasus-Trojaner wissen müssen.

Was ist „Pegasus“?

Pegasus ist eine Spionagesoftware für Smartphones. Sie nutzte gleich drei sogenannte „Zero-Day“-Sicherheitslücken im Betriebssystem iOS. Dabei handelt es sich um bislang unentdeckte Programmfehler. Diese sind besonders gefährlich, weil sie weder von Hersteller-Updates noch von Sicherheitssoftware geschützt werden – bis sie entdeckt werden. In der Zwischenzeit können ungestört sämtliche Daten vom Smartphone ausgelesen werden: Aufenthaltsorte, Nachrichten, Telefonate, gespeicherte Daten, Kontakte, Kreditkarteninformationen und Passwörter.
Die großen IT-Konzerne bezahlen deshalb hohe Beträge für die Entdeckung und Meldung dieser Sicherheitslücken. In diesem Fall wohl nicht hoch genug: Statt bei Apple landete die Information bei Cyber-Spionen.

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Ist auch mein iPhone betroffen?

Noch ist unklar, in welchem Umfang und wie lange die Spionagesoftware genutzt wurde. Lookout hat mittlerweile eine App veröffentlicht, mit der sich prüfen lässt, ob das Gerät betroffen ist.

Wie kann ich mich schützen?

Generell sollten Smartphones regelmäßig aktualisiert werden – die Herstellerupdates schließen bekannt gewordene Lücken und verbessern damit die Sicherheit.
Eine vollkommene Sicherheit gibt es aber nicht. Empfehlenswert ist, das GPS bei Nichtnutzung abzuschalten, die Berechtigungen für Apps zu prüfen und möglichst wenig sensible Daten auf dem Smartphone zu speichern.

Apple Spionage-Software verschafft sich Zugang zu iPhones

Experten sprechen von der „ausgeklügeltsten Attacke“, die sie je auf einem Gerät gesehen haben: Ein Spionage-Programm verschaffte sich dank Software-Schwachstellen Zugang zu iPhones. Ein Rückschlag für Apple.

Experten habe eine mächtige Spionage-Software für iPhones entdeckt. Quelle: AP

Wie ist die Spionagesoftware entdeckt worden?

Der Menschenrechtler Ahmed Mansur erhielt einen Link, der ihm verdächtig erschien. Deshalb wandte er sich an das Cyber-Sicherheitsunternehmen Lookout, das dann die Schadsoftware entdeckte. Die Analyse ergab, dass diese auch bei Journalisten in Mexiko eingesetzt wurde. Lookout nennt das Spionagetool „die ausgeklügeltste Attacke, die wir je auf einem Endgerät gesehen haben“. Durch einen modularen Aufbau und Verschlüsselung blieb die Software lange unentdeckt.

Wer steckt hinter dem Angriff?

Als Entwickler des Tools gilt die israelische NSO Group, die bereits in der Vergangenheit den Ruf eines „Cyberwaffen-Händlers“ erworben hat. Auf Nachfrage der New York Times erklärte diese, man verkaufe nur an Regierungsbehörden und halte sich streng an Ausfuhrbestimmungen. Über konkrete Abnehmer und das Einsatzgebiet ist nichts bekannt.

Welche Daten wurden gestohlen?
Von einem kommerziellen Ausspähen, etwa von Kreditkartendaten, ist noch nichts bekannt. Die bekannt gewordenen Fälle betreffen Personen aus Politik und Medien, wie den arabischen Menschenrechtler Mansur, der auch zur Entdeckung des Spionagetools beigetragen hat.

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Quelle: Getty Images

Sind auch Android-Handys betroffen?

Die Spionagesoftware nutzte Sicherheitslücken im Apple-Betriebssystem iOS. Android-Geräte sind daher von Pegasus nicht betroffen. Das Risiko von Sicherheitslücken besteht jedoch bei allen Smartphones. iOS ist dabei stärker abgeschirmt als Android. Jede App wird einzeln von Apple freigeschaltet, was das Risiko durch Drittanbieter-Apps eliminiert. Egal bei welchem System sollte man so wenige Daten wie möglich speichern, regelmäßig Updates durchführen und bei Downloads vorsichtig sein.

Was hat Apple gegen die Sicherheitslücken unternommen?

Bislang galten iPhones als sicherer – der Imageschaden für Apple ist also enorm. Apple hat große Anstrengungen unternommen, die Sicherheit seiner Geräte zu gewährleisten. Die Geräte wurden auch mit der Datensicherheit vermarktet. Für Firmenkunden und den geschäftlichen Einsatz ist die Sicherheit der Smartphones äußerst wichtig.

Apple schloss die Sicherheitslücken etwa zwei Wochen nach dem ersten Verdacht. Mit den aktuellen Updates dürfte diese Sicherheitslücke also behoben sein.

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