Apple iCloud: Die Revolution in der Unterhaltungsindustrie

Apple iCloud: Die Revolution in der Unterhaltungsindustrie

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Ein Mann hört Musik

von Thomas Kuhn, Thomas Stölzel und Oliver Voß

Apple will die Musikbranche erneut revolutionieren. Der iPod-Hersteller dürfte den Musikkonsum grundlegender verändern, als es der Übergang von der Schallplatte zur CD vermochte.

Sein Musikarchiv dürfte selbst opulent ausgestattete Musikfans vor Neid erblassen lassen: Ob Lady Gaga oder die HipHop-Helden Beastie Boys, Herbert Grönemeyer oder das Elektronik-Urgestein Kraftwerk – auf mehr als acht Millionen Songs hat Christoph Lange Zugriff. Und nicht nur er. Jeder, der will, kann sich in Langes Musiksammlung umhören.

Denn der 27-Jährige hat seine Musikleidenschaft zur Profession gemacht. Mit dem von ihm mitgegründeten Dienst Simfy öffnet er den virtuellen Plattenschrank für jedermann – kostenlos, legal und mit einem Mausklick abzuspielen. Die Netz-Hits ertönen, ohne dass der Hörer sie auf PC oder Handy speichern muss.

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Streaming heißt die Technik, die den Datenstrom aus dem Netz direkt zum Nutzer spült. Sie ist dabei, unseren Musikkonsum grundlegender zu verändern, als es der Übergang von der Schallplatte zur CD oder gar zur MP3-Datei vermocht hätten. „Wir erleben gerade einen Paradigmenwechsel“, sagt Simfy-Gründer Lange. „Früher bedeutete der Besitz von Musik Verfügbarkeit, heute ist fast jeder Song überall auf der Welt im Netz verfügbar.“

Apple setzt auf iCloud

Denn im Zeitalter des Streamings wird Musik komplett virtuell. Statt der CD im Regal oder der MP3-Datei auf der Festplatte gibt es die digitale Jukebox im Web. Möglich macht es das sogenannte Cloud Computing, bei dem Programme und Daten auf riesigen Servern gespeichert und von dort jederzeit abrufbar sind. Laut einer Forsa-Umfrage hört bereits jeder zweite Deutsche unter 39 Jahren Musik im Netz.

Streaming verändert die gesamte Unterhaltungsindustrie: Mit der Technik können Nutzer auch Filme, Serien und Spiele über Computer, Smartphone und Fernseher aus dem Internet abrufen.

Nun will auch Steve Jobs, der mit iPod und iTunes schon bei der ersten Etappe der Digitalisierung das beliebteste Angebot erfand, dabei sein. Am Montag hat der Apple-Chef auf einer Entwicklerkonferenz in San Francisco das Streamingangebot iCloud vorgestellt: Wer künftig Musik im iTunes-Laden kauft, kann diese kostenlos auf Apples Cloud-Server speichern und so von allen Geräten abspielen.

Mit dem Musikdienst Lala, den Apple Ende 2009 gekauft hatte, besitzt der Konzern zudem das Werkzeug, um die Plattensammlung der Nutzer vollständig zu virtualisieren. Das Programm ermöglichen es Apple, auf Festplatten der Nutzer zu erkunden, welche Musik dort schon gespeichert ist. Für 25$ im Jahr können Nutzer so künftig bis zu 25.000 Titel ihrer Musiksammlung aus Apples iCloud abspielen. Apple hat dazu offenbar bereits Vereinbarungen mit den vier großen Plattenfirmen getroffen.

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