Apple Pay: Apples Bezahl-App auf dem Prüfstand

ThemaApple

Apple Pay: Apples Bezahl-App auf dem Prüfstand

Bild vergrößern

Besitzer von Apple-Geräten wie Mobiltelefonen und der Apple Watch können in den USA und Großbritannien in ausgewählten Läden mit Apple Pay bezahlen.

von Matthias Hohensee

Seit zehn Monaten läuft Apples Bezahldienst Pay in den USA. Beim Praxistest unter Realbedingungen ergaben sich ungeahnte Hindernisse.

Apple-Chef Tim Cook lässt keine Gelegenheit aus, sein Zahlungssystem Apple Pay anzupreisen. Kein Wunder: Sein Konzern verdient nicht nur bei jeder Transaktion mit, sondern kurbelt auch noch die iPhone-Umsätze an.

Denn das drahtlose, per Fingerabdruck gesicherte Zahlen funktioniert nur mit den beiden iPhone 6 Flaggschiff-Modellen, neueren iPads und der Apple Watch. Zehn Monate nach Einführung offerieren etwa 70 Händler an rund 700.000 Standorten Apple Pay.

Anzeige

Ich mache den Selbsttest an meinem kalifornischen Wohnort Santa Cruz. Meine American Express und meine Chase Visa Karte habe ich auf meinem iPhone 6 freigeschaltet. Beide Karten werden in der sogenannten Passbook App verwaltet. In der App kann ich auch festlegen, welche von ihnen die Standard-Bezahlkarte sein soll. In meinen Fall die Cash Blue Card von American Express.

Geschäfte im näheren Umkreis zu finden, die Apple Pay akzeptieren, ist gar nicht so einfach. Apple informiert zwar auf seiner Webseite, wie das System funktioniert – einfach Handy an den Kreditkartenscanner halten und dabei mit dem Finger den Fingerabdrucksensor berühren. Aber ein Verzeichnis der Händler oder deren Suche nach Postleitzahl wird nicht offeriert.

Das iPhone 6 wird sofort erkannt

Stattdessen listet Apple die Namen und Logos seiner Partner. Die kalifornische Supermarktkette Safeway, in der ich normalerweise einkaufe, ist nicht dabei. Auch die Elektronikhandelskette Best Buy ist nicht verzeichnet, dafür der Büroartikelhändler Staples. Dort beginnt mein Test mit dem Kauf von Filzstiften und Papier.

An der Kasse prangt auf dem Kreditkartenscanner prangt ein Schild mit dem Apple-Pay-Logo. Mein iPhone 6 wird auch sofort erkannt, ein Bild meiner American Express Karte leuchtet auf dem Display auf. Die Meldung „Fertig“ in einem runden Kreis bestätigt die Zahlung. Das sollte laut Apple-Werbung reichen.

Ist aber nicht der Fall. Ich müsse noch unterschreiben, fordert mich Kassiererin Nimisha auf, eine immer gut gelaunte Asiatin, bei der ich oft einkaufe. Warum? Schließlich liegt der Betrag weit unter den üblichen 50 Dollar, die sonst für eine Unterschrift nötig sind. „Wir brauchen auch den Nachweis per Papier, dass Sie eingekauft haben”, erklärt sie. Wie oft wird Apple Pay genutzt? „Sehr oft”, sagt Nimisha. „Von mir aber nicht.” Warum? „Ich habe nur ein einfaches Mobiltelefon, das iPhone ist mir zu teuer”.

Fazit Staples: 21.64 Dollar mit Apple Pay

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%