Apple-Tablet-Gerüchte: iTunes als Zeitungskiosk

KommentarApple-Tablet-Gerüchte: iTunes als Zeitungskiosk

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Mögliches Design von Apple Tablet-Computer, gefunden auf der Website gizmodo.com

von Sebastian Matthes

Seit Jahren träumen Apple-Fans von einem ultraflachen Apple-Tablet, einer Art iPhone in groß. Nun verdichten sich die Hinweise darauf, dass so ein Gerät tatsächlich herauskommt. Und schon träumen Medienmanager, das Gerät werde Verlage retten. Kann das funktionieren?

Es ist ein bisschen so, wie kurz vor der Einführung des iPhones: Seit Jahren spekulieren Apple-Fans über das neue Gerät. Und jahrelang wird von Apple dementiert, ein iPhone auch nur in Erwägung zu ziehen. Schließlich kommt es doch.

Nun verdichten sich die Anzeichen, dass es mit einem sogenannten Apple-Tablet-Rechner, einer Art iPhone im Magazinformat, ähnlich laufen könnte. Im ersten Halbjahr 2010 soll das neue Gerät herauskommen. Es soll, wie auch das iPhone, ständig mit dem Internet verbunden sein und mit einem hochauflösenden, sparsamen Display, zum neuen Standard für die Lektüre unterwegs werden.

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Wie das renommierte Technik-Blog Gizmodo berichtet, werde Apple dabei eng mit Verlagen zusammenarbeiten, darunter auch der New York Times. Kooperationen mit Unternehmen wie Noch-Businessweek-Verleger McGraw Hill bestehen zudem bereits: Apple will deren Bücher über den Software- und Musik-Shop iTunes anbieten.

Noch Platz für Gerät zwischen Laptop und iPhone

Gizmodo berichtet zudem, Apple habe unlängst Verlagsmanager ins Hauptquartier nach Cupertino eingeladen, um sich über deren Zukunftspläne informieren zu lassen. Das treibt nun die Fantasie der Apple-Fans und Verlagsmanager auf der ganzen Welt an.

Schon hoffen die ersten, das neue Gerät werde die angeschlagenen Verlage retten.

Zunächst einmal: Der Apple-Tablet-PC wird sehr wahrscheinlich ein Erfolg, weil im Markt zwischen Laptop und iPhone durchaus noch Platz für eine weitere Gerätegattung ist. Amazons Kindle und der Sony Reader versuchen sich hier zu etablieren. Doch Apple könnte eine Alternative zu diesen Lesegeräten für eBooks bieten.

Dass sich dieses Gerät allerdings zu einem Heilsbringer für Verlage entwickeln wird, ist höchst unwahrscheinlich.

Denn der neue Tablet-Apple - so schick er auch sein mag – wird immer ein Computer bleiben, immer eine Spur zu unhandlich, um darauf unterwegs Bücher, Magazine und Zeitungen zu lesen. Jeder, der Nachrichten in der Bahn oder auf dem Flughafen lesen will, kann das heute schon sehr bequem auf dem iPhone tun. Und ganze Zeitungsseiten passen sowieso nicht auf das Display. Das neue Gerät wäre allenfalls groß genug für Magazine.

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