Apple und Netflix: Warum die Streamer auf Eigenproduktionen setzen

Apple und Netflix: Warum die Streamer auf Eigenproduktionen setzen

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Netflix will künftig mehr auf eigene Filme und Serien setzen.

Netflix will in Zukunft deutlich mehr auf selbst produzierte Inhalte setzen. Und auch Apple soll an Plänen für eigene Filme und Serien arbeiten. Das hat gute Gründe.

Der Markt für Filme und Serien im Netz wächst. Jetzt steigt offenbar auch Apple als Produzent ein. Der iPhone-Konzern denkt laut Medienberichten über TV-Serien aus eigener Produktion nach.

Wie weit die Ambitionen des US-Unternehmens wirklich gehen, ist aber noch unklar. In den vergangenen Wochen habe Apple sondierende Gespräche in Hollywood geführt, heißt es. Laut einem ranghohen Manager aus der Entertainment-Branche sei das Ziel, Programme für einen eigenen Streaming-Dienst zu drehen, schrieb „Variety“. Bloomberg zufolge geht es um TV-Serien, Apple habe aber noch keine Entscheidung getroffen.

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Apple ist laut Medienberichten schon länger in zähen Verhandlungen über Rechte für TV-Programme in den USA. Ein neuer Online-Fernsehdienst, über den schon lange spekuliert wird, ist immer noch nicht gestartet. Der Konzern produzierte bereits selbst Werbe- und Musikvideos. Mit fast 200 Milliarden Dollar auf der hohen Kante hätte Apple mehr als genug Geld, um die Branche aufzumischen.

Wissenswertes über Netflix

  • Alternative zu Videotheken

    Die Netflix-Gründer Reed Hastings und Marc Randolph wollte eine Alternative zu den Videotheken aufbauen. 1997 fingen sie an, DVDs online zu verleihen – ohne Säumnisgebühren, die viele Nutzer nervten. Später führte das Unternehmen eine Flatrate ein.

  • Online-Dienst als zweites Standbein

    2007 führte das Unternehmen einen Online-Dienst ein, Nutzer konnten die Filme auch übers Internet streamen. Für dieses Nebenprodukt verlangt Netflix seit 2011 auch Geld – erst empörten sich die Nutzer darüber, dann arrangierten sie sich damit.

  • Den Vorlieben der Nutzer auf der Spur

    Netflix hat einen Algorithmus entwickelt, um die Vorlieben der Nutzer genau erfassen und passende Genres vorschlagen zu können. Das Unternehmen wertet zudem aus, welche Serien und Filme besonders häufig illegal heruntergeladen werden.

  • Einladung zum „Binge Watching“

    Der Online-Dienst bietet alle Folgen einer Serie auf einen Schlag an – wer will, kann beispielsweise ein ganzes Wochenende mit der neuen Staffel von „House of Cards“ verbringen. Experten sprechen vom „Binge Watching“, also einer Art „Koma-Gucken“.

  • Schlagzeilen mit Eigenproduktionen

    Netflix bietet größtenteils bereits ausgestrahlte Filme und Serien an, bemüht sich aber verstärkt um Eigenproduktionen. Die bekannteste ist wohl die hochgelobte Politserie „House of Cards“ mit Schauspieler Kevin Spacey. Auch Anbieter wie Amazon gehen inzwischen diesen Weg.

Mit eigenen Serien oder Filmen würde Apple zum Wettbewerber für Streaming-Konkurrenten von Netflix oder Amazon werden. Die produzieren bereits eigene Inhalte, die wie "House of Cards" und "Transparent" schnell zu Kritiker- und Publikumslieblingen wurden.

Netflix künftig ohne Epix

Der Erfolg der eigenen Produktionen macht offenbar selbstbewusst. Am Montag gab Netflix bekannt, dass es den Vertrag mit dem TV-Kabel- und Satellitenprogramm Epix Ende September auslaufen lässt. Filme wie der Blockbuster "Transformers" werden dann bei dem Dienst nicht mehr zu sehen sein.

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Dadurch spart sich der Dienst nicht nur teure Lizenzgebühren. „Durch unsere eigenen Filme und einige innovative Lizenz-Vereinbarungen mit verschiedenen Filmstudios verfolgen wir das Ziel, ein besseres Film-Erlebnis zu bieten“, sagte Ted Sarandos, Manager im Bereich der Programmgestaltung des Unternehmens, der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Im Klartext: Im härter werdenden Kampf der Streaming-Portale helfen nur Alleinstellungsmerkmale, um Kunden zu gewinnen. Die bekommen die Anbieter nur, wenn sie eigene Inhalte produzieren – oder exklusive Deals schließen.

Einen solchen hat Netflix offenbar für das kommende Jahr in der Tasche: Dann soll der Streaming-Dienstleister die Rechte haben, um Walt-Disney-Filme nach Kinostart exklusiv zu zeigen. Außerdem plant das Unternehmen, mit dem amerikanischen Animationsstudio DreamWorks Animation SKG Inc. Shows zu entwickeln.

Im Juni 2016 soll laut Netflix die Produktion des Satire-Films „War Machine“ beginnen. In einer der Hauptrollen: Hollywood-Star Brad Pitt.

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