Apples iPhone: Deutsche Entwickler profitieren vom Apps-Boom

Apples iPhone: Deutsche Entwickler profitieren vom Apps-Boom

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Sophia Teutschler verkauft ihr App Groceries 400- bis 600-mal täglich

von Thomas Stölzel

Apple hat mit seinen Apps einen Boom bei Minicomputerprogrammen ausgelöst, die auf dem Kulthandy iPhone laufen. Davon profitiert auch eine kleine, aber feine Softwareszene in Deutschland.

Sophia Teutschler nippt an ihrem Gewürztee, tippt für die meisten Menschen unverständliche Befehle in ihr mattsilbernes Notebook, nippt wieder am Tee. Das Café in der Mannheimer Innenstadt, in das sie sich derzeit oft zum Arbeiten zurückzieht, ist in den vergangenen Monaten so etwas wie ihr zweites Büro geworden. Hier schreibt die Jungunternehmerin an kleinen Programmen, die Menschen rund um den Globus nutzen, die gerade die IT-Welt revolutionieren, die sich vermehren wie Keime in der Nährlösung.

Sophia Teutschler entwickelt Apps, jene Miniprogramme, deren Name einfach nur die Kurzform von Application (zu Deutsch: Anwendung) ist. Sie stehen für die kleinen Datenwunder, die in kaum noch überschaubarer Zahl aus Apples Kulthandy iPhone quellen. Inzwischen nennen auch Konkurrenten wie der Blackberry-Hersteller Research in Motion ihre Miniprogramme so.

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Als der kalifornische iPhone-Hersteller Apple vor eineinhalb Jahren seinen App Store, der die Apps vertreibt, online schaltete, startete er einen regelrechten Rausch. Und das nicht nur in den USA, dem Mutterland des iPhone, sondern auch in Deutschland.

Am 1. November konstituierte sich hierzulande fast unbemerkt von der Öffentlichkeit die erste Branchenvereinigung, der Verband der iPhone-Entwickler deutschsprachiger Apps, kurz Vieda. Binnen weniger Wochen schwoll der Verband auf 70 Mitgliedsunternehmen an – so viele, dass es selbst die Initiatoren überraschte. Die Mehrzahl sind kleine Firmen mit zwei bis drei Mitarbeitern, die wie Softwareentwicklerin Teutschler eifrig den App Store von Apple benutzen, um ihre Programme für das iPhone weltweit und fast ohne logistischen Aufwand zu vermarkten.

Die Nachfrage ist gigantisch. Inzwischen haben iPhone-Besitzer rund um den Globus mehr als drei Milliarden Apps auf ihre Mobiltelefone geladen. Insgesamt stehen im App Store heute mehr als 125 000 Programme – für Geld oder kostenlos – zur Auswahl: Apps für 5,99 Euro, die aus dem iPhone ein Navigationsgerät machen; kostenlose Apps, die für jede Gelegenheit ein Kochrezept parat haben, selbst Apps, die Scharfschützen helfen, die Flugbahn einer Kugel zu berechnen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, auch in Deutschland nicht.

Der Seewetterdienst iSeeWetterPro, das Lern-App iFahrschule, das Weltraumspiel Bomb Commander, das Online-Banking-App iOutBank, mittlerweile gibt es unzählige iPhone-Programme deutscher Herkunft. Nur die wenigsten stammen von Großkonzernen wie Bahn, Post und BMW oder von Medien wie der „Bild“-Zeitung oder dem „Handelsblatt“.

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