Apps: Warum Smartphone-Spiele süchtig machen können

Apps: Warum Smartphone-Spiele süchtig machen können

Mit dem Smartphone und einigen guten Spiele-Apps wird jede langweilige Bahnfahrt spannend. Aber - viele Spiele haben ein hohes Suchtpotential. Vier Gründe, warum Smartphone-Spiele abhängig machen.

Wer in der Bahn sitzt, einen langweiligen Film schaut oder sich einfach nur die Zeit vertreiben will, der greift schnell zum Smartphone. Tausende Apps machen unser Leben spannender und vertreiben uns mit Spielen die Zeit. Erst kürzlich wurde das beliebte Spiel "Flappy Bird" aus dem App-Store gelöscht. Der Grund: Es mache zu "süchtig".

Doch woran liegt das? Es gibt viele Theorien, doch in einem Punkt sind sich die Wissenschaftler und Analysten einig: Das Gehirn schüttet bei jedem Erfolgserlebnis, wenn sich zum Beispiel eine Reihe bei Tetris auflöst, einen Dopaminschwall aus. Dopamin löst ein Gefühl der Zufriedenheit aus, deshalb wollen wir das Spiel immer wieder spielen.

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Neuer App-Kult „Flappy Bird“ schließt wegen zu großem Erfolg

Die Spiele-App „Flappy Birds“ für Smartphones hat nicht nur die Nutzer an den Rand des Wahnsinns getrieben. Dem Macher ist der Hype um sein simples Spielchen zu groß geworden.

Flappy Bird – per Tippen wird der Vogel in der Luft gehalten. Quelle: Screenshot

Das Wall Street Journal (WSJ) hat vier Experten-Theorien zusammengestellt und die Gründe aufgezählt, die unser Gehirn beeinflussen und uns signalisieren "Davon will ich mehr".

1. Die Liebe zu Gesichtern

Viele Spiele auf unseren Smartphones werden von kleinen Figuren dominiert, die menschlich wirken. Sie haben niedliche Babystimmen, wie die von Angry Birds. Oder eine Karotte mit Gesicht. „Wenn etwas ein Gesicht hat, können wir viel schwieriger davon lassen. Wir sind quasi darauf gepolt", sagt Karen Collins, Professorin am Spieleinstitut der Waterloo-Universität im kanadischen Ontario, dem WSJ. „Wir wissen zwar, dass rein logisch gesehen diese Dinge nicht real sind. Aber wir bauen dennoch eine emotionale Verbindung auf. Bei ‚Farm Heroes' sagt irgendwas in unseren Köpfen ‚Wir können diese kleinen Gemüsesorten nicht einfach im Stich lassen!'" Diese Art der Vermenschlichung nennt sich Anthropomorphisierung.

2. Die Liebe zu Mustern

Wir lieben es, wenn wir bestimmte Muster finden müssen. Egal ob bei Tetris oder bei "Dots", wo wir bunte Kügelchen erkennen sollen. Charles Mauro ist Human Factors Engineer und hat ausführlich zu Smartphone-Spielen geforscht. Er erklärt dem WSJ, dass Menschen sich so entwickeln, dass sie als erstes Muster in der Umgebung wahrnehmen, bevor sie sich auf Details konzentrieren. An diesem Punkt setzen die Spiele an. Das bestätigt auch die Neurologin Judy Willis. Sie sagt, dass es uns Freunde macht, wenn wir Muster finden, aber auch, wenn alleine nur die Möglichkeit besteht, welche entdecken zu können. So zum Beispiel in "Candy Crush".

Auch wenn wir nur zwei rosafarbige Kacheln nebeneinander sehen, ist das genug. Wir hoffen, dass noch eine weitere passende Form irgendwo auftaucht und das bereitet uns Freude. „Die Suche nach Mustern dreht sich ausschließlich um gute Vorhersagen", sagt Willis. „Am Ende wird das Spiel am häufigsten gespielt, das seine Spieler regelmäßig vor die Aufgabe stellt, Prognosen zu treffen und dafür auch sofort Feedback zu bekommen."

3. Die Liebe zur Verbesserung

Wir wollen weder ein einfaches Spiel spielen, noch eins, dass wir nicht meistern können. Es muss die gute Mitte sein. Ein Spiel, dass uns die Option gibt "bei jedem neuen Versuch etwas besser zu scheitern". Das zeigt: "Wir können uns verbessern" und spornt uns damit umso mehr an. Es ist eine "erreichbare Herausforderung", sagt Willis. Und wenn wir sie bestehen, wird Dopamin freigesetzt.

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4. Die Liebe zu digitalen Welten, die ähnlich sind wie unsere

„Die Menschen können sich leichter auf ein Stück Software einlassen, wenn es in ihren Augen näher an der realen als an der digitalen Welt ist", sagt Asher Vollmer, Entwickler von „Threes!" dem WSJ. Diese Spiele machen mehr Spaß und sind einfacher zu lernen.

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