Ballmer-Nachfolge: Die Suche nach dem neuen Microsoft-Chef geht weiter

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Ballmer-Nachfolge: Die Suche nach dem neuen Microsoft-Chef geht weiter

, aktualisiert 24. Januar 2014, 09:30 Uhr
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Microsoft steigert seinen Gewinn - und die Chefsuche geht weiter.

von Matthias Hohensee

Der Verkaufserfolg der neuen Spielekonsole Xbox One hat Microsoft ein glänzendes Weihnachtsquartal beschert. Nicht erfüllt wurden indes die Hoffnungen auf Neuigkeiten bei der Chefsuche.

Es war sehr ungewöhnlich, als Steve Ballmer im August seinen Rückzug als Chef von Microsoft bekanntgab, ohne einen Nachfolger zu benennen. Noch seltsamer ist, dass die Hängepartie beim immerhin größten Softwarekonzern der Welt nun schon seit einem halben Jahr andauert. Analysten hatten darauf gehofft, bei der Bekanntgabe der Zahlen des Jahresendquartals Hinweise zu bekommen, wann die Suche zu Ende sein wird. Vielleicht sogar die Bekanntgabe des neuen Unternehmenschefs. Denn die ist überfällig.

Ballmer-Nachfolge Ford-Chef ist wohl aus dem Rennen

Eigentlich galt Alan Mulally als großer Favorit auf den Chefposten bei Microsoft. Nun stellte er klar, dass er auf jeden Fall bis Ende 2014 bei Ford bleiben will. Das Rennen um die Ballmer-Nachfolge bleibt spannend.

Alan Mulally und Steve Ballmer, scherzen auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas im Oktober. Mulally wird nun wohl doch nicht in Ballmers Fußstapfen treten. Quelle: AP

Doch die Hoffnungen wurden enttäuscht. Neuheiten zur Nachfolgesuche für Firmenchef Ballmer gab es keine. Dafür gab das Unternehmen bekannt, dass der Umsatz des Konzerns um 14 Prozent auf 24,5 Milliarden Dollar (17,9 Milliarden Euro) gestiegen ist. Der Gewinn legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3 Prozent auf 6,6 Milliarden Dollar zu. Die Investitionen in Geräte und Services zahlten sich aus, erklärte der scheidende Konzernchef Steve Ballmer. Die Börsianer hatten nicht damit gerechnet, dass sich Microsoft so gut schlägt. „Ein sehr schönes Quartal“, lobte ein Analyst in der Telefonkonferenz mit Finanzchefin Amy Hood. Diese erwartet, dass der gute Lauf bisweilen anhält. Die Aktie stieg nachbörslich um 4 Prozent.

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Weg vom reinen Software-Anbieter

Die Xbox One war im November herausgekommen - zeitgleich mit dem ebenfalls sehr erfolgreichen Konkurrenzgerät Sony Playstation 4. Microsoft lieferte 3,9 Millionen Stück im Quartal aus plus 3,5 Millionen vom Vorgänger Xbox 360. Microsoft hatte beim firmeneigenen Tablet-Computer Surface ebenfalls passend für das Weihnachtsgeschäft neue Modelle herausgebracht. Der Erfolg war eine Verdopplung des Umsatzes zum Vorquartal. Allerdings war auch das Ausgangsniveau vergleichsweise niedrig. Der Surface ist ein Konkurrenzprodukt zu Apples iPad oder Samsungs Galaxy Tab.

Microsoft steckt mitten im Wandel weg vom reinen Anbieter von Software. Deshalb übernimmt der Konzern auch das Handygeschäft der finnischen Nokia. Deren Lumia-Smartphones laufen ohnehin schon mit Microsoft-Software. „Wir sehen Wachstum bei Windows Phone“, sagte Hood. Das Betriebssystem ist - wenn auch mit großem Abstand - inzwischen die Nummer drei nach Android und Apples iOS.

Durch die breitere Aufstellung konnte Microsoft im abgelaufenen Quartal auch ein etwas schwächeres Geschäft mit dem einstmals wichtigsten Geldbringer Windows ausgleichen. Microsoft bekommt bei dem Betriebssystem die schrumpfenden PC-Verkäufe an Privatkunden zu spüren. Bei den Firmenkunden macht sich dagegen positiv bemerkbar, dass viele vom alten Windows XP auf neuere Windows-Varianten umsteigen. Denn Microsoft stellt im April die Versorgung mit Updates für das veraltete System XP ein.

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