Berichte über hohe Rechnungen: Hacker nehmen die Fritz!Box ins Visier

Berichte über hohe Rechnungen: Hacker nehmen die Fritz!Box ins Visier

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Die Router Fritz!Box von AVM sind derzeit das Ziel von Hackerangriffen. Im Bild ist eine Fritz!Box Fon WLAN 7050 zu sehen.

Auf die Fritz!Box-Router von AVM gibt es laut Medienberichten derzeit immer wieder Angriffe von Hackern. Betroffene erhalten dann plötzlich horrende Rechnungen, die sie sich nicht erklären können.

Offensichtlich haben es Hacker auf die in Deutschland weit verbreiteten Fritz!Box-Router abgesehen. Besitzer berichten von rätselhaften Anrufen, die sie sich nicht erklären können. So zitiert etwa der "Spiegel" einen Betroffenen, von dessen Festnetzanschluss aus Hunderte Anrufe getätigt wurden, von denen viele nur eine Sekunde dauerten. Angerufen wurde ein Anschluss, der der Vorwahl nach auf den Falkland-Inseln liegt.

Bei einer Untersuchung seines Fritz!Box-Internetrouters stellte der junge Mann fest, dass jemand zwei virtuelle IP-Telefone darauf eingerichtet hatte, von denen die dubiosen - und kostspieligen - Anrufe ausgingen. Als der Betroffene seinen Provider Unitymedia kontaktierte, erfuhr er, dass er nicht der einzige Betroffene war. Dort zeigte man sich kulant und übernahm die Kosten.

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Auch Kunden anderer Provider sind Medienberichten und Foreneinträgen zufolge betroffen. Nachdem die Fritz!Box eines 1&1-Kunden gekapert wurde, soll innerhalb einer halben Stunde eine Telefonrechnung in Höhe von 4200 Euro zusammengekommen sein. Urban Bastert von AVM bestätigte dem "Spiegel", es gebe einige Dutzend Fälle, die man derzeit nicht auf bestimmte Anbieter oder Regionen einschränken könne. Unitymedia erklärte, es sei unbekannt, wer hinter der Telefonabzocke stecke. Man gehe davon aus, dass "Kriminelle Anrufe zu Destinationen veranlasst haben, an deren Umsätzen sie vor Ort mitverdienen".

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Wie die Hacker auf die Router gelangen konnten, ist laut AVM noch unklar. Die Täter müssten nicht nur die Zugangskennungen der Router kennen, sondern auch Verbindungsdaten, Passwörter und Kennungen für den Fernzugriff. Wie sie an die Daten herangekommen seien, werde aktuell untersucht. Dabei arbeite man eng mit den Ermittlungsbehörden zusammen. Vermutet wurde in diversen Internetportalen ein Zusammenhang mit einer kürzlich bekannt gewordenen Liste des BSI von 16 Millionen gehackten E-Mail-Konten. Laut Informationen des Portals "PC-Magazin" fanden sich einzelne betroffene Fritz!Box-Nutzer dort aber nicht wieder.

Das Unternehmen hat für Fritz!Box-Besitzer einen Sicherheitshinweis veröffentlicht. AVM empfiehlt dort allen Fritz!Box-Anwendern, den Internetzugriff über HTTPS abzuschalten, um so den Fernzugriff zu deaktivieren. Außerdem gibt es auf der Website eine detaillierte Anleitung zur Überprüfung, ob auf das System zugegriffen wurde. Als Gegenmaßnahme sollten unter anderem unbekannte IP-Telefone gelöscht und die Zugangsdaten geändert werden.

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