Betriebssystem : Microsofts unlösbare Aufgabe Windows 8

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Betriebssystem : Microsofts unlösbare Aufgabe Windows 8

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Ein Besucher probiert in Berlin auf einer Veranstaltung zum Verkaufsstart von Windows 8 das neue Betriebssystem des Softwarekonzerns Microsoft.

von Thomas Kuhn

Totaler Fehlschlag oder großer Erfolg? Ein halbes Jahr nach dem Vertriebsstart ist das Urteil über Windows 8 tief gespalten. Warum es so kommen musste. Und, wie es mit Windows nun weiter geht.

Es ist der Fluch des Erfolges: Je besser sich ein Produkt in der Vergangenheit verkauft hat, je mehr Kunden es bereits benutzen, je weiter es im Markt schon verbreitet ist, desto schwerer wird es für den Hersteller, in Zukunft noch mehr davon unters Volk zu bringen. Irgendwann bekommt die schönste Wachstumskurve einen hässlichen Knick.

Es gibt kaum eine Branche und kaum ein Produkt, das von dieser Entwicklung, nicht schon betroffen war. Irgendwann hatte jeder Deutsche einen VW-Käfer, jeder Haushalt einen Fernseher, jeder Manager einen Laptop, jeder Koffein-Junkie seine Espresso-Maschine. Auf Wachstum folgt – bestenfalls – Austausch in einem gesättigten Markt. Und ist es ein großer Markt, dann ist es ein ebenso großes Austausch-Geschäft.

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In einer Welt, die den digitalen Durchmarsch des Personal Computers erfolgreich durchlaufen hat, ist es für den Anbieter des dominierenden Betriebssystems dieser elektronischen Revolution nicht anders. Genau in diesem Dilemma steckt Microsoft mit seinem aktuellen Betriebssystem Windows 8. Die Windows-Plattform ist nach wie vor der Motor des PC-Zeitalters, sie verkauft sich zig-Millionen-mal.

Microsoft setzt Milliarden von Dollar damit um – alleine 5,8 Milliarden Dollar im ersten Vertriebsquartal nach dem Windows-Start im Oktober vergangenen Jahres und ein Plus von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Und die Zahlen Ende des ersten Quartals 2013 werden natürlich wieder zehnstellig sein.

Das sind Absatz- und Umsatzzahlen, nach denen sich so mancher Großkonzern die Finger leckte. Warum also reißt dennoch die Kritik nicht ab, dass Windows 8 für den Softwareriesen aus Redmond alles andere als Erfolg sei, dass der Absatz eigentlich enttäusche und das neue Windows im Grunde sogar ein Fehlschlag für Konzernchef Steve Ballmer?

Weil Windows 8 die Antwort auf die Frage nach dem künftigen Wachstum eben noch nicht gibt, sondern bestenfalls andeutet. Im Januar vermeldete Microsoft in seinem Unternehmens-Blog, dass der Absatz des neuen Windows mit rund 60 Millionen Stück seit Marktstart in etwa auf dem Niveau des Vorgängers Windows 7 läge.

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