Betriebssystem: Windows 8 startet zu schnell

Betriebssystem: Windows 8 startet zu schnell

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Ungewöhnliche Probleme eines Betriebssystems. Der Bootvorgang von Windows 8 ist so kurz, dass der Nutzer Probleme hat das Bios aufzurufen

Quelle:Golem

Windows 8 kann auf entsprechender Hardware in weniger als 8 Sekunden booten. Dabei bleibt zu wenig Zeit, um den Bootvorgang zum Sprung ins Bios, ins UEFI-Menü oder in die Startauswahl von Windows zu unterbrechen.

Auf einem für Windows 8 entwickelten PC bleiben nur etwa 200 Millisekunden, um den Bootvorgang durch Drücken von F2, F8 oder F12 zu unterbrechen und so beispielsweise ins UEFI-Menü zu gelangen. Die Zeitspanne ist so kurz, dass es zur Glückssache wird, den richtigen Moment abzupassen, selbst dann, wenn man so schnell wie möglich auf die Tastatur hämmert.

Microsoft hat sich daher etwas Neues ausgedacht, um Nutzern den Aufruf von Boot-Optionen zu erleichtern. Zunächst einmal wurden alle Optionen, die beim Booten zur Verfügung stehen, in einem Menü zusammengefasst. Hier stehen Mittel zur Problemlösung bei Startschwierigkeiten ebenso zur Verfügung wie Boot-Optionen für Entwickler, die ihr System mit nichtsignierten Treibern starten wollen. Auch das Booten von anderen Geräten wie USB-Sticks oder von alternativen Betriebssystemen ist hier möglich.

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Die Möglichkeit, aus dem Boot-Optionen-Menü heraus von einem USB-Stick zu booten, steht allerdings nur auf Systemen mit UEFI zur Verfügung, da diese Funktion hier per Software ausgelöst werden kann. Auf älteren Systemen mit Bios muss der Bootvorgang weiterhin per F2 oder F12 unterbrochen werden.

Alternativ kann aus den Boot-Optionen heraus auch in die UEFI-Firmware hinein gestartet werden.

Boot-Optionen erscheinen bei Fehlern automatisch

Kann der Bootvorgang von Windows 8 wiederholt nicht abgeschlossen werden, zeigt das System automatisch das neue Menü mit Boot-Optionen an. Dieser automatische Fallback-Mechanismus soll auch dann greifen, wenn Windows zwar fertig bootet, dann aber unbenutzbar ist, weil beispielsweise ein Treiber nicht richtig funktioniert und der Login-Bildschirm schwarz bleibt. Windows 8 will dazu algorithmisch feststellen, ob eine solche Situation bei mehrmaligem Booten wiederholt auftritt.

Das Menü mit den Boot-Optionen wird im Windows Recovery Environment (WinRE) ausgeführt, das vom eigentlichen Windows-System komplett getrennt und mit eigenen Treibern ausgestattet ist. So bleibt WinRE von möglichen Veränderungen des Systems unberührt.

In einigen Situationen startet Windows 8 bei Problemen nicht in das Menü Boot-Optionen, sondern ruft direkt die für den jeweiligen Fall notwendigen Reparaturwerkzeuge auf. Das gilt beispielsweise dann, wenn die Kern-Boot-Sequenz nicht abgeschlossen werden kann. In diesem Fall versucht Windows 8, ein zweites Mal zu booten. Klappt auch das nicht, wird Windows RE gestartet und dort direkt das "Startup Repair Tool" aufgerufen. Nutzer können aber weiterhin von hier aus zu allen anderen Boot-Optionen gelangen.

Da dieser Ansatz durchaus dazu führen kann, dass die Boot-Optionen auch dann erscheinen, wenn sie gar nicht benötigt werden, hat Microsoft an die erste Stelle des Menüs den Schalter "Continue" gesetzt, mit dem der Boot-Vorgang fortgesetzt werden kann.

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