Bewertungsportal: Yelp siegt vor Gericht

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Yelp-CEO Jeremy Stoppelman

von Oliver Voß

Die US-Bewertungsplattform Yelp, die 2013 den deutschen Konkurrenten Qype übernommen hat, hat vor Gericht zwei Etappensiege errungen..

Die Landgerichte in Berlin und Hamburg haben nach einem Bericht der WirtschaftsWoche Yelp Recht gegeben. Die Berliner Richter werteten das Filtern von User-Meinungen als zulässige Meinungsäußerung.
Yelp steht in der Kritik, weil sich nach der Übernahme von Qype die Bewertungen vieler Läden und Lokale verschlechtert haben. Yelp hatte Tausende Beiträge als „momentan nicht empfohlen“ ausgefiltert. Yelp-Chef Jeremy Stoppelman will so gegen gefälschte Bewertungen vorgehen. Doch Betroffene klagen, dass die Software auch nachweislich echte Kundenmeinungen aussiebt.
In mindestens 20 Fällen sind Bewertete dagegen vorgegangen und haben mehr als ein Dutzend Einstweilige Verfügungen erwirkt. Trotz der beiden Siege vor Gericht geben sich die Anwälte der Kläger nicht geschlagen, denn ein Großteil der Fälle steht noch aus. Viele der Ende 2013 erlassenen Verfügungen wurden Yelp nach Angaben zweier Anwälte bis heute nicht zugestellt. Da die Zentrale in Dublin sitzt, mussten die Entscheidungen ins Englische übersetzt und per diplomatischer Zustellung nach Irland geschickt werden.
In einem der verhandelten Fälle ging es dagegen erstaunlich schnell. „Yelp hat beim Landgericht Hamburg Widerspruch eingelegt, bevor die Verfügung zugestellt war“, sagte der Hamburger Anwalt Hendrik Sievers der WirtschaftsWoche. Er vermutet dahinter eine gezielte Strategie. „Yelp hat sich die Fälle rausgepickt, in denen die Sachverhalte nicht so krass waren“, sagte Sievers. Fälle, in denen die Verzerrungen eindeutig seien, stünden noch aus. Yelp wollte sich gegenüber der WirtschaftsWoche zu den laufenden Verfahren nicht äußern.

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2 Kommentare zu Bewertungsportal: Yelp siegt vor Gericht

  • Der Yelp Algorhitmus ist ein Witz. Wer nur gelegentlich etwas Bewertet und sich dort nicht weiter beteiligt, wird als potentieller Betrüger gebrandmarkt.

    Was aber will ich auf einer Plattform wie Yelp? Genau, ich will dort meine Meinung sagen. Danach bin ich damit fertig. Mein Leben besteht auch noch aus anderen Dingen als aus shoppen gehen und Bewertungen schreiben.

    Genau genommen sehe ich eine Bewertung nur dann für nötig, wenn ein Laden mehrfach sehr negativ oder sehr positiv aufgefallen ist. Alles was okay ist, muss ich dort doch nicht eintragen.

    Wenn ich aber befürchten muss, das meine einzelnen Bewertungen dort nicht berücksichtigt werden, habe ich keine Lust, dot etwas zu bewerten.

    Ich würde es OK finden, wenn Yelp z.b. Systeme wie Postident anbieten würde, um mich zu identifizieren, solange es für mich kostenlos ist. Aber meine Schreibarbeit der Gnade eines Algorhitmus zu überlassen, sehe ich nicht ein.

    Yelp mag zwar vor Gericht gewinnen, aber vor meinem Urteil kann sie das nicht verschonen: Ich werde weder dort Meinungen schreiben, noch werde ich dort Meinungen und Bewertungen anderer abrufen.

    Was man braucht, ist eine gute Alternative. Ich hoffe da tut sich was auf dem Markt.

  • Desweiteren können Premium-Kunden (mehrere 100€ im Monat) negative Kommentare ausblenden lassen. Text lautet "Die Beiträge unten werden nicht in der gesamten Sternchen-Bewertung für das Geschäft berücksichtigt."

    Hoffentlich verschwindet Yelp bald vom Markt !

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