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exklusiv Bigpoint-Chef Heiko Hubertz: "Ein Spieler kostet heute drei Euro und mehr"

von Oliver Voß

Heiko Hubertz, Chef des Computerspiele-Anbieters Bigpoint, will mehr Werbung platzieren und setzt auf ein altes Geschäftsmodell der realen Spielhallen.

Heiko Hubertz Quelle: Arne Weychardt für WirtschaftsWoche
Heiko Hubertz ist Chef des Computerspiele-Anbieters Bigpoint Quelle: Arne Weychardt für WirtschaftsWoche

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WirtschaftsWoche: Herr Hubertz, Sie waren einer der Ersten, die Gratisspiele im Internet anboten und nur am Verkauf von Zusatzfunktionen verdienten. Jetzt kopieren immer mehr Wettbewerber Ihr Modell. Wird es zum Standard der ganzen Branche?

Hubertz: Ja, in zwei, drei Jahren könnte die Branche mehr mit dem Verkauf von virtuellen Gegenständen verdienen als im klassischen Spieleverkauf.

Wie wollen Sie sich gegen die neue Konkurrenz behaupten?

Mit unserem Spiel Gameglobe zum Beispiel. Da versuchen wir etwas Neues und holen ein Geschäftsmodell hervor, das die Spielhallen in den Achtzigern hatten. Wenn man damals im Spiel gestorben ist, hat man eine Mark in den Automaten gesteckt und konnte weiterspielen. Genauso ist es bei Gameglobe.

Das Computerspiel "Crysis 2" ist ein Ego-Shooter und aufgrund seiner Brutalität stark umstritten. Trotzdem gewann es am Donnerstagabend den Deutschen Computerspielpreis. Das Spiel wurde über drei Millionen Mal verkauft, steht aber nicht mehr in den Top Ten der meistverkauften Spiele. Die WirtschaftsWoche wirft einen Blick auf das aktuelle Ranking.

Bild: dpa

Bigpoint hat jetzt 280 Millionen Nutzer. Können Sie die Zahl überhaupt noch steigern?

Mehr Nutzer wollen wir immer, aber die Akquise ist sehr teuer geworden. Der Markt wird ja mit Spielen überflutet, und die Nutzer werden entsprechend umworben. Vor zwei Jahren hat man für einen Nutzer einen Euro bezahlt, heute kostet der drei Euro und mehr. Inzwischen ist es wichtiger, sich um die bestehenden Nutzer zu kümmern, als neue Spieler einzukaufen. Wenn ein Nutzer aufhört, ein Spiel zu spielen, muss ich ihm ein anderes anbieten, damit er nicht weggeht.

Was bringt Ihnen ein Nutzer im Schnitt ein?

Ein zahlender Nutzer bringt uns 20 bis 30 Euro pro Monat. Doch leider zahlt ja nur ein kleiner Teil für zusätzliche virtuelle Güter.

Zahlen denn heute mehr Spieler Geld als früher?

Nein, der Wert ist ziemlich konstant. Es ist zwar von Spiel zu Spiel und Land zu Land sehr unterschiedlich, aber im Schnitt zahlen etwa zehn Prozent der Nutzer.

Bigpoint gehört mit monatlich fast 100 Millionen Besuchern zu den zehn erfolgreichsten Internet-Seiten in Deutschland. Im Frühjahr war es die Hälfte, woher kommt der plötzliche Anstieg?

Wir haben erst in diesem Jahr wieder angefangen, die Besucher zählen zu lassen. Dazu müssen wir in alle Spiele sogenannte Zählpixel einbauen, die sind noch nicht überall, da ist also noch Potenzial.

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1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 22.10.2012, 19:38 Uhruser

    was dieser mensch hier schreibt ist ne glatte lüge...die user werden bis auf den letzten cent ausgequetscht (es gibt wahnsinnig viele user die mehrere hundert euro im monat in eines der angebotenen spiele investieren),die spiele sind nicht nur sagenhaft teuer sondern auch ohne ende verbottet-(es sind unzählige botprogramme die genutzt werden-es gibt admins die im unternehmen beschäftigt werden die für geld-was in die eigene tasche fließt-usern etliche sachen verkaufen die für das spiel wichtig sind usw... und das aller grösste problem ist das der obrigkeit bekannt ist und nichts wird unternommen...desweiteren laufen die meisten spiele fast nie (alle packete wie premium, rabattpackete die man für echtgeld kauft können durch den lausigen spielbetrieb nicht genutzt werden) man könnte unendlich weiter schreiben über dieses unternehmen aber es wird nicht bringen...
    gruß einer von vielen hunderten unzufriedenen usern

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