Bigpoint-Chef Hubertz : "Es sind viele neue Anbieter dazugekommen"

InterviewBigpoint-Chef Hubertz : "Es sind viele neue Anbieter dazugekommen"

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Heiko Hubertz ist Chef des Computerspiele-Anbieters Bigpoint

von Meike Lorenzen

Bigpoint-Geschäftsführer Heiko Hubertz hat angekündigt, 120 Mitarbeiter seines Unternehmens entlassen zu müssen. Ähnlich geht es Vertretern der Konkurrenz. WirtschaftsWoche Online verriet er, wie es soweit kommen konnte und wie er die Zukunft der Browser-Spiele-Branche sieht.

WirtschaftsWoche: Herr Hubertz, wir haben erst vor wenigen Wochen mit Ihnen gesprochen. Seit dem hat sich einiges bei Bigpoint getan. Wie ging es Ihnen an dem Tag, an dem Sie verkünden mussten, dass 120 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen werden?

Heiko Hubertz: Das war ein schwerer Schritt. Ich leite seit zehn Jahren das Unternehmen und habe in dieser Zeit niemals betriebsbedingt kündigen müssen. Aber meine Gefühle sind hier sicher zweitrangig. Viel wichtiger sind die betroffenen Mitarbeiter.
Wie konnte es soweit kommen?
Wir konnten im vergangenen Jahr ein starkes Wachstum verzeichnen. Daraufhin haben wir kräftig eingestellt, da wir davon ausgegangen sind, dass wird 2012 so weiter gehen. Aber so ist es leider nicht gekommen. Daher mussten wir in den USA und im Headquarter in Hamburg Personal abzubauen.
Wie stark ist das Umsatzwachstum in diesem Jahr eingebrochen?
Konkrete Zahlen geben wir derzeit noch nicht bekannt.

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Lässt sich mit Browser-Spielen noch Geld verdienen oder sind die fetten Jahre vorbei?
Die Branche befindet sich in einer Konsolidierungsphase. Wir sind nicht alleine betroffen. Auch Zynga musste Entlassungen bekannt geben. Ähnlich sieht es bei Habu Hotel aus.
Wie kann es wieder aufwärts gehen?
Der Markt wächst insgesamt weiter. Allerdings sind viele neue Anbieter hinzugekommen.
Künftige Arbeitgeber für jene, die nun ihren Job verloren haben?
Gerade für die Grafiker und Entwickler gibt es auch dadurch viele Möglichkeiten einen neuen Arbeitsplatz zu finden. Durch die Masse neuer Anbieter, werden diese jedoch nicht mehr so das Wachstumspotential haben.
Damit kämpft ja nun auch Bigpoint. Wie wollen Sie diesem Problem entgegen treten?
Wir werden künftig verstärkt Spiele externer Entwickler einkaufen. Konkret haben wir das beispielsweise im Sommer mit Gameglobe getan. Nach dieser Kooperation werden weitere folgen.

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