"Blackout Day": Internet-Protest gegen Zensur im Web

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"Blackout Day": Internet-Protest gegen Zensur im Web

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Am Dienstag findet im Internet ein Protest gegen die Internet-Zensur statt.

Im Internet sind am Dienstag Tausende Seiten schwarz. Mit der Aktion "The Day We Fight Back" protestieren zahlreiche Webseiten gegen die Überwachung von Geheimdiensten. Eine ähnliche Aktion war bereits erfolgreich.

Internetorganisationen und Bürgerrechtler haben am Mittwoch digital gegen die Überwachungsprogramme des US-Geheimdienstes NSA demonstriert. Sie schalteten schwarze Banner vor ihre Webseiten und forderten ein Ende der Spionageprogramme. „Liebes Internet, wir sind es leid, uns über die NSA zu beschweren“, stand auf den Einblendungen. „Wir wollen neue Gesetze, die Internetüberwachung eindämmen.“ Besucher wurden aufgefordert, eine Petition zu unterzeichnen. Während in den USA die Resonanz auf die Aktion beachtlich war, fand der Protest in Deutschland nur wenig Widerhall.

Nach Angaben der US-Bürgerrechtsorganisation EFF beteiligten sich weltweit mehr als 6000 Webseiten. Die Aktion stand unter dem Motto „The Day We Fight Back“, auf Deutsch etwa: „Heute wehren wir uns“. Der Chaos Computer Club sowie die Vereine Digitalcourage und Digitale Gesellschaft unterstützten die Aktion, schalteten aber selbst keine Banner vor ihre Seiten.

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Die Organisatoren riefen Internetnutzer aus den USA auf, ihre Abgeordneten anzurufen oder ihnen eine E-Mail zu schreiben. Dieses Mittel war bei vorigen Internetkampagnen erfolgreich eingesetzt worden. Am Mittwochnachmittag hatten die Organisatoren gut 2000 Anrufe und mehr als 18 000 E-Mails an Abgeordnete registriert. Die internationale Petition war gut 86 000 Mal unterzeichnet worden.

Diverse US-Bürgerrechtsorganisationen wie die Electronic Frontier Foundation, internationale Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International sowie IT-Organisationen wie die Mozilla Foundation haben zum internationalen "Blackout Day" im Netz aufgerufen.

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Die Idee des Internet-Protests wurde schon einmal erfolgreich eingesetzt. 2012 haben sich Webseitenbetreiber gegen das Internet-Copyright-Gesetz Sopa zur Wehr gesetzt. Im Zuge des Protests haben sie schwarze Protestbanner gegen die Sopa-Initiative der US-Regierung umdesignt. Der Protest hatte Erfolg und Sopa scheiterte. Allerdings: Vor zwei Jahren hatten sich sowohl Google, als auch Wikipedia an den Protesten beteiligt. Diesmal waren sie nicht dabei.

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