BSI-Präsident Schönbohm: „Wir brauchen ein klares Haftungsrecht“

BSI-Präsident Schönbohm: „Wir brauchen ein Mindesthaltbarkeitsdatum für IT“

„Wir brauchen ein klares Haftungsrecht“

Und was ist mit rechtlichen Vorgaben für Unternehmen?
Es ist ja nicht so, als wäre die digitale Welt in Deutschland ein regulierungsfreier Raum. Gerade was die Sicherung der kritischen Infrastrukturen angeht, ob Wasser- oder Stromversorger, Kommunikationsnetzbetreiber oder Lebensmittelwirtschaft, sind wir in dieser Wahlperiode mit dem IT-Sicherheitsgesetz gut voran gekommen. Da gibt es beispielsweise Informations- und Meldepflichten, konkrete Vorgaben zur Qualifikation der Beschäftigen und zur Konzeption von Notfallplänen.

Zu diesen Antivirenprogrammen rät die Stiftung Warentest

  • Rang 6

    AVG Antivirus Free
    Das kostenlose Programm bewerten die Warentester mit der Note Gut (2,4). In puncto Schutz und Rechnerbelastung schneidet es jeweils gut ab.

  • Rang 5

    AVG Antivirus
    Minimal besser als die kostenlose schneidet die kostenpflichtige Variante von AVG ab, das Programm Internet Secruity. Kostenpunkt: 55 Euro als Download und 29 Euro im Handel. Das Programm schneidet gut (2,3) ab.

  • Rang 4

    G Data Internet Secruity
    G Data Internet Secruity erhält die Note Gut (2,2). Für 40 Euro zum Herunterladen bzw. 34 im Handel erhält der Nutzer einen guten Schutz, der einfach zu handhaben ist – einziges Manko: Die Rechnerbelastung ist höher als bei anderen Programmen.

  • Rang 3

    Eset Internet Secruity
    Ebenfalls mit der Note Gut (2,2) bewerten die Warentester Eset Internet Secruity. Kostenpunkt: 35 Euro zum Herunterladen bzw. 30 Euro im Handel. Sowohl in Sachen Schutz, Handhabung und Rechnerbelastung schneidet das Programm gut ab.

  • Rang 2

    Kaspersky Internet Secruity
    Kaspersky Internet Secruity kostet den Nutzer 40 Euro zum Herunterladen bzw. 36 Euro im Handel. Das Programm bewerten die Warentester als gut (2,1). Es schneidet ebenfalls in allen Belangen mit der Note Gut ab.

  • Rang 1

    Norton Secruity Standard
    Norton Secruity Standard ist Testsieger. für den Kaufpreis von 50 Euro zum Herunterladen bzw. 23 Euro im Handel erhält der Kunde ein Programm, das gut (1,9) abschneidet.

Trotzdem gilt das Gesetz ja nur für einen Bruchteil der deutschen Wirtschaft.
Formal stimmt das. Aber es ist der Teil, dessen Ausfall erhebliche Auswirkungen auf das Gemeinwohl hätte. Zudem stehen wir kurz davor, mit Versicherungen, Krankenhäusern und nun hoffentlich bald auch Transport und Logistik, weitere wichtige Wirtschaftsbereiche zu erfassen. Und schließlich wirken die Vorgaben auch über die unmittelbar betroffenen Unternehmen hinaus, weil diese auch ihre Partner und Zulieferer in die Pflicht nehmen müssen. Das ist mehr als in vielen anderen Industriestaaten üblich.

Geben Sie sich damit zufrieden?
Auf Dauer sicher nicht. Natürlich müssen wir den Rechtsrahmen dem Fortschreiten der Digitalisierung anpassen. Wenn also Computer dereinst Autos und LKW steuern, braucht es dafür ein klares Haftungsrecht. Das entsteht ja auch. Nur warne ich davor, schon jetzt alle Eventualitäten der Digitalisierung einer Regulierung unterwerfen zu wollen. In vielen Bereichen wissen wir ja noch gar nicht, wohin sie sich entwickeln. Vor allem aber sollten wir nicht alle digitale Kreativität schon vorab mit einem Regelungswust erschlagen.

Von diesen Antivirenprogrammen rät die Stiftung Warentest ab (03.2017)

  • Rang 14

    Avast Free Antivirus
    Avast Free Antivirus ist kostenlos und bietet befriedigenden Schutz (2,8). Es belastet den Rechner nicht allzu sehr, dafür ist der Schutz auch lediglich befriedigend.

  • Rang 15

    Panda Security Antivirus Pro
    Panda Security Antivirus Pro kann für 35 Euro heruntergeladen werden und schneidet ebenfalls befriedigend (2,8) ab.

  • Rang 16

    Sophos Home
    Die Warentester bewerten das kostenlose Programm Sophos Home mit der Note befriedigend (2,9). Vor allem die nur mit ausreichend bewertete Handhabung ist zu bemängeln.

  • Rang 17

    McAfee Antivirus Plus
    McAfee Antivirus Plus kostet stolze 60 Euro – und bietet dafür nur einen befriedigenden (3,0) Schutz.

  • Rang 18

    Microsoft Defender
    Der Microsoft Defender ist für Nutzer von Windows 10 automatisch vorinstalliert. Auch er schneidet nur befriedigend (3,0) ab.

Dennoch monieren Cybersicherheitsexperten an entscheidenden Stellen in der digitalen Welt gravierende Lücken. Beispielsweise beim Haftungsrecht.
Hier gibt es Handlungsbedarf. Im ersten Schritt wollen wir in Deutschland ein IT-Gütesiegel als Qualitätskriterium auch für Cybersicherheit etablieren. Damit würden die Anbieter von Hard- und Software bestimmte, auch rechtsverbindliche Leistungszusagen machen, die ihre Kunden auch einfordern könnten. Das wäre ein erster Schritt.

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Und was wäre der zweite?
Ich denke, dass sich der nächste Bundestag auch konkret mit einer Haftung von IT-Produzenten beschäftigen muss, wenn deren Produkte aufgrund von Mängeln – etwa bei der Sicherheit – bei den Kunden Schäden verursachen, oder bei deren Kunden. Da klafft bisher eine Lücke. Die muss geschlossen werden.

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