Bundesjustizministerium: Facebook muss Nutzer besser vor Identitätsdiebstählen schützen

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Facebook-Logo.

von Thomas Kuhn

Die anhaltenden Betrugsversuche mit gefälschten Personenprofilen bei Facebook rufen die Politik auf den Plan. Eine Exklusivmeldung.

Gegenüber der WirtschaftsWoche fordert Ulrich Kelber, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesjustiz- und Verbraucherschutzministerium (BMJV), von Facebook „geeignete technische und organisatorische Maßnahmen, um die Bildung von Fake-Profilen oder Identitätsdiebstähle zu verhindern“.

Hintergrund ist die aktuelle Welle neuer Identitätsdiebstähle bei Facebook. Dabei kopieren Kriminelle bestehende Nutzerprofile um mithilfe der gefälschten Profile an die Handynummern von Freunden der echten Facebook-Nutzer zu kommen. Auf deren Telefonrechnungen buchen die Betrüger anschließend mithilfe von Onlinebezahldiensten wie Paypal oder Boku kostenpflichtige Dienste oder Einkaufsgutscheine. Dabei entstehen Schäden in teils vierstelliger Höhe berichtet die WirtschaftsWoche in ihrer aktuellen Ausgabe unter Berufung auf Polizeibehörden.

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Obwohl die Polizei bereits seit rund fünf Jahren vor der Masche warnt, belässt es Facebook bisher dabei, die gefälschten Profile nur zu sperren, sobald diese von Nutzern des Netzes gemeldet werden. Anzeigen gegen die Ersteller der Seiten erstatte man nicht, schließlich habe nicht jede Kopie kriminelle Hintergründe, erklärt Facebook auf Anfrage der WirtschaftsWoche.

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