Cebit: Ein PC für die Hosentasche

Bild vergrößern

So funktioniert das "Secure-Ed"-System

von Thomas Kuhn

Immer mehr Arbeitnehmer nutzen auch im Büro statt geschäftlich vorgeschriebener Handys ihre privaten Smartphones. Bald schon könnte dieser "Bring your own Device" genannte Trend sogar für den Arbeitsplatz-PC gelten - der dann sogar in einen besseren USB-Stick passt.

Auf den ersten Blick erinnert das nur gut finger-große, leicht geschwungene Kästchen in der Hand von Paolo Scotton an einen stylischen MP3-Player, der sich per USB-Kabel an jeden PC anschließen lässt. Doch der Eindruck trügt - und zwar gewaltig. Denn was der Computer-Experte aus dem Zürcher Forschungszentrum des IT-Riesen IBM aktuell auf dessen Cebit-Messestand präsentiert, ist so etwas wie der magische Schlüssel, der Mitarbeitern von Unternehmen ihren persönlichen Computerarbeitsplatz auf jeden beliebigen PC der Welt zaubert.

Das funktioniert unabhängig davon, ob auf dem Rechner überhaupt eine Software installiert ist oder, welches Betriebssystem im Normalfall darauf läuft. Und es ist genauso nebensächlich, ob dieser Rechner im Unternehmen steht, in Kongresszentren, Mietbüros oder einer Hotel-Lobby – vorausgesetzt, das Netzwerk beziehungsweise der Internet-Anschluss ist schnell genug.

Anzeige

USB-Stick als Kopie des digitalen Schreibtisches

Tatsächlich nämlich haben IBMs Zürcher Softwerker mit dem "Secure Enterprise Desktop" - kurz Secure-ed - genannten Gerät eine Technologie marktreif gemacht, bei der es reicht, den USB-Stecker an einen PC anzuschließen und den Rechner neu zu starten. Danach übernimmt die Software im Stick die Kontrolle, baut über das Unternehmensnetz oder eben auch via Internet eine verschlüsselte Verbindung zum Server auf, auf dem die individuelle Benutzeroberfläche und die Daten des Mitarbeiters liegen.

Der Stand von IBM auf der Cebit 2012 - Das Unternehmen arbeitet derzeit an einen Stick, der zukünftig einen kompletten Arbeitsplatz-PC ersetzen soll. Quelle: REUTERS

Der Stand von IBM auf der Cebit 2012 - Das Unternehmen arbeitet derzeit an einen Stick, der zukünftig einen kompletten Arbeitsplatz-PC ersetzen soll.

Bild: REUTERS

Je nach Qualität der Verbindung zieht der Secure-ed in einigen Sekunden bis wenigen Minuten alle notwendigen Daten übers Netz, um den aktuellen Arbeitsplatz steuern zu können und eine Kopie des regulären digitalen Schreibtisches zu erstellen. Alle Daten bleiben dabei komplett von denen des "gastgebenden" Computers abgeschottet und verschlüsselt. Ist die Arbeit getan, reicht es, wenn sich der mobile Mitarbeiter wieder vom Server abmeldet und den USB-Stecker abzieht.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%