CEBIT-Eröffnung: Hannover grüßt freundlich die Besucher

CEBIT-Eröffnung: Hannover grüßt freundlich die Besucher

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Auf den Spuren der digitalen Verwaltung der Zukunft: der Software AG-Chef Karl-Heinz Streibich, die Bundeskanzlerin Deutschland Angela Merkel und die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff auf der CeBIT.

von Michael Kroker

Am Dienstag hat die weltgrößte Computermesse CeBIT in Hannover ihre Pforten geöffnet. Die Stimmung ist gut in der ITK-Branche – nicht nur wegen des südamerikanischen Flairs des diesjährigen Partnerlandes Brasilien.

In seiner Ansprache anlässlich der CeBIT-Eröffnungsfeier am Montagabend hat Dieter Kempf, Präsident des deutschen ITK-Branchenverbandes Bitkom, der Delegation aus dem diesjährigen Partnerland Brasilien geradezu überschwänglich für die weite Anreise gedankt. „Immerhin ist Hannover zu dieser Jahreszeit nicht eben ein umsatzsteuerpflichtiges Reiseziel“, so Kempf augenzwinkernd.

Am Dienstag gibt sich die niedersächsische Landeshauptstadt indes so, als wolle sie Kempfs Frotzelei postwendend widerlegen: Der Himmel über Hannover strahlt blau, die Luft ist kalt und klar. Damit präsentiert sich der erste Tag der weltgrößten Computermesse CeBIT tatsächlich ungewohnt freundlich – verglichen mit den Regen- oder sogar Schneestürmen, die in der Vergangenheit den Besuchern regelmäßig auf dem Messegelände im südlichen Hannoveraner Stadtteil Mittelfeld entgegen fegten.

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Die Auftragsbücher sind gut gefüllt

Freundlich gestimmt gibt sich auch die ITK-Branche anlässlich ihres alljährlichen Stelldicheins. Zwar hat der Bitkom seine Prognose für das Wachstum der deutschen ITK-Industrie im laufenden Jahr 1,6 Prozent gekappt. Im vergangenen Dezember erwartete der Verband noch ein Plus von 2,2 Prozent für 2012. Dennoch gibt sich Bitkom-Chef Kempf weiterhin betont positiv: „Die Schuldenkrise in Europa kann dem deutschen Hightech-Markt bislang nichts anhaben. Die Auftragsbücher der Unternehmen sind gut gefüllt.“

Ähnlich zuversichtlich die Stimmung bei der Deutschen Messe AG, dem Ausrichter der CeBIT. Auf der gestrigen Eröffnungsveranstaltung ist es am Partnerland Brasilien, gute Laune unter den rund 2500 anwesenden Politikern, Branchenvertretern und Managern im Congress Centrum von Hannover zu verbreiten. Statt gewohnter Samba-Klänge sorgt hier eine brasilianische Rock-Truppe für südamerikanisches Flair. Später erhält Brasiliens Präsidentin Dilma Vana Rousseff zustimmendes Kopfnicken bei den Zuhörern: Immerhin sei das Land mit seinen 200 Millionen Einwohnern im vergangenen Jahr zum drittgrößten PC-Markt und fünftgrößten Handy-Markt der Welt aufgestiegen.

Rückenwind durch aufstrebende Volkswirtschaften

Der Rückenwind aufstrebender Volkswirtschaften wie eben Brasilien oder das letztjährige Partnerland Türkei soll sich auch in den CeBIT-Zahlen selbst niederschlagen: Die Ausrichter hoffen jedenfalls auf ein neuerliches Wachstum: So will die der Messegesellschaft die letztjährigen Zahlen von 4200 Ausstellern und 339.000 Besuchern übertreffen. Einige große IT-Konzerne, die den Hannoveranern in den vergangenen Jahren den Rücken gekehrt hatten, sind jedenfalls zurückgekehrt, darunter solch illustre Namen wie etwa Hewlett-Packard, Samsung, Sharp, Symantec und Ericsson.

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Die Hauptthemen der diesjährigen Messe sind IT-Sicherheit und Cloud Computing: Insbesondere die Nutzung von Software-Diensten aus der Internet-Wolke soll künftig das Branchenwachstum vorantreiben. Neben Unternehmensnutzern wird jetzt auch das Cloud-Geschäft mit Endkunden zum wichtigen Milliardenmarkt. Ausruhen können sich die deutschen Anbieter allerdings nicht, das hat ihnen in ihrer gestrigen Eröffnungsrede auch Bundeskanzlerin Angela Merkel ins Stammbuch geschrieben: „Deutschland ist auf vielen Feldern gut, kann aber in der ITK noch deutlich besser werden – das zeigt insbesondere auch die CeBIT."

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