Cebit Welcome Night: Industrie 4.0 – und Gesellschaft 5.0

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Cebit Welcome Night: Industrie 4.0 – und Gesellschaft 5.0

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Zu der fünftägigen CeBIT Messe in Hannover, mit mehr als 3.000 Ausstellern aus 70 Ländern werden rund 200.000 Besucher erwartet.

von Michael Kroker

Kanzlerin Angela Merkel und der japanische Ministerpräsident Shinzō Abe unterstreichen bei der Eröffnung der Cebit die Partnerschaft von Deutschland und Japan – und wollen die Digitalisierung gemeinsam vorantreiben.

Zum zweiten Mal nach der Premiere im Vorjahr fand die Eröffnung der Cebit auf dem Messegelände statt. Im Gegensatz zu 2016, als der Veranstalter Deutsche Messe AG die Veranstaltung wegen Landtagswahlen auf das Ende des ersten Messetages verlegen musste, war die diesjährige Cebit-Feier wieder eine echte Eröffnungsveranstaltung am Sonntagabend.

Unter anderem deshalb kam Bundeskanzlerin Angela Merkel dieses Mal auch wieder. im Vorjahr hatte sie sich noch von Vizekanzler Sigmar Gabriel vertreten lassen. Vor den mehr als 2000 geladenen Gästen in der Halle 9 der Messe ließ Merkel aber – als gute Gastgeberin – dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzō Abe als Repräsentanten des diesjährigen Cebit-Partnerlandes Japan den Vortritt.

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Abe war es auch, der nach einer an eine Mischung aus Kraftwerk und Kubrik erinnernden Digital-Performance japanischer Künstler die Botschaft des Abends unter die Zuhörer brachte: „Wir stehen am Anfang des fünften Zeitalters der Menschheitsgeschichte. Nach Industrie 4.0 kommt Society 5.0 - in dem sich alles untereinander vernetzt“, so Abe in seiner Keynote – und forderte Merkel gleichsam Deutschland und Japan auf: „Lassen Sie uns das gemeinsam tun!“.

Fakten zu Drohnen

  • Drohnen immer beliebter

    Die Verkaufszahlen für Drohnen in Deutschland steigen. Immer mehr Menschen nutzen die kleinen Fluggeräte, um in ihrer Freizeit aus der Luft zu fotografieren oder zu filmen. Einige Fakten im Überblick.

  • Gewicht

    Bis zu einem Gewicht von fünf Kilogramm ist der Betrieb von Drohnen ohne Erlaubnis möglich. Fluggeräte, die mehr wiegen, darf man nur mit Einverständnis der Flugverkehrskontrolle steigen lassen.

  • Steuerung und Sicht

    Der Drohnenpilot muss während des Betriebs sein Fluggerät jederzeit ohne Hilfsmittel sehen können - also ohne Fernglas oder Nachtsichtgerät. Bemannten Luftfahrzeugen muss ein Drohnenpilot stets ausweichen. Steuern unter Drogen- oder Alkoholeinfluss ist verboten.

  • Höhe

    Die maximale Flughöhe darf bei gewerblicher Nutzung 100 Meter nicht übersteigen. Für alle, die eine Drohne in ihrer Freizeit steigen lassen, gilt eine Grenze von 762 Metern - solange keine andere Regel dagegenspricht. In Großstädten mit internationalem Flughafen sind vielerorts nur 30 Meter erlaubt.

  • Überflug

    Über Menschen ist der Überflug verboten, ebenso über Krankenhäusern, Kraftwerken und Gefängnissen. Wer seine Drohne in einem Abstand von weniger als 1,5 Kilometer zu einem Flugplatz oder Flughafen steigen lassen will, braucht eine Erlaubnis der Luftaufsicht.

Schließlich seien die Voraussetzungen beider Länder vergleichbar – und beide verfolgten ähnliche Strategien: „Deutschland und Japan sind beide trotz begrenzter Ressourcen und Fläche in den vergangenen Jahrzehnten durch Innovation gewachsen“, sagte Abe. Dabei seien die Antriebsmotoren jeweils nicht immer nur die Großkonzerne gewesen: „In Deutschland wie Japan sind es die kleinen Unternehmen, die viele Innovationen vorantreiben. Das treiben wir durch Austausch und Partnerschaften weiter voran." Eine Vorlage, welche die Bundeskanzlerin in ihrer auf Abe folgenden Rede dankbar aufnahm. „Wir können von Japan vor allem lernen, neuen Technologien offener gegenüber zu stehen“, sagte Merkel, „Etwa bei Robotern in der Altenpflege, das sehen die Japaner sehr positiv.“

Beispiele, wie dieses, beweisen in den Augen der deutschen Regierungschefin vor allem eins: Politik und Gesellschaft dürften auch die von der digitalen Transformation verunsicherte Menschen nicht vergessen. "Millionen von Menschen wissen zum Teil noch nicht genau, was sie erwartet", so Merkel. Diese müssten in das neue Zeitalter der Digitalisierung mitgenommen werden, und zwar von Politik und Wirtschaft gemeinsam. Zudem müsse Deutschland sein Bildungssystem anpassen und in Richtung lebenslanges Lernen verändern.

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