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China Mobile: Android-Trojaner kauft selbstständig Apps

Deutsche Sicherheitsexperten haben ein Programm entdeckt, dass ohne Zustimmung des Nutzers Software fürs Handy einkauft. Der Trojaner soll sich über Wetter- oder Reiseapps einschleichen.

Je mehr Smartphones es gibt, desto mehr Schadprogramme für deren Software gibt es auch. Das IT-Sicherheitsunternehmen Kaspersky Lab hat mitgezählt: In der Unternehmenseigenen Datenbank sind mehr als 6.700 Schadprogramme für Smartphones gelistet. Im Juli 2011 waren es nur knapp über 200, im Dezember dann schon 1200.

Bild: dpa

Experten der Bochumer Sicherheitsfirma haben G Data ein Programm für Android-Handys entdeckt, das ohne Zutun des Nutzers kostenpflichtige Software einkauft. Der Trojaner tarne sich als Wetter-, Reise- oder Filemanager-App und werde über chinesische Webseiten verbreitet, teilte G Data am Donnerstag mit. Betroffen seien bislang nur Kunden des Mobilfunkanbieters China Mobile.

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Nach der Installation greift der Trojaner - so werden Schadprogramme in der Tarnung einer nützlichen Software bezeichnet - auf den App-Store des Mobilfunkanbieters zu. Dort werden nach Erkenntnissen von G Data weitere Schadprogramme oder kostenpflichtige Apps heruntergeladen und installiert.

Der Schädling mit der Bezeichnung MMarketPay.A eröffne Online-Kriminellen einen weiteren Geschäftszweig, erklärte G Data. Bisher sei es den Android-Schädlingen vor allem um den Diebstahl persönlicher Daten oder den Versand von kostenpflichtigen Premium-SMS gegangen.

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„Mit MMarketPay.A ist eine neue Dimension von schädlichen Apps aufgetaucht, die es auf das Ergaunern von Geld abgesehen haben“, erklärte der G-Data-Experte Ralf Benzmüller. „Daher ist es aus unserer Sicht auch gut vorstellbar, dass eine abgeänderte Variante dieser Schad-App auch in Europa auftaucht und Kunden europäischer Mobilfunk-Anbieter ins Visier nimmt.“

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