Bild: dpaJe mehr Smartphones es gibt, desto mehr Schadprogramme für deren Software gibt es auch. Das IT-Sicherheitsunternehmen Kaspersky Lab hat mitgezählt: In der Unternehmenseigenen Datenbank sind mehr als 6.700 Schadprogramme für Smartphones gelistet. Im Juli 2011 waren es nur knapp über 200, im Dezember dann schon 1200.
Bild: dapdHauptopfer der Attacken ist das Betriebssystem Android von Google. Für diese Software gibt es die meisten Schadprogramme. 67 Prozent aller der ausgemachten Malware sind auf Android abgerichtet.
Bild: ap.Erst neulich ist ein Trojaner für Android-Smartphones entdeckt worden, der sich als Sport-App tarnt. Einmal auf dem Handy, verschickt er teure SMS. Außerdem bestünde die Möglichkeit, dass die vermeintliche App ein Botnet aufbaut. Das bedeutet, dass sich mehrere der infizierten Geräte zu einem Netz zusammenschließen und Spam verschicken oder andere Geräte angreifen können.
Bild: dapdAuf Platz zwei rangiert das Betriebssystem Java 2 Micro Edition. Auf diese J2ME-Nutzer sind 25 Prozent der Schadprogramme abgerichtet.
Bild: REUTERSNeben dem Android-Trojaner ist noch ein weiterer entdeckt worden, der mit gefälschten Anti-Viren-Lösungen andere Smartphones infiziert. Nachdem der Trojaner - verkleidet als Virenschutz-Software - installiert ist, steckt er andere Geräte via SMS an und verbreitet sich so. Bei der Programmierung haben die Hacker nicht einmal sonderlich viel Arbeit. "Smartphones nähern sich immer mehr der Funktionalität klassischer PCs an", sagt Virus Analyst Marco Preuß von Kaspersky Lab. "Die Malware-Schreiber mobiler Schädlinge übernehmen einfach Methoden klassischer PC-Malware."
Bild: dpaDen dritten Platz unter den Lieblingen der Hacker belegt Symbian. Auf dieses Betriebssystem sind mehr als fünf Prozent der Programme spezialisiert. Ein großes Problem sehen die Spezialisten von Kaspersky darin, dass Smartphone-Nutzer noch nicht für die Gefahren sensibilisiert sind. Jeder PC hat eine entsprechende Firewall und Anti-Virensoftware. Bei den Mini-Computern herrscht immer noch Vertrauensseligkeit.
Bild: dpaAndere Smartphones wie das iPhone, das Windows Mobile und das Blackberry würden nur punktuell attackiert, sagen die Experten. Damit die Angriffe allgemein nicht mehr werden, empfehlen sie Smartphone-Besitzern
fünf grundlegende Sicherheitstipps:
Bild: dpaNutzer sollten keine Apps von nicht vertrauenswürdigen Quellen installieren. "Auf den meisten Smartphones und Tablets ist diese Möglichkeit aus gutem Grund von vornherein deaktiviert", heißt es seitens der Experten.
Neue Apps sollten nur über die regulären Anbieter bezogen werden.
Bild: dapdAußerdem sollten Besitzer von Smartphones die Sicherheitseinstellungen der Herstellernutzen. Beispielsweise die PIN-Eingabe, wenn das Smartphone im Standby-Modus ist.
Bild: gmsGenau wie beim PC auch halten vernünftige Anti-Viren-Programme Würmer und Trojaner draußen. Die Software sollten regelmäßig aktualisieren.
Je mehr Smartphones es gibt, desto mehr Schadprogramme für deren Software gibt es auch. Das IT-Sicherheitsunternehmen Kaspersky Lab hat mitgezählt: In der Unternehmenseigenen Datenbank sind mehr als 6.700 Schadprogramme für Smartphones gelistet. Im Juli 2011 waren es nur knapp über 200, im Dezember dann schon 1200.
Experten der Bochumer Sicherheitsfirma haben G Data ein Programm für Android-Handys entdeckt, das ohne Zutun des Nutzers kostenpflichtige Software einkauft. Der Trojaner tarne sich als Wetter-, Reise- oder Filemanager-App und werde über chinesische Webseiten verbreitet, teilte G Data am Donnerstag mit. Betroffen seien bislang nur Kunden des Mobilfunkanbieters China Mobile.
Nach der Installation greift der Trojaner - so werden Schadprogramme in der Tarnung einer nützlichen Software bezeichnet - auf den App-Store des Mobilfunkanbieters zu. Dort werden nach Erkenntnissen von G Data weitere Schadprogramme oder kostenpflichtige Apps heruntergeladen und installiert.
Der Schädling mit der Bezeichnung MMarketPay.A eröffne Online-Kriminellen einen weiteren Geschäftszweig, erklärte G Data. Bisher sei es den Android-Schädlingen vor allem um den Diebstahl persönlicher Daten oder den Versand von kostenpflichtigen Premium-SMS gegangen.
„Mit MMarketPay.A ist eine neue Dimension von schädlichen Apps aufgetaucht, die es auf das Ergaunern von Geld abgesehen haben“, erklärte der G-Data-Experte Ralf Benzmüller. „Daher ist es aus unserer Sicht auch gut vorstellbar, dass eine abgeänderte Variante dieser Schad-App auch in Europa auftaucht und Kunden europäischer Mobilfunk-Anbieter ins Visier nimmt.“















