Chip fürs Handy: Targobank prescht beim mobilen Bezahlen voran

Chip fürs Handy: Targobank prescht beim mobilen Bezahlen voran

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Künftig sollen Targobank-Kunden auf ihr Hany einen Bezahlchip kleben können, der wie eine Kreditkarte funktioniert

Künftig bekommen alle Sparkassenkunden eine EC-Karte mit der sie kontaktlos bezahlen können. Die Targobank will schneller sein und bietet ihren Kunden einen Chip zum Aufkleben aufs Handy.

Mit einem Provisorium will die Targobank ihren Kunden als erstes Geldinstitut in Deutschland das kontaktlose Bezahlen mit dem Handy ermöglichen. Ab dem Spätsommer bieten die Bank und die E-Plus Gruppe diese Möglichkeit des mobilen Bezahlens auf Basis der NFC-Technologie (Near Field Communication) an. Targobank-Kunden, die eine Kreditkarte von Mastercard haben, sollen den Bezahlchip zusätzlich zur Kreditkarte ausgehändigt bekommen.

Kreditkarte zum Aufkleben

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Über eine Klebevorrichtung soll der Chip auf die Rückseite des Mobiltelefons geklebt werden können. "Damit ist das mobile Bezahlen auch mit Mobiltelefonen ohne NFC-Funktion möglich", sagt Jürgen Lieberknecht, Vorstand für Produktmanagement & Marketing. Und Ulrich Coenen, Chief Innovation Officer der E-Plus Gruppe, ergänzt: "Von dieser innovativen Lösung profitieren nicht nur Kunden mit modernen Smartphones, sondern potenziell jeder Handybesitzer." Dabei spiele es auch keine Rolle, bei welchem Mobilfunkanbieter die Bankkunden einen Vertrag abgeschlossen haben. Gemeinsam mit E-Plus wolle man das Wachstumsfeld des mobilen Bezahlens strategisch weiter ausbauen. Zunächst soll es aber eine Testphase geben: Im Juli sollen Mitarbeiter der Targobank und der E-Plus Gruppe sowie einige Testkunden den MasterCard-Bezahlchip nutzen.

Funktionieren soll der Klebe-Chip wie eine klassische Kreditkarte: Gedacht ist der Chip fürs Handy zwar - wie auch die EC-Karten-Funkchips - für kleine Beträge bis 20 beziehungsweise 25 Euro. Prinzipiell können Kunden mit dem Aufkleber aber auch ein Auto oder eine neue Küche bezahlen. Ab einem Betrag von 25 Euro muss allerdings die Kreditkarten-Pinnummer eingegeben werden. Der entsprechende Betrag wird dann, wie bei der Kreditkarte, vom Referenzkonto abgebucht. Ein kostenloser SMS-Service soll die Nutzer des NFC-Aufklebers über die Abbuchungen auf dem Laufenden halten. Nach jeder Transaktion soll die Bestätigung des Betrages per SMS aufs Handy kommen. "Der Kunde hat somit den Einsatz seiner Kreditkarte stets im Blick und unter Kontrolle", versichert die Bank. In wie vielen Geschäften diese Bezahlvariante möglich sein wird, teilte die Bank nicht mit. Der Klebestreifen sei eine "Übergangstechnologie", hieß es. Später sollen die Funkchips, die die Daten vom Handy an die elektronische Ladenkasse übermitteln, in die Telefone eingebaut werden.

NFC-Chips auf Sparkassen-Karten

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Bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken läuft seit April ein Pilotprojekt zum „mobilen Bezahlen“. In und um Hannover sind dazu zahlreiche Kassenterminals mit der Funktechnik ausgestattet worden. Die Institute setzen dabei zunächst auf eine Technik, die auf der Geldkarten-Funktion der Girokarte fußt. Schon heute lässt sich mit der neuen Technologie an vielen Tankstellen, im Einzelhandel und in der Gastronomie bezahlen. Andere, vor allem private Geldhäuser, wollen warten, bis das Bezahlen mit dem Handy ausgereift ist. Das Netz der NFC-fähigen Kassen weitet sich schnell und stetig aus. Allein in 2012 wird sich die Zahl der Akzeptanzstellen in Deutschland nach heutigem Stand mehr als vervierfachen. Vorwürfe von Verbraucherschützern, die Funkchips seien nicht ausreichend vor unbefugten Zugriffen auf die Daten der Nutzer geschützt, haben die Bankenverbände zurückgewiesen.

Mit Material von Reuters

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