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Cloud Computing: Die IT-Branche setzt alles auf die Wolke

von Michael Kroker, Jürgen Berke, Christian Schlesiger und Matthias Hohensee

Es ist das derzeit heißeste Thema auf dem IT-Markt: Cloud Computing. Die neuen Dienste sollen neben den Unternehmen auch die Endverbraucher dazu animieren, ihre Daten in der Wolke zu speichern und online abzurufen. Die Anbieter wittern ein Milliardengeschäft.

Wolke und Stecker Quelle: Illustration: Torsten Wolber
Auch Verbraucher entdecken den Trend zum Cloud Computing. Und wen es noch nicht interessiert, dem helfen die IT-Konzerne auch gerne mit offensiver Werbung nach. Quelle: Illustration: Torsten Wolber

Die Deutsche Telekom nennt ihren neuen Service als einer der ersten großen Anbieter ganz offen beim Namen. Seit Wochen bombardiert der Bonner Konzern das Publikum in Fernsehspots mit dem Begriff, den bisher vor allem Computer-Tekkies im Munde führten: „Cloud“, zu Deutsch: Wolke. Dies sei, so die Botschaft des Magenta-Konzerns, „ein neues Zuhause“ für die privaten Computerdaten jeglicher Art.

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Statt mit Fotos, Videos oder Musikstücken den eigenen Rechner zu überladen, könne jedermann seine Schätzchen künftig gern der Telekom überlassen – und sie bei Bedarf einfach via Internet abrufen.

Grafik Cloud-Office und andere Büro-Anwendungen
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Zwar steht Konzernchef René Obermann damit nicht allein. Apple bietet iPhone- und iPad-Besitzern mit iTunes bereits seit Oktober 2011 die Möglichkeit, Musikstücke auf ein Rechenzentrum des US-Giganten auszulagern und per Internet in der sogenannten iCloud anzuhören. Und auch der US-Softwareriese Microsoft will in die kommenden Versionen seiner Betriebssysteme Cloud-Funktionen einbauen.

Die Telekom kündigt den „Volks-Online-Speicher“ an

Doch so aggressiv wie die Telekom drängt, zumindest in Deutschland, keiner in den Massenmarkt mit dem Endverbraucher. Gemeinsam mit der Online-Ausgabe der „Bild“-Zeitung, kündigte Obermann vorvorige Woche an, werde seine Konzerntochter Strato einen „Volks-Online-Speicher“ auf den Markt bringen – eine Art Superfestplatte und Riesendatenherberge im Internet.

Grafik Cloud-Angebote insgesamt
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Seit einigen Jahren gilt Cloud Computing als das heißeste Thema der IT-Branche, allerdings nur für Unternehmen. Diese, so die Vorstellung renommierter Anbieter wie Microsoft oder Amazon, sollten Daten und Computerprogramme künftig nicht mehr auf den eigenen Rechnern halten, sondern beides auslagern und nur bei Bedarf per Internet anfordern.

Der Vorteil liege auf der Hand: Der Kunde muss sich nicht mehr um Aktualisierungen kümmern und bezahlt nur noch die Software, die er wirklich auch nutzt. Auf den ganz großen Durchbruch wartet die IT-Branche jedoch bis heute.

3 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 11.03.2012, 02:32 UhrEmma

    Kann mich der Argumentation von AndiDD nur anschließen. Das Schlimme ist, dass aber die Wenigsten User überhaupt so informative Magazine wie z.B. WiWo oder auch Tageszeitungen wie "Zeit" oder "FAZ" oder "FTD" lesen und somit kaum informiert sind. Noch schlimmer natürlich, dass entsprechende Neuerungen der Unternehmen kaum kommuniziert werden. Am Allerschlimmsten aber ist wohl er zu befürchtende ZWANG zur Cloud - ob man will oder nicht - ob Apple, Microsoft, Google, Amazon - ALLE US-Unternehmen versuchen sämtliche User weltweit in ihrer Cloud "gefangen zu nehmen". Wie die informierten Bürger wissen, so gibt es in den USA den so genannten "Patriot Act" - sprich - die US Regierung und sämtliche ihrer Behörden wie z.B. CIA und FBI etc. haben Zugang zu allen Daten. Was nur die besser Informierten wissen: Die USA haben ebenso Zugang zu sämtlichen Daten von Unternehmen weltweit, die mit den USA wirtschaftliche Beziehungen haben. Alle müssen sich diesem so genannten "Patriot Act" unterwerfen. Auch z.B. die Deutsche Telekom!. Also, so lange es irgendwie möglich ist, sich diesen diversen Kontroll-Clouds zu entziehen, sollte man das tun. Befürchte nur, dass die "Freiwilligkeit" schon in Kürze aufgehoben wird...Und in Verbindung mit der Datensammelwut von Google, Apple, Microsoft, Amazon, Facebook sowie der Tatsache, dass die USA sämtliche europäische Bankdaten und Vorgänge einsehen, speichern und überwachen darf, ist das alles schon bemerkenswert...zumal das umgekehrt nicht so ist.

    Fazit: Das Gehirn einschalten ist zwar grundsätzlich sehr hilfreich - jedoch um so ernüchternder, dass, obwohl man sieht, fast nichts dagegen tun kann...denn selbst wenn man sich als Bürger dem Internet komplett verschließen möchte - man darf es gar nicht mehr, da heute schon Hartz4-Empfänger und Rentner über 70 vom Staat "gezwungen" werden" gewisse Anträge über das Inernet zu stellen.Erbärmlich.



  • 06.03.2012, 10:30 UhrAndiDD

    Schon viele andere Anbieter "revolutionärer Neuentwicklungen" haben leidvoll erfahren müssen, dass sich die Richtung des technischen Fortschritts nicht per Dekret festlegen lässt.
    Der Müllhaufen der Technikgeschichte ist voll von Produkten wie atomgetriebenen Autos und Bildtelefonen.
    Das es Apple geschafft hat, mit unpraktischen überteuerten Produkten, die niemand braucht, und die niemandem nützen, gigantische Gewinne zu machen, sollte uns nicht daran hindern, beim Thema Cloud unser Gehirn einzuschalten:
    Nutzlos, überflüssig, unpraktisch, gefährlich (sowohl was "security", als auch was "safety" angeht), sind die ersten Attribute, die mir dazu einfallen.

  • 06.03.2012, 08:11 UhrNever

    never never never werde ich meine daten in eiin wolke stecken dann haben alle zugriff darauf, alles andere ist positiv: wunsch denken negativ: leute verarschen und die geldmaschine anschmeissen denn alles was heute "kostenlos" ist wird zukünftig geld kosten. auch deshalb werden die unternehmen alles erdenkliche tun um die "Kunden" zu zwingen (wie MS mit dem Handy system wo man nur noch per wlan und internet die DAten syncronisieren kann drum habe ich nun apple) und in die Cloud zu gehen das stell man sich vor jeder hat seine GB in der Cloud (ich selbst habe ca 500 GB Daten die ich handle bei strato sind das aktuell 24,60 per monat 295,2 per anno meine 1000 GB festplatte kostete 200 Euro eunmalig
    Alles klar oder

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