Computer: Apples neue App-Welt für Software

Computer: Apples neue App-Welt für Software

von Sebastian Matthes und Andreas Menn

Apple will mit einem virtuellen Softwareladen den Softwarevertrieb revolutionieren - und den Kauf von Software auf CD und DVD überflüssig machen. Sechs Dinge, die Sie wissen müssen.

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Itunes

1. Wie funktioniert der Mac App Store?

Im Prinzip funktioniert Apples Softwareladen ähnlich, wie das Pendant für das iPhone: Die Nutzer verbinden sich via Internet mit dem App Store, wählen das gewünschte Programm und geben ihr Passwort ein. Der Rest geschieht von selbst. Das gekaufte Programm installiert sich von selbst auf dem Rechner.

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2. Wer kann den neuen App Store nutzen? 

Windows-Nutzer können Apples Softwareladen, der zunächst nur etwas mehr als 1000 Programmen bietet, nicht besuchen. Er führt ausschließlich Programme, Spiele und Bürosoftware für den Mac. Doch nicht einmal jedem Mac-Kunden steht das Angebot offen: Der Shop läuft nur mit dem das aktuellen Apple-Betriebssystem Snow Leopard. Besitzer älterer Versionen müssen zunächst das aktuelle Betriebssystem erwerben.

Alles mit einem Klick

3. Was ist jetzt anders, ich lade doch auch so schon Software aus dem Netz?   

Software als Download ist ein alter Hut, auch für Apple-Nutzer. Bisher aber sind die vielen tausend Programme, die es für das Apple-Betriebssystem OS X  gibt, auf unzähligen Anbieter-Seiten oder unvollständigen Software-Portalen im Internet verstreut. Die Zahlungsmethoden sind verschieden, nicht alle Seiten wirken Vertrauen erweckend.

Im App Store wird das Angebot gebündelt: Nutzer können in Kategorien stöbern, Programme per Stichwortsuche finden, Bewertungen anderer Nutzer lesen und sich in Hitlisten besonders populäre Software anzeigen lassen. Ein Klick genügt, um ein Programm zu kaufen, herunterzuladen und auf dem Computer zu installieren. Sperrige Seriennummern muss man nicht mehr eintippen. Abgerechnet wird der Kauf über das iTunes-Konto, mit dem schon viele Millionen Mac-Nutzer Musik laden oder Filme leihen.

Über eine neue Anzeige namens Launchpad sollen die Programme laut Apple auf dem Rechner leichter zu finden und zu starten sein - allerdings erst mit der nächsten Version des Betriebssystems.

Wer mehrere Rechner benutzt und mit seinem iTunes-Account verknüpft, kann die gekauften Programme auf jedes Gerät herunterladen - auch mehrfach, zum Beispiel wenn die Festplatte kaputtgeht. Außerdem informiert der App Store stets über Software-Updates, so dass neue Programmversionen rasch auf den Rechner geladen.

Zwar kann man Software auch weiterhin auf gewohntem Weg installieren. Titel von Microsoft oder Adobe werden im App Store sogar überhaupt nicht zu finden sein. Dennoch ist zu erwarten, dass ein Großteil der Programme für OS X bald im App Store zu finden sein wird - und viele bald nur dort.

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