
Es ist – wie so oft – eine Frage der Perspektive: Für die einen sind die Maschinen nicht viel mehr als ein nützliches, 1350 Gramm schweres Spielzeug aus Aluminium, Glas und Plastik. Für die anderen ist Apples ultraschlankes Macbook Air schlicht die eleganteste und begehrenswerteste Verpackung, die je für einen Laptop-Computer entworfen wurde.
Gut drei Jahre nach seiner Präsentation bekommt der ganz in Alu gehüllte, teilweise nur drei Millimeter dicke Trendsetter nun erstmals auf breiter Front Konkurrenz: Im Verbund mit dem Chipriesen Intel bringen Acer, Asus, Lenovo und Toshiba in diesen Tagen ihre ersten Ultrabook-Highend-Computer auf den Markt.
Ultrabooks
Zu Preisen um 1000 Euro sind die neuen Augenschmeichler mit ihren robusten, ebenfalls aus Aluminium beziehungsweise aus Magnesium gefertigten Gehäusen zwar etwa doppelt so teuer wie aktuelle Durchschnitts-Notebooks. Zugleich aber sind sie bis zu 20 Prozent billiger als vergleichbare Macbook-Air-Modelle.
Grund für den Preis sind neue, schnelle und energieeffiziente PC-Komponenten. Damit sollen die Ultrabooks die Stärken von Laptops, Netbooks und Tablet-Computern vereinen: So starten die Ultrabooks nicht nur wesentlich schneller als die meisten Laptops bisheriger Bauart. Sie benötigen auch viel weniger Akkustrom. Mit fünf bis acht Stunden Betriebszeit versprechen sie Laufzeiten, wie sie bisher nur die zwar energiesparenden, dafür aber untermotorisierten Netbooks boten.
Bild: PresseDer Trendsetter – Apple Macbook Air
Profil: Leicht, schnell und mit 3 bis 17 Millimeter Bauhöhe extrem schlank: Apples elegantes Alu-Notebook setzte in der Klasse ultrakompakter, leistungsstarker Mobilrechner über Jahre die Standards.
Technik: 29,6- oder 33,8-Zentimeter-Display; 1366x768 oder 1440x900 Pixel; 1,6- oder 1,7-Gigahertz-Prozessor; das Einstiegsmodell ist im Vergleich am leichtesten (1,08 kg), mit zwei Gigabyte Arbeits- und 64 Gigabyte SSD-Speicher aber auch am schwächsten ausgestattet.
Preis: 949 bis 1499 Euro
Mit dem Macbook Air hat Apple mal wieder einen Trend gesetzt. Doch inzwischen bietet auch die Konkurrenz superflache Ultrabooks...
Texte: Thomas Kuhn/Ben Schwan
Bild: PRMit Butler - HP Envy Spectre XT
Profil: HPs Envy Spectre XT ist mit 1,4 Kilogramm vergleichsweise leicht und erinnert an Apples frühere MacBook-Air-Ansätze. Die Hülle besteht aus gebürstetem Alu und wirkt mit 14,5 Millimetern ordentlich dünn. Wer das Gerät kauft, erhält speziellen Support über eine sogenannte "Concierge Hotline".
Technik: 13-Zoll-Display, 1366x768 Bildpunkte, neueste Intel-Core-CPU (welche genau verrät HP noch nicht), standardmäßig mit 128-Gigabyte-SSD-Speicher, USB 3.0-Schnittstelle.
Preis: 1000 Dollar, Euro-Preise stehen noch nicht fest.
Bild: PRDas Acer TimelineU Notebook
Bild: PRLittle in Japan - Sony Vaio T11
Profil: Schön klein hat Sony seinen Vaio T11 gebaut - unter 12 Zoll groß und trotzdem fehlt es an keinen Schnittstellen. Selbst die gute alte VGA-Buchse ist dabei. Die Verarbeitung geht in Ordnung, mit 17,8 Millimetern ist das Gerät zwar nicht das dünnste Ultrabook, passt aber trotzdem in fast jede Tasche.
Technik: 11,6-Zoll-Display, 1366x768 Pixel, Intel Core i3-Prozessor mit 1,4 GHz, Dual-Festplatte mit 500 Gigabyte, die Flash-Speicher und Magnetscheiben kombiniert.
Preis: 700 Euro.
Bild: PresseDer Zwitter – Acer Aspire S3
Profil: Der Aspire S3 ist ein Preisbrecher. Dafür liefert Acer die Rechner – abgesehen vom Top-Modell – nur mit einer Kombi aus 20-Gigabyte-SSD- und Festplattenspeicher. Das beschleunigt den Systemstart, ist aber beim Zugriff auf Dateien die auf der Festplatte liegen, langsamer.
Technik: 33,8-Zentimeter-Display; 1366x768 Pixel; 1,6- oder 1,7-Gigahertz-Prozessor; 320-/500-Gigabyte-Platte oder 256-Gigabyte-SSD; Magnesium-Alu-Rahmen
Preis: 799 bis 1399 Euro
Bild: PresseDer Rivale – Asus UX Serie
Profil: Wenn das mal keinen Ärger gibt: Schließlich kommen die 3 bis 17 Millimeter dicken UX-Ultrabooks ähnlich keilförmig ‧daher wie Apples Macbook Air – wobei Asus’ Highend-Laptop natürlich der charakteristische leuchtende Apfel im Alu-Displaydeckel fehlt.
Technik: 29,5- oder 33,8-Zentimeter-Display; 1366x768 oder 1600x900 Pixel; 1,6- oder 1,8-‧Gigahertz-Prozessor; 128- oder 256-Gigabyte-SSD-Speicher; Mikro-HDMI und Mini-VGA-Anschluss, gefrästes Alu-Gehäuse
Preis: 799 bis 1299 Euro
Bild: PresseDer Dauerläufer – Ideapad U300s
Profil: Auch wenn Laufzeitangaben bei Computern oft ähnlich alltagstauglich sind wie Verbrauchsangaben bei Pkws: Mit seinen bis zu acht Stunden Betriebsdauer hat Lenovos Edel-Rechner Leistung für einen kompletten Arbeitstag fern der Steckdose – ohne dabei den Nutzer mit angezogener Leistungsbremse zu nerven.
Technik: 33,8-Zentimeter-Display; 1366x768 Pixel; 1,6- oder 1,8-Gigahertz-Prozessor; 128- oder 256-Gigabyte-SSD; HDMI-Monitor- oder -TV-Anschluss, Alu-Gehäuse
Preis: 999 bis 1399 Euro

Der Robuste – Toshiba Portégé Z830
Profil: Wie bei Toshibas Profi-Notebooks üblich ist auch das Ultrabook robust gebaut: Stürze aus 70 Zentimeter Höhe und kleine Mengen Wasser auf der Tastatur soll der nur 1,12 Kilogramm schwere und in ein leichtes Magnesiumgehäuse gepackte Mobilrechner deshalb schadlos wegstecken.
Technik: 33,8-Zentimeter-Display; 1366x768 Pixel; Core-i-Prozessor; 128-Gigabyte-SSD-Speicher; mattes Display, vollwertige Standard-LAN- und VGA-Monitoranschlüsse
Preis: steht noch nicht fest
Der Trendsetter – Apple Macbook Air
Profil: Leicht, schnell und mit 3 bis 17 Millimeter Bauhöhe extrem schlank: Apples elegantes Alu-Notebook setzte in der Klasse ultrakompakter, leistungsstarker Mobilrechner über Jahre die Standards.
Technik: 29,6- oder 33,8-Zentimeter-Display; 1366x768 oder 1440x900 Pixel; 1,6- oder 1,7-Gigahertz-Prozessor; das Einstiegsmodell ist im Vergleich am leichtesten (1,08 kg), mit zwei Gigabyte Arbeits- und 64 Gigabyte SSD-Speicher aber auch am schwächsten ausgestattet.
Preis: 949 bis 1499 Euro
Mit dem Macbook Air hat Apple mal wieder einen Trend gesetzt. Doch inzwischen bietet auch die Konkurrenz superflache Ultrabooks...
Texte: Thomas Kuhn/Ben Schwan
Geringer Stromverbrauch
Tatsächlich sind das mehr als Marketing-Versprechen: Selbst die ersten noch nicht finalen Testgeräte waren in nur 10 bis 15 Sekunden einsatzbereit – auch wenn sie zuvor ganz ausgeschaltet waren. Aus dem neuen „Instant-on“ genannten Tiefschlafmodus ließen sich die Edel-Rechner gar in nur drei bis fünf Sekunden erwecken. Damit nähern sie sich der unmittelbaren Einsatzbereitschaft, mit der sonst nur Tablet-Computer ihre Nutzer begeistern. Besitzer herkömmlicher PCs können von solchem Tempo bisher ohnehin meist nur träumen.
Trotzdem bleiben die auf Effizienz getrimmten Ultrabooks im Tiefschlaf wochenlang betriebsbereit. Möglich macht das Intels jüngste iCore-Prozessor-Serie, zusammen mit den zugehörigen Systemchips, die hohe Rechenleistung mit geringem Stromverbrauch verbinden. Statt der bei Standard-Notebooks bisher üblichen 35 Watt haben die neuen Prozessoren nur noch eine Leistungsaufnahme von maximal 17 Watt.














