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Computerspiele: Gewalthaltige Computerspiele führen zu riskantem Selbstbild

von Peter Steinlechner Quelle: Golem

Wer regelmäßig zu Actionspielen wie GTA greift, nimmt laut einer Studie des Dartmouth College im Straßenverkehr größere Risiken in Kauf - weil er sich ein bisschen so verhält wie die Figuren in den Games.

Platz 12

In dem PC-Spiel Anno 2070 begibt sich der Spieler in die Rolle eines Architekten der Zukunft. In dieser Position muss er sich ökologischen Herausforderungen stellen und eine Welt der Zukunft, die durch den Klimawandel verändert wurde errichten. Das kommt an, die Wirtschaftssimulation liegt im Ranking der meistverkauften PC-Spiele auf Platz zwölf. Die Anno-Serie ist eines der erfolgreichsten Spiele, die in Deutschland entwickelt werden.

Bild: screenshot

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Wissenschaftler des Dartmouth College (Hanover/New Hampshire) haben angeblich einen engen Zusammenhang zwischen dem Konsum gewalthaltiger Computerspiele und aggressivem Verhalten im Straßenverkehr gefunden. Das wollen sie in der auf vier Jahre angelegten Studie mit dem Titel "A Longitudinal Study of Risk-Glorifying Video Games and Reckless Driving" herausgefunden haben, bei der sie mit Hilfe von Telefoninterviews Tausende von Teilnehmern befragt haben.

eDonkey

Das ist kein elektronischer Esel, sondern es handelt sich hierbei um ein File-Sharing-Programm, das einen Download an mehrere Rechner verteilt. Wenn also zehn Nutzer das Video, das gesucht wird, auf der Festplatte haben, ist es möglich, dass das Video auch von zehn Stellen mehr oder weniger gleichzeitig auf den Computer kommt. Das kann zu einem schnellen, wenn auch nicht unbedingt schnelleren Download führen. Es wird mit dezentralen Servern gearbeitet.

Bild: Reuters

Wer gerne zu gewalthaltigen Spielen greift, habe sich signifikant öfter dazu bekannt, von der Polizei gestoppt oder gar an Unfällen beteiligt gewesen, betrunken Auto oder mit erhöhter Geschwindigkeit gefahren zu sein.

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Außerdem verhalten sich die Spieler laut den Wissenschaftlern häufiger rebellisch und neigen verstärkt dazu, durch Abwechslung und immer wieder neue Erlebnisse sogenanntes Sensation Seeking zu betreiben.

Die Ergebnisse legen laut den Forschern nahe, dass Spiele eine "Veränderung der Selbstwahrnehmung" bewirken können, was dann wiederum zu mehr Risikobereitschaft im Alltag führt. Die Studie klärt nicht, ob möglicherweise von vornherein risikobereite Personen eher Spaß an Actionspielen haben.

Dieser Artikel ist bei golem.de erschienen.

Quelle: Golem
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