"Das beste Büro der Welt": Apples Raumschiff ist mehr als ein Gebäude

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"Das beste Büro der Welt": Apples Raumschiff ist mehr als ein Gebäude

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Das "Raumschiff" wurde von dem Architekten Norman Forster entworfen.

von Meike Lorenzen

Das IT-Unternehmen hat mit dem Bau seines neuen Hauptgebäudes begonnen. Über das Milliardenschwere Projekt und seine Auswirkungen.

Wie ein Raumschiff liegt es da – ein großer Ring mit einem gigantischen Park in der Mitte. Die Pläne des „Apple Campus 2“ aus der Feder des Architekten Norman Foster sind gigantisch. Ein wahrer Palast aus Glas und Stahl soll im kalifornischen Cupertino entstehen. Dort, wo Apple schon seinen Hauptsitz hat, wird auch das neue Gebäude gebaut. In dieser Woche haben die Arbeiten begonnen.

Beteiligt an dem Bau ist auch ein deutsches Unternehmen. Das Glas liefert der Spezialist Seele aus dem bayrischen Gersthofen zu. Aus nicht weniger als sechs Quadratkilometer Gals entstehen die Fassaden des vierstöckigen 260.000 Quadratmeter großen Komplexes. Damit steckt Apple rein flächenmäßig Googles neues Hauptgebäude in Mountain View locker zweimal in die Tasche. Das umfasst 102.000 Quadratmeter. Beide Gebäude sollen in etwa drei Jahren bezugsfertig sein. Auch Facebook arbeitet gerade an der Erweiterung seines Campus in Melo Park. Und auch Amazon hat gerade erst ein neues architektonisches Konzept in Form von Glaskuppeln vorgestellt. Der Online-Händler und Internetgigant will in Seattle bauen.

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Das Google Hauptgebäude in Mountain View.

Quelle: NBBJ

Mit viel Schwung und Finanzkraft unterstreichen die großen IT-Unternehmen ihren Erfolg im Netz also mit protzigen Bauten. Apple-Gründer Steve Jobs soll selbst noch an den Plänen des „Raumschiffs“ mitgewirkt haben. Nicht weniger als das beste Bürogebäude der Welt wollte er bauen lassen. Ursprünglich sollten sich die Kosten für das Gebäude auf etwa drei Milliarden Dollar belaufen. Inzwischen ist klar, dass das nicht ausreichen wird. Der imposante Rundbau soll satte fünf Milliarden Dollar kosten, verglichen damit war der Neubau des One World Trade Centers mit 3,8 Milliarden Dollar relativ günstig.

Doch das Gebäude ist mehr als nur ein Prestigeobjekt für Apple. Das Objekt steht für den entscheidenden Wirtschaftsfaktor, den Apple in der Region Cupertino darstellt. In einem 82 Seiten umfassenden Bericht bestätigt Apple, dass für den Bau des Gebäudes temporär 9200 Arbeitsplätze geschaffen werden, außerdem will das Unternehmen bis 2016 etwa 7000 neue Stellen schaffen. Damit würden in Santa Clara County 23.400 Menschen für den Konzern arbeiten. Insgesamt, so glaubt Apple, könnten durch deren Konsumausgaben und durch weitere Ausgaben von Apple mehr als 41.000 neue Jobs in der Region entstehen.

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Mögliche positive Auswirkungen zum Trotz, warnen Analysten vor dem „Campus-Fluch“. Oft schon sind Konzerne in Schwierigkeiten geraten, nachdem sie auf dem Höhepunkt ihres Unternehmens protzige Hauptquartiere errichtet haben – zuletzt AOL Time Warner oder die Investmentbank Bear Stearns. In den Ex-Büros sitzt nun Facebook-Chef Mark Zuckerberg mit seinem Team.

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