Daten-Plattform: Kim Dotcoms neuer Dienst Mega startet

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Daten-Plattform: Kim Dotcoms neuer Dienst Mega startet

Der schwergewichtige Internet-Unternehmer Kim Dotcom hat sich vom Polizeieinsatz im Januar 2012 erholt. Der gebürtige Kieler - ehemals als Kim Schmitz unterwegs - hofft auf einen günstigen Ausgang des Auslieferungsverfahrens und stellt bereits ein neues Projekt vor.


Mega-Upload ist Geschichte, das persönliche Schicksal seines schillernden Gründers Kim Dotcom aber ist ebenso wenig entschieden wie der künftige Umgang mit solchen Daten-Plattformen im Internet. Ein Jahr ist die Razzia auf dem Anwesen Dotcoms in Neuseeland her. Und noch immer muss der schillernde Internet-Unternehmer die Auslieferung in die USA fürchten - die Anhörung dafür wurde auf den 12. August verschoben. Seinen Tatendrang hat das nicht gebremst. Am Samstag startet Kim Dotcom seinen neuen Dienst "Mega".

Das Nachfolger-Projekt zu “Mega-Upload” umfasst einen sogenannten Filehoster im Rahmen einer Cloud. Mega-Upload stellte seinen Nutzern - nach eigenen Angaben waren das rund 50 Millionen am Tag - Server zur Verfügung, auf die alle möglichen Dateien kostenlos hochgeladen werden konnten. Das waren persönliche Fotoalben ebenso wie urheberrechtlich geschützte Musik oder Filme. Wurde etwa ein Film bei Mega-Upload hochgeladen, erstellte der sogenannte File-Hoster einen Link, der weiterverbreitet werden konnte. Für bevorzugte Verbindungen beim Download der Daten kassierte das Unternehmen Geld. Außerdem zeigte Mega-Upload Online-Anzeigen im Umfeld der Download-Links. Allein 2010 soll Megaupload so nach Angaben der US-Ermittler mehr als 42 Millionen Dollar eingenommen haben.

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"Mega" soll sicherer werden

Anders als andere cloudbasierte Projekte soll Schmitz' neuer Dienstleister “Mega” komplett verschlüsselt und dadurch sicherer werden. Darüberhinaus will Kim Dotcom mit dem Dienst einen besonders schnellen Datentransfer sicherstellen. Dafür will er mit externen Partnern zusammenarbeiten, die wiederum ihre Server für “Mega” bereitstellen. Und dabei kann eigentlich jeder mitmachen.

Wie das ganze aussehen wird, hat der gebürtige Deutsche auch schon verraten. Via Twitter verbreitete er einen Screenshot.

Ein Jahr nach der spektakulären Razzia in seinem Haus in der kleinen Ortschaft Coatesville nördlich von Aukland soll “Mega” ein echter Neuanfang für Kim Dotcom werden. Der gebürtige Kieler und Hobby-Musiker ist gut drauf, schaut positiv in die Zukunft und veröffentlicht wieder erste Songs. "Good bye shitty 2012. Welcome awesome 2013", twitterte er in der Silvesternacht. Die dunklen Zeiten des vergangenen Jahres will er offensichtlich hinter sich lassen.

Damals schlugen die Behörden in enger Zusammenarbeit mit der US-Bundespolizei FBI in der Nacht vor dem 38. Geburtstag Kim Dotcoms zu - so konnten sie sicher sein, dass alle Mitbeschuldigten anwesend sein würden. Dotcom und drei Mitarbeiter wurden verhaftet. 70 Beamte durchsuchten das ausgedehnte Anwesen und stellten Gegenstände und Geld im Wert von sechs Millionen neuseeländischen Dollar (etwa 3,7 Mio Euro) sicher. Darunter waren auch Computer, Gemälde und mehrere Luxusautos - ein Rolls-Royce Baujahr 2008, ein Lamborghini aus dem Jahre 1989 und ein neuer Maserati, auf den Nummernschildern klare Signale wie „CEO“ (Vorstandschef), „HACKER“ oder „GUILTY“.

Die Razzia im Stil einer Kommando-Aktion galt der Web-Plattform “Megaupload”, die einmal auf Platz 14 der meistbesuchten Websites stand und über die zeitweise vier Prozent des gesamten weltweiten Internet-Datenverkehrs liefen.

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