Datenklau: Wieder Hackerangriff auf Sony

Datenklau: Wieder Hackerangriff auf Sony

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Wieder wurde Sony von Hackern angegriffen. 93.000 Kunden sind betroffen, allerdings wurden keine sensiblen Daten abgegriffen.

Nur ein halbes Jahr nach dem verheerenden Hackerangriff auf die Online-Netzwerke von Sony hat es erneut einen Angriff gegeben. Unbekannte haben versucht sich Zugriff auf 93 000 Kundenkonten des japanischen Elektronikkonzerns zu verschaffen. Auf den betroffenen Konten wurde „unauthorisierte Aktivität“ bemerkt, so Sony.

Die Hacker seien wahrscheinlich im Besitz eines riesigen Datensatzes von anderen Websites und hätten probiert, ob die Zugangsdaten und Passwörter auch bei Sony funktionieren, erklärte ein Sprecher des Unternehmens gegenüber der WirtschaftsWoche. Es handele sich somit nicht um eine Sicherheitslücke bei Sony. Stimmt diese Erklärung, hätte sich wieder einmal gezeigt wie unsicher Passwörter sind, die für verschiedene Anbieter genutzt werden - eine Praxis vor der experten immer wieder warnen.

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Die Hacker schlichen sich unter anderem beim Playstation-Netzwerk, dem Sony Entertainment Network und dem Onlinespiele-Netzwerk des Konzerns ein. Als Sony den Angriff bemerkte, schloss der Elektronikkonzern sicherheitshalber für einige Zeit sämtliche Plattformen.

Die betroffenen Kunden seien per E-Mail über den illegalen Zugang zu ihren Konten informiert worden, so Sony. Ihre Zugänge wurden zudem sicherheitshalber gesperrt. Während beim ersten großen Angriff im April 2011 unter anderem Kreditkarteninformationen und Adressen gestohlen wurden, sollen die Hacker diesmal keinen Zugriff auf derartige Daten gehabt haben, teilte Sony mit. Vermutlich nur in wenigen Fällen, so der Konzern, sei ein direkter Zugriff auf die Daten gelungen.

Erinnerung an Hackerangriff im April

Sonykunden könnte dieser erneute Fall nach dem verheerenden Angriff im Frühjahr trotzdem erneut verunsichern.

Im April 2011 waren etwa 77 Millionen Nutzern der Sony-Spielekonsole Playstation Opfer von Hackerangriffen geworden. Ihre Benutzernamen, Passwörter, aber auch Kreditkarteninformationen, Geburtsdaten und Adressen waren gehackt worden. Weltweit fürchteten Sonykunden um ihre Privatsphäre.

Nach den Angriffen hatte Sony die Onlinedienste einen Monat lang abgeschaltet. Mit der Rückkehr im Mai, etwa einen Monat nachdem man den Stecker gezogen hatte, versicherte der Chef der Playstation-Abteilung bei Sony, Kazuo Hirai, dass die Sicherheitsstandards verbessert worden seien. Kreditkarten konnte man zu diesem Zeitpunkt noch nicht nutzen, diese Zahlfunktion wurde nach „ausgiebiger Testphase“, so Hirai, einige Zeit später wieder frei geschaltet.

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