Datenschutz: Welche Regierungen bei Google Daten abfragen

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Datenschutz: Welche Regierungen bei Google Daten abfragen

von Meike Lorenzen

Deutsche Behörden fragen immer häufiger Nutzerdaten bei Google ab. Das ergibt der aktuelle Transparenzbericht des Suchmaschinen-Giganten.

Regelmäßig gehen Anfragen von Regierungsbehörden und Gerichten aus aller Welt bei dem Unternehmen ein, mit der Bitte Daten herauszugeben.

Aus der Bundesrepublik gingen im Zeitraum zwischen Januar und Juni 2012 insgesamt 1533 Datenanfragen ein, von denen lediglich 39 Prozent vollständig oder teilweise nachgekommen wurde. Das ist ein drastischer Anstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im ersten Halbjahr 2012 waren es noch 1065 Anfragen. Auch die Zahl der Löschanfragen ist um zehn Prozent auf 1903 gestiegen.

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„Es ist das sechste Mal, dass wir diese Daten herausgeben, und ein Trend wird deutlich: Die Überwachung durch Regierungen nimmt zu“, schreibt Dorothy Chou, Senior Policy Analyst bei Google, im Google-Blog. Und tatsächlich: Weltweit sind im angegebenen Zeitraum sind fast 21.000 Anfragen an Google gestellt worden. Das entspricht einem Anstieg von 56 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Deutsche Behörden fordern Google dabei im Vergleich zu anderen Ländern relativ häufig auf, Nutzerdaten herauszugeben. Die Bundesrepublik hat mit den USA (7969), Brasilien (1566), Frankreich (1546), Indien (2319) und Großbritannien (1425) am die meisten Anfragen.

Auch die Zahl der Löschanträge für bestimmte auf Google-Sites veröffentlichte Inhalte nahm deutlich zu. Dem Bericht zufolge lag diese in den vergangenen zwei Jahren zwischen 949 und 1198 Anfragen pro Halbjahr. Zwischen Januar und Juli 2012 erhielt Google jedoch 1791 Anfragen von Regierungsvertretern, insgesamt 17.748 Dateien zu löschen. Dabei wurden den Löschanträgen in Dänemark (78 Prozent),  Japan (86 Prozent), den Niederlanden (76 Prozent) und den USA (90 Prozent) besonders häufig stattgegeben.

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„Die Informationen, die wir bereitstellen, sind isolierte Splitter, die zeigen, wie Regierungen mit dem Internet umgehen. In den meisten Fällen wissen wir nicht, welche Anfragen an andere Technologie- oder Telekommunikationsunternehmen gestellt werden“, heißt es weiter im Google-Blog. Aber es sei ermutigend, dass auch andere Firmen wie Dropbox, LinkedIn und Twitter ihre Statistiken offenlegten.

Während Google bereits seit Ende 2009 die Zahlen herausgibt, war der Kurznachrichtendienst Twitter im Juli mit seinem ersten Transparenzbericht an die Öffentlichkeit gegangen. Damals wurden für den Zeitraum Januar bis Juni 2012 lediglich 849 Anfragen gestellt. Die Bitte um Löschung einer Information ist nur drei Mal eingegangen. Twitter kam dies in keinem Fall nach.

Den kompletten Google-Transparenz-Bericht finden sie hier.

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