Es ist wieder soweit: mit Rio Plus 20 steht ein neuer Umweltgipfel der Superlative bevor. Dabei wissen wir längst, dass...
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12 KommentareWenn man früher fehlerhaft Filme verwendet hat, dann hatte man auch das große Erwachen nach dem Foto-Trip. Viele Profis ließen die Filme deshalb wenn möglich gleich vor Ort entwickeln um sicher zu gehen dass alles drauf ist.
Wenn heute ein Profi über keine Sicherung oder zwei der digitalen Fotos verfügt und so nach Hause fliegt, dann ist er selber Schuld, das ist kein Profi.
Die Kunst der heutigen Datensicherung ist nicht eine einzelne Kopie auf einem Datenträger vorzuhalten, sondern die Daten in einem Verbund von redundaten Datenträgersystemen ständig in bewegung zu halten, so dass mehrere Kopien an verschiedenen physikalischen Orten, existieren.
Leider fehlt es in vielen Unternehmen am bewusstsein und an know how wie man so etwas aufzieht ohne dass die Kosten davon laufen. Die Regel ist entweder die Einstellung "Geiz ist Geil" und man hortet ein paar DVD/bänder oder das andere Extrem "wir kaufen grundsätzlich nur Lösungen beim Marktführer, weil man mir dann Leichtsinnigkeit wenn etwas verloren geht ist, nicht anhängen kann".
Sicher falsch ist, sich auf die Haltbarkeit eines eizelnen Datenträgers zu verlassen. Kein Hersteller dieser Datenträger will oder kann den Verlust wenn etwas verloren geht, ersetzen. Von daher ist diese Diskussion unsinnig und man könnte sie vergleichen mit dem verblassen der Fotos, die vor dem zweiten Weltkrieg geschossen wurden. Wenn man diese Fotos nicht digitalisiert, dann sind sie irgendwann auch einmal unkenntlich.
Und was passiert mit dem Mikrofilm, wenn in 138 Jahren, 11 Monaten und 15 Tagen das bergwerk durch ein Erdbeben verschüttet wird? Macht nix, denn die infos sind auf dem 512-Yottabyte-Chip enthalten, der jedem Menschen in der ersten Lebenswoche implantiert wird. Ach übrigens - 58 Jahre, 5 Monate und 8 Tage zuvor wurde von der Menschheit vergessen, dass es ein bergwerk im Schwarzwald mit Mikrofilmen (was für ein Zeug??? ;-))) gibt..... :-)
Hallo!?!?!
ich dachte eigentlich, dass WiWO kompetente Mitarbeiter beschaeftigt, die Ahnung von dem haben, was sie schreiben. Aber der Artikel laesst mich daran zweifeln. Ein defekter Lesekopf einer Platte hindert zwar einen Rechner, auf normale Weise die Daten zu lesen, aber die Daten sind nicht verloren! Es gibt Spezialisten, die machen Daten auch auf einzelnen Scheiben von Festplatten wieder brauchbar. ich zweifle daher die Story grundsaetzlich an. Falls das aber lediglich zun Nachdenken anregen soll, kann man es durchgehen lassen. ich haette mir aber lieber ein "richtiges" beispiel gewuenscht...
Hmm. Hier versucht jemand Lobby für Archivierungslösungen zu machen? Tatsache ist: noch nie waren unsere Fotos so sicher wie heute. Haben Sie schon mal versehentlich ihre Fotokamera aufgemacht, während der Film noch drinne war? Wie hier schon gesagt: "kaputte" Festplatten sind erst wirklich unleserlich, wenn man sie im Ofen eingeschmolzen hat. Daher wird für teures Geld "Datenvernichtungssoftware" verkauft, die den inhalt der Festplate gazillion Mal überschreibt, damit sie endlich nicht mehr lesbar sind.
Typische Journalistenschreibe - flotte Sprüche - "gigantische Gedächtnislücke" usw.
Festplatten crashen. Die eine früher, die andere später. Deshalb machen Techniker so viel berechtigten Wind um Datensicherungen. in professionellen Umgebungen werden diese nicht nur täglich sondern mittlerweile untertägig mit sog. Snapshot-Technologien bis hin zu CDP (Continuos Data Protection) mechanismen durchgeführt.
Der Artikel ist heisse Luft.
Das Thema ist sehr komplex und kompliziert. Es braucht gut verständliche beispiele um bei der breiten Masse ein Verständnis zu erzeugen. @ Hägar Schmidt, Software ist nur bedingt geeignet um Daten zu löschen, daher gibt es je nach Geheimhaltungsstufe auch die Vorschrift das Medium physikalisch zu vernichten ;-)
@Kopfschütteldn
Klar und der Fotograf schleppt immer ein CDP System im Handgepäck mit sich...
Natürlich kann man seine Daten zu 100% schützen, es kommt nur darauf an welchen Aufwand man treiben möchte bzw. kann.
Eine Terabyte Festplatte ist heute für 90 EUR zu haben, damit hätte man vor 5 Jahren die Daten eines Großkonzerns speichern können. Die backups werden mittlerweile nahezu kontinuierlich gemacht.
Datensicherung für den Mittelstand zu aufwending ????
Der Artikel wurde vermutlich im letzten Jahrhundert geschrieben. Hier wäre es nicht schlecht gewesen wenn das Speichermedium auf dem er gespeichert ist uns die Gnade einer Gedächtnislücker erwiesen hätte!
Das Thema ist ja nicht gerade neu und wird als "Digital Dark Age" seit gut zehn Jahren in Fachkreisen diskutiert. Mikrofilm, bzw. generell film-basierte Archivierungslösungen haben nachgewiesenermaßen eine Haltbarkeit von einigen hundert Jahren - richtige Lagerung vorausgesetzt. Film ist, sofern er nciht physisch total vernichtet wurde, erheblich robuster als digitale Medien. Selbst mit dicken Kratzern drauf und massivem Farbverlust lassen sich die analogen informaitonen gut nutzen. bei digitalen Daten reichen ein paar zerstörte bits, um einen ungeheuren Rekonstruktionsaufwand auszulösen.
interessant sind übrigen die Datenverluste der NASA. Die reagiert nämlich auf Detailanfragen zu diesem Problem lieber gar nicht erst (ich habe es probiert). insofern sind diese infos eher kolportiert, als belegbar.
Die Datensicherung ist im Übrigen nicht nur für Unternehmen eine zentrale Frage, sondern auch für den Durchschnittsmenschen: Ein Fotoalbum und die gesammelten briefe konnten über lange Zeit an die Kinder und Enkel weitergegeben werden, so dass eine Historie nachverfolgbar wurde. Das hilft geschichtliches bewusstsein zu entwickeln. bei digitalen Daten sieht das anders aus: Wer will schon in zwanzig Jahre versuchen kaputte bilder-DVDs rekonstruieren zu lassen und die E-Mail-Korrespondenz (zumal über Free-Mailer>) ist sowieso futsch. Wir opfern und kulturelles Gedächtnis.
Selbst erlebt: Eine gebrannte CD einem schönen, heißen Sommertag im Auto gelassen: CD war noch da, aber Daten waren weg.
Magnetbänder halten Jahre länger. Schade nur, daß die Nasa dann keine Geräte zum LESEN mehr hatte...
Nun warte ich nur noch auf einen guten Tip der Wiwo.
Es ist wieder soweit: mit Rio Plus 20 steht ein neuer Umweltgipfel der Superlative bevor. Dabei wissen wir längst, dass...
Kommentare zu: Rasanter digitaler Datenverlust
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