Datenspeicherung: Neuer Ärger für Apple und Google

Datenspeicherung: Neuer Ärger für Apple und Google

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Ärger für Apple

von Oliver Voß

In der Affäre um die Speicherung von Bewegungsdaten erhebt die Bundesjustizministerin neue Vorwürfe gegen Apple. Auch Google bekommt Probleme mit der Justiz - in Südkorea wurden Büros durchsucht.

In der Affäre um die Speicherung von Bewegungsdaten seiner Nutzer ist sich Apple keiner Schuld bewusst. Das Unternehmen tat den Vorfall als Programmierfehler ab und erklärte zudem es werde nicht die präzise Position der Smartphones selbst, sondern nur Informationen über nahe gelegene Mobilfunkantennen oder WLAN-Hotspots gespeichert. Doch am Ergebnis ändern solcherlei Erklärungen wenig – ob die Ortsbestimmung nun auf den Zentimeter oder einige Meter genau ist, dürfte all den Kunden herzlich egal sein, die solch eine Speicherung nicht möchten.

Zumal nun "Spiegel Online" über eine Erklärung der Apple-Lobbyistin Claire Thwaites berichtet, in dem diese gegenüber dem Bundesjustizministerium eine solche Speicherung gegen den Nutzerwillen ausdrücklich ausgeschlossen hat.

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Eigentlich keine Speicherung ohne Zustimmung des Nutzers

"Wenn eine Softwareanwendung, ob nun eine Apple-Anwendung oder eine Anwendung dritter Anbieter, den Standort eines Geräts nutzen möchte, muss sie sich vorher die ausdrückliche Zustimmung des Nutzers einholen“, heißt es in dem Schreiben. In einem obligatorischen eigenen Fenster müsse diese Zustimmung gegeben werden, bevor standortbezogene Daten gesammelt werden.

Entsprechend erbost zeigt sich Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP).  „Die damalige Versicherung von Apple, eine Speicherung insbesondere von Standortdaten werde nur nach ausdrücklicher Zustimmung der Nutzer vorgenommen, stellt sich nun offenbar als unzutreffend heraus“, schimpft die Justizministerin und fordert weitere Erklärungen von Apple.

Razzia bei Google

Auch Google hat neuen Ärger wegen des Sammelns von Bewegungsdaten. Der US-Konzern ist in Südkorea ins Visier der Justiz geraten. Die südkoreanische Polizei hat Büroräume von Google durchsucht. Dabei seien die Ordnungshüter dem Verdacht nachgegangen, dass die auf Mobilfunk-Werbung spezialisierte Google-Einheit AdMob illegal Daten erhoben habe. „Wir verdächtigen AdMob, personalisierte Bewegungsdaten ohne Bewilligung oder Zustimmung der Koreanischen Kommunikations-Kommission gesammelt zu haben“, sagte ein Polizei-Sprecher. Google bestätigte die Durchsuchung. Der weltgrößte Suchmaschinenbetreiber wolle bei der Untersuchung kooperieren, sagte ein Sprecher des US-Konzerns.

Weitere Erkenntnisse zur Speicherpraxis dürfte es am 10. Mai geben, dann sind beide Unternehmen im US-Senat zu einer Anhörung vorgeladen.

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