Deckname „Buffy“: Facebook plant eigenes Smartphone

Deckname „Buffy“: Facebook plant eigenes Smartphone

, aktualisiert 22. November 2011, 11:02 Uhr
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Facebook-Nutzung auf einem iPhone. Fast die Hälfte der Facebook-Mitglieder nutzt das soziale Netzwerk auch mobil, schätzt das Unternehmen.

von Stephan DörnerQuelle:Handelsblatt Online

Auf dem Markt der Android-Smartphones wird es noch etwas enger: Nun will auch Facebook sein eigenes Gerät auf den Markt bringen – und damit das Kerngeschäft stärken. Ausgerechnet Erzfeind Google hilft dabei.

Düsseldorf/New YorkEine Vampirjägerin will Facebook auf Smartphone-Jagd schicken. „Buffy“ nach der gleichnamigen Vampir-Fernsehserie ist laut dem Blog All Things Digital der Deckname für das erste Smartphone des sozialen Online-Netzwerks. Das Facebook-Smartphone soll demnach in 12 bis 18 Monaten auf den Markt kommen.

Als Partner hat Facebook offenbar den taiwanesischen Smartphone-Hersteller HTC gewonnen. Der Ausflug in den Hardware-Bau soll letztlich dem Kerngeschäft dienen: Wichtigste Funktion des Geräts soll selbstverständlich die nahtlose Integration des sozialen Netzwerks in das Smartphone werden.

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Neben HTC soll auch Samsung im Gespräch für eine Hardware-Partnerschaft gewesen sein. Dem Bericht zufolge arbeitet Facebook bereits seit zwei Jahren an der Idee des Einstiegs auf den Smartphone-Markt. Inzwischen hat Facebook das Thema zur Chefsache gemacht, berichteten mehreren Quellen dem Technologie-Blog: Bret Taylor, Chef der Technik-Abteilung des Unternehmens, soll demnach die Verantwortung für das Projekt tragen.

Google hilft seinem Konkurrenten

Ähnlich wie beim Amazon-Tablet Kindle Fire kommt beim Facebook-Smartphone eine modifizierte Version des Android-Betriebssystems von Google zum Einsatz. Android soll dabei in zwei Punkten wesentlich verändert worden sein: Einerseits, um Facebook besser zu integrieren. Andererseits soll das Smartphone aber auch auf die Nutzung von Web-Applikationen optimiert sein, die den neuen HTML-Standard HTML5 nutzen. Hersteller von Android ist Google. Spätestens seit dem Start des Facebook-Konkurrenten Google+ gilt der Internet-Gigant als ärgster Rivale des größten sozialen Netzwerks.


„Unsere mobile Strategie ist einfach“

Für die Nutzung der Android-Software benötigt Facebook allerdings nicht die Zustimmung von Google. Grund ist die Lizenz des mobilen Systems, das auf dem freien Betriebssystem Linux basiert: Android steht unter einer Open-Source-Lizenz und kann deswegen von jedem ohne Erlaubnis von Google genutzt und verändert werden.

Indem Google sein mobiles Betriebssystem unter eine Open-Source-Lizenz gestellt hat, gab der Internet-Gigant seinen möglichen Konkurrenten die Werkzeuge, die sie benötigen, um Google mittels mobiler Applikationen frontal anzugreifen, kommentiert All Things Digital.

Facebook wollte nicht direkt auf den Bericht eingehen. Ein Sprecher sagte dem Blog jedoch: „Unsere mobile Strategie ist einfach: Wir glauben, dass jedes mobile Gerät besser ist, wenn es sehr stark sozial vernetzt ist. Wir arbeiten quer durch die gesamte Industrie hinweg mit Mobilfunkprovidern, Hardware-Herstellern, Betriebssystem-Herstellern und Anwendungs-Entwicklern zusammen, um das Erlebnis sozialer Dienste mehr Menschen rund um die Welt nahezubringen“.

HTC hatte bereits im Februar zwei Smartphones für Facebook-Fans vorgestellt: Das HTC Salsa und das HTC Chacha haben eine extra Facebook-Taste, damit der Nutzer Texte, Fotos und Videos sofort mit seinen Facebook-Freunden teilen kann. Auch seinen Standort kann der Nutzer jedem seiner Kontakte mitteilen. Das Internet-Netzwerk hat weltweit rund 800 Millionen Mitglieder, fast die Hälfte davon nutzt das Internet nach Einschätzung von Facebook auch mobil.

Quelle:  Handelsblatt Online
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