Deutscher Webvideopreis: Eine Branche feiert sich selbst

Deutscher Webvideopreis: Eine Branche feiert sich selbst

Beim Webvideopreis kam gestern die Elite der Internetvideoszene zusammen. Gefeiert wurden die besten Videos des Jahres 2013 und deren Protagonisten.

Gronkh, coldmirror, KWiNK, LeFloid: Das sind nur vier der Namen, die die Webvideowelt im vergangenen Jahr dominierten. Das Düsseldorfer Capitol war für die Preisverleihungsgala gut gefüllt, über 1000 Gäste vor Ort und mehrere Tausend Zuschauer im Livestream verfolgten das Event, bei dem die Gewinner der insgesamt 13 Kategorien gekürt wurden. Moderiert wurde die Show von den TV-Stars Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf. Die Szene feiert sich selbst – über den finanziellen Aspekt wird meist aber geschwiegen.

Über die Jahre hat sich YouTube zu einem eigenen Industriezweig gemausert. Große Unternehmen versuchen, einen Teil des Kuchens abzubekommen und nutzen die Plattform als Werbemöglichkeit. Seit 2008 bietet YouTube ein Partnerprogramm für deutsche Nutzer an, konkrete Zahlen zu Einnahmen gibt es aber nicht, da Werbepartner über die Nutzungsbedingungen dazu verpflichtet werden, über ihre Einkünfte zu schweigen. Eines ist klar: Die Chancen auf gute Einnahmen steigen mit der Zahl der Abonnenten und Zugriffe.

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Netzwerke sorgen für höhere Reichweite

Wer als YouTube-Macher klare Ziele vor Augen hat und mit seinen Inhalten das große Geld machen möchte, der braucht Hilfe – ein beliebter Weg ist, sich einem Netzwerk anzuschließen. Eines der erfolgreichsten deutschen Netzwerke ist MediaKraft, das speziell für die Vermarktung von YouTube-Kanälen gegründet wurde.

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Mediakraft-Sprecher Moritz Meyer schätzt, dass ein YouTuber rund 100.000 Abonnenten benötigt, damit sich die Arbeit finanziell lohnt, Werbung ist auf YouTube die einzige Einnahmequelle. Wer versucht, dieses Ziel alleine erreichen, kann damit mehrere Jahre beschäftigt sein – die Mitgliedschaft in einem Netzwerk kann dabei helfen, schneller einen großen Zuschauerkreis zu erreichen. Für die Relationen: Mit mehr als 1600 Kanälen erreicht das Mediakraft-Netzwerk rund 16 Millionen Zuschauer.

Etablierte Medienunternehmen kaum vertreten

Einer der größten Kanäle im Netzwerk ist der des Comedy-Trios Y-Titty. Mit amateurhaften Aufnahmen hat das Projekt längst nichts mehr zu tun: Als Unterhaltungsmarke tauchen sie mittlerweile im Fernsehen auf und haben dank über zwei Millionen Abonnenten eine größere Reichweite als so manche TV-Sendung. Bezeichnend ist, dass die etablierten Medien-Produktionsfirmen auf YouTube kaum in Erscheinung treten. Lediglich IDG Deutschland kann sich behaupten, laut Statist lagen die Zugriffszahlen des Kanals im September 2013 bei 3,28 Millionen Unique Visitors.

Trotz aller Professionalität und potentieller Einnahmemöglichkeiten bleibt YouTube ein Biotop für starke Persönlichkeiten, die machen, wonach ihnen der Kopf steht - eine Eigenschaft, die die meisten der Nominierten des Webvideopreises in die Wiege gelegt wurde.

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