Die Woche im Netz: Auf einen Lacher mit dem Papst

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kolumneDie Woche im Netz: Auf einen Lacher mit dem Papst

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Der Rückzug des Papstes von seinem Amt löste im Netz große Reaktionen hervor

Kolumne von Franziska Bluhm

Von nun an wollen wir einmal in der Woche auf Phänomene, Hypes und wichtige Entwicklungen im Internet zurückblicken. Worüber es sich nachzudenken lohnt. Heute: Humor.

Am Donnerstagabend war es vorbei. Mit dem Ende des Pontifikats von Benedikt XVI. verschwanden auch alle 38 Einträge im Twitter-Account @pontifex und wurden auf der im Sommer 2012 eingerichteten offiziellen Internetseite des Vatikans archiviert. Zuvor hatte er noch eine Danksagung in die Welt geschickt:
“Danke für eure Liebe und Unterstützung. Ich wünsche, dass ihr immer Freude dabei erfahrt, Christus in die Mitte eures Lebens zu stellen.” Es war der zweitpopulärste Tweet in seiner 78-tägigen Mitgliedschaft. Der Vollständigkeit halber: Erfolgreicher war nur sein erster aus dem Dezember: “Dear friends, I am pleased to get in touch with you through Twitter. Thank you for your generous response. I bless all of you from my heart.”

Es ist nicht sonderlich überraschend, dass Benedikt XVI. der erste Papst war, der sich über soziale Medien an die Welt richtete. Schließlich gab es Twitter, als sein Vorgänger Johannes Paul II. noch nicht, und ob Benedikts noch zu wählender Nachfolger ebenfalls Kontakt mit der Außenwelt via dem Kurznachrichtendienst Twitter aufnimmt, ist seine Entscheidung.

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Das ist ein Grund, warum das Account am Donnerstagabend nicht komplett gelöscht worden ist. Immerhin hatte das englischsprachige Account mehr als 1,6 Millionen Menschen hinter sich versammelt, zählt man die anderssprachigen Variationen noch hinzu, kommt man auf eine Zahl knapp unter drei Millionen.

Warum ich heute über die Twitteraktivitäten des Papsts schreibe, die sicherlich nicht unbedingt durch einen hohen Nachrichtenwert gekennzeichnet waren? Nun, ich halte es für erstaunlich, wie präsent der Papst mit eben diesen Botschaften im Internet geworden ist und wie viele und welche Art von Reaktionen das Ereignis des Papst-Rücktritts hervorgerufen hat. Bereits bei der Verkündung seines Rücktritts Ende Januar entstanden weltweit mehr als vier Millionen Tweets. Und schaut man sich genauer an, welche Botschaften da in 140 Zeichen verpackt worden sind und welche besonders häufig zitiert und weiterverbreitet wurden, dann waren es vor allem die lustigen bzw. vermeintlich lustigen.


Und auch am Donnerstag, dem Tag des offiziellen Rückzugs machten im Social Web humorige Äußerungen die Runde.



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