Die Woche im Netz: "Dafür gibt's doch auch eine App"

ThemaGadgets

Die Woche im Netz: "Dafür gibt's doch auch eine App"

von Franziska Bluhm

Einmal in der Woche blicken wir zurück - auf Phänomene, Hypes und wichtige Entwicklungen im Internet. Diesmal: Wie Apps unser Leben beeinflussen.

Alles begann am Freitag auf der Autobahn. Ich hatte Heißhunger auf einen Hamburger. Doch dann das Dilemma: Im Leihwagen auf der A99 bei München in Richtung Tegernsee. Doch woher weiß ich, wo hier die nächste Filiale des beliebten Burgerbraters liegt? Sie ahnen es bereits: Smartphone raus, Shop auf, den Namen des Unternehmens eingetippt und in wenigen Sekunden war sie da: Die App, die in solchen Fällen hilft. Nur wenige Minuten später saß ich bei Burger und Saft im Vorgarten des nächstgelegenen Schnellrestaurants.

Und das ist nur ein Beispiel von vielen. Die App-Welt bestimmt nicht erst seit vergangener Woche unser tägliches Leben. Nicht nur, dass es nie einfacher war, unterwegs auf Mails zuzugreifen, mal eben bei Facebook nach seinen Freunden zu schauen oder bei Twitter die Nachrichtenlage zu checken. Smartphone raus, App geöffnet und dank der personalisierten Einstellungen Bedürfnis befriedigt. Ein gesamtes Wochenende lässt sich ganz einfach per Smartphone steuern. Die Einkaufsliste für den Wochenendtrip lässt sich per App erstellen und in den meisten Varianten auch mit Familienmitgliedern synchronisieren ("Buy me a pie" , "Avocado"), das Taxi zum Flughafen per "MyTaxi" bestellen, das Wetter per "Regenradar" checken, der richtige Krawattenknoten für das Abendessen mit V-Tie knoten. Nicht zu vergessen: "Flying" für die Fluginfos. Für alles gibt es eine App.

Anzeige

Das Smartphone mit seinen zahlreichen kleinen Helfern ist für uns nicht nur Kommunikationsvermittler - weit über das Telefonieren hinaus -, es erfüllt ebenfalls die Rolle als Nachrichtenzentrale, Buchersatz, Lebenshelfer und Daddelautomat. (Mein Favorit in dieser Kategorie derzeit: "Dots".)  

Das Thema eignet sich bisweilen auch sehr gut als lustiges Partyspiel. Nenne mir ein Bedürfnis und ich sage dir die passende App. Pakete verfolgen? Package Tracker. Zelt auf der Festivalwiese wieder finden? Tentspotter. Hilft übrigens auch bei der morgendlichen Frage, wo ich denn gestern Abend das Auto geparkt habe. Den richtigen Ton treffen? Eine befreundete Sängerin schwört auf die digitale Stimmgabel.  

Nun könnte man noch Zahlen drehen, die zeigen, weshalb das so ein wahnsinniger Massenmarkt ist, beschreiben, wie schwierig es ist, sich als App-Anbieter beim Kunden durchzusetzen, also in den Kreis der wenigen Apps zu gelangen, die man am Ende des Tages länger als ein paar Wochen lang nutzt. Doch darauf verzichte ich an dieser Stelle einfach einmal. Viel wichtiger ist mir der Aufruf an alle Entwickler, doch jetzt endlich die App zu entwickeln, die das mittlerweile mit dem Grimme Online Award ausgezeichnete Satiremagazin "Der Postillon" vor einigen Monaten ankündigt hat: Die Smartphone-App, die beim Gehen vor Kollisionen mit anderen Smartphone-Nutzern warnt. 

Ich würde sie herunterladen. Und ich bin bestimmt nicht die einzige, die ständig auf ihr Smartphone starrt.

Die WirtschaftsWoche gibt's übrigens auch als App.

Der Autorin bei Twitter folgen:

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%