Die Woche im Netz: Der irre Hype um Google Glass

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kolumneDie Woche im Netz: Der irre Hype um Google Glass

Kolumne von Franziska Bluhm

Einmal in der Woche blicken wir zurück - auf Phänomene, Hypes und wichtige Entwicklungen im Internet. Worüber es sich nachzudenken lohnt. Diesmal: das Google Glass.

Die Momente sind selten geworden, in denen sich Google-Chef Sergej Brin ohne seine neue Brille in der Öffentlichkeit zeigt. Das erste Mal auf einer Konferenz, trägt er sie danach immer wieder, beispielsweise in der U-Bahn und lässt sich dabei fotografieren.

Seitdem vergeht kein Tag, in der nicht irgendein Tech-Magazin auf der Welt über die Google-Brille schreibt. Ob Testberichte, Behauptungen ("Der Mann wird mit Brille wieder zum Mann") Datenschutzwarnungen oder die Tatsache, dass Foxconn offenbar die Produktion des neuen Gadgets übernimmt - alles wird berichtet, kommentiert, mit Spekulationen versehen oder orakelt: Welche Branchen könnten durch das Google Glass (Es ist schließlich nur ein Brillenglas) auf der Strecke bleiben? Ist es ähnlich disruptiv wie das iPhone? Wofür könnten wir die Wunderbrille noch so gebrauchen?

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Insbesondere die letzte Frage hat Google selbst gestellt und dafür gesorgt, dass die Hypemaschine weiter rollt. Denn am 20. Februar stellte der Internetkonzern eine schmale Info-Seite ins Netz und zeigte erstmals, wie man sich die Nutzung dieser Brille vorzustellen hatte.

Parallel rief das IT-Unternehmen dazu auf, sich unter dem Stichwort "#IfIhadglasses" als Testuser um ein Exemplar zu bewerben. Eine ordentliche Zahl an Menschen beteiligte sich, hatte das Gadget doch Begehrlichkeiten geweckt. Ergebnis: noch mehr Berichterstattung und Google wird sicherlich schlau genug sein, die öffentlich geposteten Ideen für die Weiterentwicklung des Produkts zu nutzen. 

In dieser Woche erhielten nun die ersten der Testuser die freudige Botschaft. Und Mindestens ein Deutscher, Kai Diekmann, Bild-Chefredakteur und derzeit Digital-Azubi im Silicon Valley, ist übrigens auch dabei. 

Gerade das Beispiel Kai Diekmann zeigt, wie irre der Hype schon ist. Der Chefredakteur der meistgekauften Zeitung Europas degradiert sich selbst zu einem kleinen Schuljungen, der um ein Eis bettelt.


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