Die Woche im Netz: Vier Dinge, die der NSA-Datenskandal lehrt

kolumneDie Woche im Netz: Vier Dinge, die der NSA-Datenskandal lehrt

Kolumne von Franziska Bluhm

Einmal in der Woche blicken wir zurück - auf Phänomene, Hypes und wichtige Entwicklungen im Internet. Worüber es sich nachzudenken lohnt. Diesmal: der NSA-Datenskandal.

Es ist einer der größten Datenskandale, die es bisher gegeben hat. Seit Jahren kann der amerikanische Geheimdienst NSA mit Hilfe von PRISM E-Mails, Fotos, Bilder, Videos und weiteren Dateien von großen Kommunikationsunternehmen wie Google, Facebook, Microsoft, Yahoo, AOL, wohl auch Apple und ein paar anderen auswerten. Auswerten zum Aufspüren von Terroristen natürlich - mit ein paar Kollateralschäden. Doch was bedeutet das eigentlich alles?

1. Abschied von der Cloud

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Sicherlich: Terroristen sollten aufgespürt werden, bevor sie Unrecht anrichten. Aber müssen wir dulden, dass der amerikanische Geheimdienst weltweit nach ihnen sucht? In Daten von Deutschen, Niederländern und Indern? Gerade für Unternehmen könnten die Veröffentlichungen weiter reichende Folgen haben. Stellen Sie sich nur einmal vor, Coca Cola würde sein geheimes Rezept für die braune Brause in der so genannten Cloud abspeichern. Nun sind die Informationen, die wir miteinander austauschen nicht alle so heikel, dennoch steht fest: Wer digital über Dinge spricht, die für Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil bedeuten könnten, sollte dies nicht mehr in der Cloud tun. Backups, Mails und andere Dateien, die wir gerne in der digitalen Wolke synchronisieren, um auf sie von überall zugreifen zu können - seit dem vergangenen Wochenende wissen wir: Sicher sind sie nicht mehr.

2. So geht Big Data

Sicherlich ist es zu früh, zu schreiben, dass Big Data die Cloud beerdigt. Denn für eine nicht geringe Zahl an Nutzern überwiegen die Vorteile gegenüber den Risiken, die das Speichern von Dateien in der Wolke hat. Allerdings macht der Fall so schön anschaulich, was aufgrund des anderen Buzzwords "Big Data", also der Auswertung unzähliger Daten, in den kommenden Jahren auf uns zukommen wird. Was wir bisher vor allem durch personalisierte Werbung bei Facebook und Co. verstehen konnten, könnte nun schon bald auch Auswirkungen auf das reale Leben haben.

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